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Autor: Tobias Czullay 18.08.2017 - 17:00 | 0

Motorola Moto E4 Testbericht

Testüberblick Motorola Moto E4

  1. Motorola Moto E4: Design, Display und Hardware
  2. Motorola Moto E4: Kamera, Akkulaufzeit und Test-Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Angenehm hochwertiges Gehäuse für die Preisklasse
  • Wechselbarer Akku
  • Fingerabdrucksensor
  • Flops
  • Schlechte Kamera
  • Blasses und dunkles Display

Motorola Moto E4 Test: Nur eines unter vielen

Motorola feuert in diesem Jahr aus allen Rohren: Gleich vier Smartphones aus der Einstiegsklasse bietet der Hersteller aktuell an, eines davon ist das 159 Euro teure Moto E4. Doch reichen ein Gehäuse aus Metall, aktuelles Android und der Fingerabdrucksensor für eine Empfehlung aus?

Es wird langsam unübersichtlich im Portfolio von Motorola. Mit Moto C und Moto E4 bietet die Lenovo-Tochter aktuell zwei Einsteigerserien mit jeweils zwei Smartphones an, in den Familien Moto G5 und Moto G5S tummeln sich ebenfalls je zwei Vertreter, die von der unteren bis in die gehobene Mittelklasse reichen. Nicht nur bei der Ausstattung, auch beim Design und den Preisen gibt es da Überschneidungen, die eine Empfehlung für ein einzelnes Gerät schwer machen. Mit dem Test zum Moto E4 versuchen wir es.

Motorola Moto E4 im Test | (c) Areamobile
Motorola Moto E4 im Test

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Moto E4 reiht sich in Sachen Design nahtlos in die aktuelle Motorola-Riege ein. Die Kamera auf der Rückseite und ihr zweifarbiger LED-Blitz sind in einer großen runden Einfassung aus Glas eingesetzt, die Schale ist zu den Kanten hin leicht abschüssig. Auf der Vorderseite gibt es unter der länglichen Hörmuschel den Moto-Schriftzug zu bestaunen, unter dem Bildschirm befindet sich der ovale Fingerabdrucksensor. In seiner Erscheinung ähnelt das Moto E4 stark dem Moto G5, dabei ist es genau so lang, genauso schwer und hat wie das etwas besser ausgestattete Modell ein 5 Zoll großes Display.

Im Unterschied zum Moto G5 lässt sich die zum Teil aus Metall gefertigte Rückseite des Moto E4 abnehmen, der darunterliegende Akku kann problemlos entnommen und ausgetauscht werden. Unter dem Deckel haben dann auch eine microSD-Karte und darüber hinaus zwei SIM-Karten im Nanoformat Platz. Ausgedient hat im Jahr 2017 eigentlich der Micro-USB-Anschluss, den Motorola trotzdem noch in den aktuellen Geräten der Einsteiger- und Mittelklasse verbaut. Damit will der Hersteller Haushalten die Umrüstung auf neue USB-C-Kabel ersparen. Immerhin: Anders als das Topmodell Moto Z2 Force hat das Moto E4 noch einen klassischen Kopfhöreranschluss.

Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
Das Moto E4 sieht dem Moto G5 sehr ähnlich
Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
Die Rückseite ziert eine Metallplatte
Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
Der Power-Button ist leicht geriffelt

Die Anmutung des Moto E4 ist gut, bei der Verarbeitung lassen sich keine Mängel am Smartphone erkennen. Die hinten ober- und unterhalb der Metallplatte aufsitzenden Plastikelemente sind als solche zwar wegen des etwas anderen Farbtons zu erkennen, schlimm ist das aber nicht. Leider ist das Moto E4 vor allem am Rahmen recht rutschig, ein sicherer Griff ist damit nicht immer gegeben. Die Druckpunkte der leicht geriffelten Power-Taste und der Lautstärkewippe sind ausgezeichnet, der Hub ist angenehm.

Display-Größe und -Qualität

Der IPS-Bildschirm des Moto E4 misst 5 Zoll in der Diagonale, die Inhalte stellt er mit 1.280 x 720 Pixel dar. Die Pixeldichte von 294 PPI ist nicht überragend und bei näherem Blick lassen sich auch leichte Ausfransungen an Schrift und Symbolen ausmachen. Unscharf ist die Anzeige deshalb aber nicht, auf dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm geht die Auflösung in Ordnung. Schwerer wiegt da die geringe Helligkeit von gerade einmal 400 cd/m² und die Tatsache, dass das Moto E4 zwar einen Helligkeitssensor vorweisen kann, dieser aber nur sehr träge reagiert. Auch bei der Farbwiedergabe ist der Bildschirm sehr blass - wenn auch näher an der Referenz, als manch andere Einsteiger-Smartphones - und verliert noch dazu bei Neigung stark an Brillanz.

Motorola Moto E4 im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Blickwinkeltest beim Moto E4
Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
720p-Auflösung geht in Ordnung

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Moto E4 wird vom Mediatek MT6737 Quad-Core-Prozessor mit 1,3 GHz angetrieben, hinzu kommen 2 GB Arbeitsspeicher. Einen Überflieger sollten Käufer von ihrem Einsteiger-Smartphone nicht erwarten, der Prozessor geht die Sache eher gemütlich an. Das vorinstallierte Android 7.1.1 Nougat wird flüssig animiert, störende Ruckler gibt es auch beim Surfen über den Chrome-Browser nicht. Allerdings lässt sich das Moto E4 beim App-Start recht viel Zeit, die Kamera-App beispielsweise braucht aus dem Stand etwa drei Sekunden, bis sie auch einsatzbereit ist. Auch bei Standard-Anwendungen wie Facebook oder Google Maps müssen Wartezeiten in Kauf genommen werden.

Beim Wechseln zwischen im Hintergrund laufenden Apps gibt sich das Moto E4 zuverlässig und zumindest halbwegs performant, bei der parallelen Nutzung zweier Apps über den Splitscreen-Modus geht der Prozessor allerdings in die Knie. Grafisch anspruchsvolle Spiele sind für den Moto-Einsteiger ein Tabu-Thema, Freude bereiten sie nicht. Auch Benchmark-Tests bescheinigen dem Smartphone keine sonderlich gute Leistung, für Routine-Aufgaben wie Internetsurfen oder der Wiedergabe von YouTube-Videos und Musik reicht sie aber allemal aus.


Moto E4
Moto G5
AnTuTu
30.696
44.486
Geekbench 4
single: 538, multi: 1.519
single: 624, multi: 2.579
GFXBench (T-Rex offscreen)
6 fps
16 fps
3DMark (Icestorm unltd.)
3.705
9.378

Das Betriebssystem hat Motorola wie gewohnt nicht groß verändert, die Benutzeroberfläche entspricht dem Vanilla-Android von Google. Auch Bloatware oder herstellereigene Musik-, Video- oder Galerie-Apps sind kein Thema beim Moto E4, es sind ausschließlich die Apps von Google vorinstalliert. Die Moto-App ist eine Ausnahme. Sie bringt einige der für Motorola typischen Features auf das Smartphone, darunter das Moto Display. Diese Infos-Anzeige wird dann aktiviert, wenn auf dem Gerät eine neue Nachricht eingeht - eine Benachrichtigungs-LED gibt es beim Moto E4 nicht.

Statt dass der Bildschirm bei Moto Display hell erleuchtet, geschieht die Anzeige auf schwarzem Hintergrund und ist damit angenehm subtil: Neben der Uhrzeit wird nur ein Icon der entsprechenden App angezeigt, das durch Anfassen und Wischen in eine Richtung aufklappt und den Nachrichteninhalt anzeigt oder abgewiesen wird. Das Moto Display kann auch manuell angestoßen werden - und das sogar im wahrsten Sinne. Denn wird das auf dem Tisch liegende Moto E4 einmal angestupst oder aufgehoben, dann werden die Infos sofort angezeigt.

Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
Auf dem Smartphone ist pures Android installiert
Motorola Moto E4 | (c) Areamobile
Auch Apps vom Hersteller gibt es keine
Moto Display beim Moto E4 | (c) Areamobile
Moto Display beim Moto E4

Eine weitere Funktion nennt sich Moto Action. Sie erlaubt zum einen, dass über eine schräg nach unten ausgeführte Wischbewegung der Bildschirminhalt verkleinert wird und so bequemer mit einer Hand bedient werden kann. Zum anderen kann darüber auf die Ein-Tasten-Steuerung umgeschaltet werden. Dadurch werden die drei Android-Navigationstasten am unteren Bildschirmrand ausgeblendet und die Bedienung des Smartphones auf den Fingerabdrucksensor verlagert. Durch einmaliges kurzes Berühren wird dann auf den Home-Screen gewechselt, Wischen von links oder rechts in die Sensorfläche führen die Zurücknavigation oder den Taskmanager aus. Durch langes Drücken wird das Gerät in den Standby versetzt oder daraus aufgeweckt.

Das Moto E4 bietet nicht den kompletten Umfang der typischen Motorola-Funktionen. Beispielsweise ist es nicht möglich, das Moto Display durch eine Winkgeste über den Bildschirm auszulösen. Auch die Drehen- und Hacken-Bewegungen zum Start der Kamera- und Taschenlampen-Apps erkennt das Einsteiger-Smartphone nicht - dazu fehlt ihm schlicht das Gyroskop. Der Fingerabdrucksensor ist für die Preisklasse unter 200 Euro nicht selbstverständlich, verrichtet aber zuverlässige, wenn auch nicht die schnellsten Dienste.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Motorola Moto E4: Design, Display und Hardware
  2. Motorola Moto E4: Kamera, Akkulaufzeit und Test-Fazit
 
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