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Autor: Matthias Zellmer | 10.10.2017 - 19:00 | 1

Umidigi Crystal Testbericht

Testüberblick Umidigi Crystal

  1. Design, Display und Performance
  2. Kamera, Akku und Test-Fazit
  3. 1 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Modisches Edge-to-Edge-Design
  • Inklusive LTE-Band 20
  • Sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
  • Flops
  • Scharfkantiges Gehäuse
  • Schlechte Akku-Laufzeit
  • Langsamer Grafikprozessor
  • Dual-Kamera leistet nicht was sie verspricht
  • Konstruktionsfehler Näherungssensor
  • Zu geringe Displayhelligkeit

Umidigi Crystal Test: Randlos glücklich für 150 Euro?

Das Umidigi Crystal ist ein nur 150 Euro teures Android-Smartphone mit einem nahezu randlosen Display. Doch wie randlos glücklich wird man mit dem knapp 150 Euro teuren China-Smartphone? Unser Test gibt die Antwort.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Inspirationsquelle des Umidigi Crystal ist unverkennbar das Xiaomi Mi Mix: eine eckige und kantige Form mit einem Display, das oben und an den Längsseiten nah an den Gehäuserand kommt, wenn auch der Rand nicht ganz so fein ausfällt wie beim Konzept-Phone von Xiaomi oder beim Essential-Phone von Andy Rubin. Mit Abmessungen von 141,3 x 74,8 x 8,1 Millimetern ist das Crystal noch etwas kompakter als das Mi Mix gebaut, mit dem Metallrahmen, einer 2.5D-Glas-Rückseite aus kratzfestem Gorilla Glass 4 und einem Gewicht von 180 Gramm wirkt das 150-Euro-Smartphone recht hochwertig.

Der gute Eindruck wird beim Anfassen des Geräts nur durch die scharfen Kanten des Rahmens und des hervorstehenden Kameramoduls getrübt. Die Hardwaretasten bieten wenig Spiel und einen guten Druckpunkt.

Umidigi Crystal | (c) Areamobile
Umidigi Crystal
Umidigi Crystal | (c) Areamobile
Umidigi Crystal
Umidigi Crystal | (c) Areamobile
Umidigi Crystal

Eine transparente, aus Silikon gefertigte Schutzhülle und eine Display-Schutzfolie liegen wie ein Netzteil samt USB-Type-C-Kabel dem Smartphone bei, aber kein Headset.

Display-Größe und -Qualität

Der chinesische Hersteller bewirbt das Crystal als "Full Screen Phone", was es natürlich nicht ist. Auch das Bildmaterial auf der Homepage des Unternehmens verspricht schmalere Display-Ränder, als am Smartphone zu sehen sind. 3,5 Millimeter sind es an den drei schmalen Seiten, 17 Millimeter am unteren Rand. Auf den ersten Aha-Effekt folgt also die Enttäuschung über ein praktisch nach oben gewanderten Displays. Bedenken muss man dabei aber auch den niedrigen Preis, für den das Umidigi Crystal zu haben ist.

Umidigi Crystal im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Umidigi Crystal im Displaytest - Blickwinkelstabilität

Beim Bildschirm handelt es sich um ein 5,5 Zoll großes LC-Display von Sharp mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, die Frontkamera und die Benachrichtigungs-LED sitzen darunter. Durch mangelnden Kontrast und geringer Farbintensität wirkt die Anzeige des Crystal leicht "matschig".

Umidigi Crystal im Displaytest | (c) Areamobile
Umidigi Crystal im Displaytest
Umidigi Crystal im Displaytest | (c) Areamobile
Umidigi Crystal im Displaytest
Umidigi Crystal im Displaytest | (c) Areamobile
Umidigi Crystal im Displaytest

Ein Eindruck, der durch unsere Test-Messungen bestätigt wird. Eine Kontraststärke von 720:1 gibt ebenso Punktabzüge wie die geringe Leuchtstärke von 382,95 cd/m2 bei maximaler Display-Helligkeit (adaptive Helligkeit aus). Die Genauigkeit der Darstellung von Grautönen ist mit einem Delta-E-Wert von 23,69 bei einer Grautreppen-Messung eher unbefriedigend. Ganz im Gegenteil zu dem Messergebnis der Farbtreppe, welche mit einem Durchschnittsergebnis von 5,66 Delta E recht gut im Vergleich zu anderen Smartphone-Displays die Farben wiedergibt.

System: Hardware, Software und Bedienung

Angetrieben wird das Umidigi Crystal von dem Mediatek-SoC MTK6750T, einem Octa-Core-Prozessor, dessen vier ARM-Cortex-A53-Kerne mit 1,5 GHz und vier ARM-Cortex-A53-Kerne mit 1 GHz nach dem Big-Little-Prinzip arbeiten und der an einen 4 GB großen Arbeitsspeicher angebunden ist. Als Grafikchip kommt die 2014 vorgestellte Mali-T860 MP2 mit einer maximalen Taktfrequenz von 650 MHz zum Einsatz. Sie ist im Grunde genommen eine "gepimpte" Mali-T760, die zur Wiedergabe des YUV-Videoformats mit 10 Bit Farbtiefe pro Kanal in der Lage ist. Maximalwerte von 16 Bildern pro Sekunde im GFXBench-Test T-Rex 1.080p Offscreen zeigen, dass das Umidigi Crystal kein Smartphone fürs Gaming ist. Selbst bei einfachen Anwendungen wie Scrollen im Browser treten kleine Ruckler auf. In anderen Benchmarks erreicht das Umidigi Crystal Ergebnisse auf dem Niveau eines OnePlus One, eines Samsung Galaxy S5 oder eines LG G3 - allesamt vor mehreren Jahren herausgekommene Smartphone-Modelle.

Umidigi Crystal im Benchmark | (c) Areamobile
Umidigi Crystal im Benchmark
Benchmark Umidigi Crystal
OnePlus One
Samsung Galaxy S8
AnTuTu 43.442 Punkte 36.650 Punkte 172.491 Punkte
Geekbench 4 600 Punkte (Single)
2.561 Punkte (Multi)
982 Punkte (Single)
3.125 Punkte (Multi)
2.011 Punkte (Single)
6.742 Punkte (Multi)
GFX Benchmark
(T-Rex Offscreen)
16 FPS
28 FPS 120 FPS
3DMark
(Icestorm Unlimited)
9.466 Punkte
19.245 Punkte
29.373 Punkte
Sunspider 1.875 Millisekunden
973 Millisekunden 294 Millisekunden

Das Umidigi Crystal gibt es wahlweise mit 4 GB RAM und 64 GB Programmspeicher oder 2 GB RAM und 16 GB Programmspeicher. Beide Varianten lassen sich mithilfe einer microSD-Speicherkarte erweitern. Aufgrund des Hybrid-Slots, muss sich der Nutzer zwischen dem Betrieb von zwei Nano-SIM- oder einer Nano-SIM-Karte zuzüglich Speichererweiterung entscheiden. Neben den üblichen GSM-, UMTS- und LTE Frequenzbändern unterstützt das Crystal auch das häufig nachgefragte Band 20. Bluetooth wird im Standard 4.0, WLAN in den IEEE802.11-Varianten a, b, g und n unterstützt. Der USB-Port-C-Anschluss überträgt Daten im 2.0-Standard.

Umidigi Crystal veraltete Google-Apps | (c) Areamobile
Umidigi Crystal veraltete Google-Apps

Obwohl auf dem Umidigi-Smartphone im Test Android 7.0 Nougat vorinstalliert ist, wirkt die Benutzeroberfläche alt. Grund dafür sind die vom Hersteller aufgespielten Android-Anwendungen aus Android 4.4 Kitkat, die sich leider nicht mehr aktualisieren lassen, da sie im Google Play Store nicht mehr verfügbar sind. Einige Anwendungen wie beispielsweise der Google Kalender lassen sich dementsprechend zweimal installieren (siehe Beispielbilder). Neure System-integrierte Google Anwendungen bleiben dem Nutzer verwehrt. Bloatware findet sich auf dem Gerät nicht - ein UKW-Radio, ein Screen-Recorder und ein Equalizer sind die einzigen zusätzlich installierten Anwendungen.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Design, Display und Performance
  2. Kamera, Akku und Test-Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 11.10.17 11:29 spider50 (Youngster)
    Sehr aufschlussreich...

    Ein schöner Test. Hatte selbst die Versuchung, das UMIDIGI Crystal einmal auszuprobieren.

    Nach diesem Ergebnis bin ich aber froh, die Zeit damit nicht verschwendet zu haben.

    Bitte mehr Tests von interesssanten China-Phones der Marken Elephone, Xiaomi, Umidigi, ulefone, AGM, Nomu und Konsorten.

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