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Autor: Stefan Schomberg 12.07.2017 - 18:00 | 9

LG Q6 Testbericht

LG Q6 Hands-on: Endlich ein ordentliches Mini!

Auf der IFA-Preview hat der koreanische Hersteller LG das Q6 vorgestellt. Das Smartphone orientiert sich in vielen Bereichen am Spitzenmodell LG G6, macht aber in anderen Abstriche und dürfte daher preislich weit attraktiver sein – was genau das Modell kosten soll, wollte man aber noch nicht verraten. Lest hier, wie sich das Modell beim ersten Ausprobieren geschlagen hat!

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das LG G6 ist das Spitzenmodell von LG - und es musste sich als Topmodell einiges an Kritik gefallen lassen, weil unter anderem nicht der stärkste verfügbare Prozessor drin steckt und das Smartphone trotz Glasrückseite in Europa nicht kabelloses Laden unterstützt. Dennoch scheint die Gesamtstrategie des Unternehmens mit dem Wagnis des außergewöhnlichen Displays aufzugehen. Denn jetzt kommt demnächst das LG Q6 auf den Markt - angeblich, weil das Gerät von Nutzern gefordert wurde. Und zwar von Nutzern, die zwar einige der Features des G6 haben, aber den hohen Preis eines Spitzenmodells nicht bezahlen wollten.

LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
LG G6 und Q6
LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Nur eine Kamera und kein Fingerabdrucksensor beim Q6

LG macht daraus gleich eine neue Reihe. Später werden also weitere Q-Modelle folgen. Das LG Q6 orientiert sich am LG G6 und übernimmt dessen FullVision-Display, also das hohe Verhältnis von Display zu Gehäusefront. Außerdem ist die gleiche Weitwinkel-Frontkamera mit dabei, wie auch das widerstandsfähige Design mit Metallrahmen, der jetzt sogar noch mehr einstecken kann. Auf den ersten Blick ist das LG Q6 ein LG G6 - nur kleiner. Das merkt man im direkten Vergleich zum Spitzensmartphone, dadurch liegt das neue Modell aber auch noch einmal etwas besser in der Hand. Das Display wirkt fast genauso beeindruckend - nur fast, denn der seitliche Rand ist etwas breiter als beim G6. Dafür wurden die Display-Ecken nun sorgfältiger abgerundet und es gibt auch keinen schwarzen Rand mehr zwischen Gehäuse und Display. Der fällt beim G6 vor allem bei den helleren Farbgebungen auf, bei einem schwarzen Modell hingegen gar nicht. Das Display selbst ist auf dem Papier nicht mehr ganz so scharf wie beim G6. Es bietet auf 5,5 Zoll nur noch erweiterte Full-HD-Auflösung. Die 2.160 x 1.080 Pixel reichen aber für ein sehr scharfes Bild aus, die Bildschärfe liegt bei guten 439 Pixel pro Zoll.

LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Gleiche Frontcam wie beim G6
LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Spitzenmäßge Verarbeitung

Die Verarbeitung ist auch beim abgespeckten Spitzenmodell vorbildlich, ganz im Gegenteil zum Wertigkeitseindruck. Hauptgrund hierfür ist die Verwendung von Kunststoff statt Glas auf der Rückseite, das bei den von uns begutachteten Vorserienmodellen zudem noch sehr kratzempfindlich war. Ohnehin wird auf der Rückseite der größte Unterschied zum teureren Topmodell sichtbar. Denn hier fehlt nicht nur die zweite Optik der Hauptkamera, sondern auch der rückseitig platzierte Powerbutton samt Fingerabdrucksensor.

Technik - Top-Features und Abstriche

Als Ersatz stellt LG dem Nutzer eine überarbeitete und an einen Lagesensor gekoppelte Gesichtserkennung zur Verfügung. Hebt er das LG Q6 auf Kopfhöhe, scannt die Frontkamera das Gesicht und entsperrt das Gerät bei Übereinstimmung mit den zuvor hinterlegten Daten. Dabei soll das Smartphone angeblich ein echtes Gesicht von einem Foto und sogar einem Video unterscheiden können. Die Gesichtsentsperrung soll also sicherer als bei der Konkurrenz sein.

LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Nur eine Kamera und auch nicht die gleiche wie im G6
LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Ob die Kamera-Qualität ans G6 herankommt?

Genauso langsam ist sie allerdings auch und damit kein ordentlicher Ersatz für einen guten Fingerabdrucksensor. Zwar klappte die Erkennung beim ersten Ausprobieren bei gutem Licht sehr gut und schnell, bei schwindendem Umgebungslicht dauerte das Entsperren aber naturgemäß spürbar länger. Außerdem will man sein Smartphone auch nicht immer direkt vor das Gesicht halten müssen. Die Weitwinkeloptik der Hauptkamera des G6 fiel beim Q6 hingegen dem Rotstift zum Opfer, auch scheint es sich um einen anderen Sensor zu handeln. Zur Bildqualität können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen.

LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
Aktuelles Android und Sicherheits-Patch
LG Q6 Hands-on | (c) Areamobile
LG G6 und Q6: Unterschiedlich und doch ähnlich

Ebenfalls ein Resultat des (hoffentlich) niedrigeren Verkaufspreises ist die Entscheidung, statt des Snapdragon 821 aus dem Spitzenmodell einen Snapdragon 435 zu verwenden, der von 3 statt 4 GB RAM unterstützt wird. Da wundert es schon fast, dass LG 32 GB internen und natürlich erweiterbaren Speicher einbaut, anstatt auch hier den Rotstift anzusetzen. Vielleicht hat der Hersteller hier auf die berechtigte Kritik von Nutzern und Presse gehört - für ein Spitzenmodell ist das einfach zu wenig. Für das Mittelklassemodell Q6 geht das hingegen in Ordnung. Kabelloses Laden gibt es weiterhin nicht, außerdem Micro-USB statt USB Typ C. Die Wasserdichtigkeit wurde von Schutz gegen Untertauchen, auf Schutz gegen Spritzwasser gesenkt.

Vorläufiges Fazit

Das neue LG Q6 soll Oberklasse-Features mit einem "erschwinglichen Mittelklassepreis" vereinen - warum nicht? Das ist letztendlich keine schlechte Idee: Man orientiert sich am Design des Topmodells und reitet so auf dessen Erfolgswelle mit. Das ist eigentlich genau das, was die Hersteller in den letzten Jahren mit ihren Minis gemacht haben. Nur waren das - überspitzt gesagt - technisch Graupen, die außer dem Aussehen nichts mehr mit dem Spitzenmodell gemein hatten. Beim LG Q6 ist das anders. Klar gibt es Abstriche bei der Ausstattung, schließlich muss der niedrigere Preis ja auch irgendwo herkommen. Aber es gibt eben auch technische Parallelen, wie etwa das fast die komplette Front einnehmende Display, das nach Samsungs Galaxy S8 (Plus) und dem LG G6 nun auch in die Mittelklasse kommt. Letztendlich kommt es auf den Preis an, den LG jetzt noch nicht nennen wollte. Für eine UVP von um die 399 Euro wäre das LG Q6 ein tolles Smartphone.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 12.07.17 20:07 TONG (Handy Profi)
    Was ist z.Zt. los bei Euch?

    Habt Ihr Angst, dass Ihr keine Event-Einladungen oder Testgeräte mehr bekommt?

    "Man orientiert sich am Design des Topmodells und reitet so auf dessen Erfolgswelle mit."

    Topmodell vielleicht...zumindest für LG-Verhältnisse aber Erfolg? Das soll wohl ein Witz sein.
    Wie auch schon der Vorgänger ist das aktulle G6 eher ein Rohrkrepierer.


    "Für eine UVP von um die 399 Euro wäre das LG Q6 ein tolles Smartphone."

    399 EUR für ein Gerät mit nur einem Einsteiger- bis Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 435 und ohne Fingerabdrucksenor wäre eine Katastrophe und viel zu viel.

    Auch wenn es mit 5,5 Zoll recht kompakt gebaut ist, ist diese Displaygröße nicht von jedem gewünscht, da es trotzdem unhandlich ist und ein Xiaomi Redmi 4X kostet mit der ansonsten gleichen Hardware aber zusätzlichen Fingerabdrucksensor nur 130 EUR.
    Und bei dessen 5 Zoll-Display das "nur" HD bietet, sieht man, dass selbst diese sehr gut aussehen und gut sein können.

  2. 12.07.17 22:45 idm (Youngster)

    Wo führt das hin, wenn ein 5,5" Gerät jetzt schon als Mini bezeichnet wird?

  3. 13.07.17 09:58 blueskyx (Member)

    @ idm

    Sehe ich ähnlich. Allerdings ist das Gerät aufgrund der sehr schmalen Ränder in der GEsamtgröße deutlich "kleiner". Von daher sollte man eher die Abmessungen (fehlen hier leider) als die reine Displaygröße heranziehen.

  4. 13.07.17 10:01 blueskyx (Member)

    Habe mir gerade mal das Datenblatt angeguckt. Von den Abmessungen her ist es ziemlich genau so groß wie das Galaxy S7, bei der Displaygröße des S7 Edge. Fänd ich persönlich super.

  5. 13.07.17 10:54 dragon-tmd (Advanced Member)

    Das Ist ein Witz, oder? Ich habe gerade ein NEUES LG G& für 359,90 Euro gekauft!

    Das Q6 darf höchstens 199 Euro kosten um überhaupt konkurrenzfähig zu sein!

  6. 13.07.17 12:45 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Alle nur am heulen. So erbärmlich.

  7. 13.07.17 15:49 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    @TONG und bzgl 5,5 Zoll auch @idm
    Du kannst noch so oft behaupten, dass wir gekauft sind (was du ja mal wieder indirekt tust) und auch, dass 5,5 Zoll viele wegen der Größe nicht haben wollen – du irrst und vergisst dabei, dass das Gerät bei 5,5 Zoll im Q6 so klein wie sonst bei 5 Zoll sind – und das ist doch offenbar (auch) deiner Meinung nach die perfekte Größe?

    @dragon
    199 Euro ist ziemlich lächerlich - das entbehrt einfach jeglicher Grundlage und Realität. Schön, dass sich irgendwer angeblich sein "G&" (neues Modell...?) für 3 Mark Fuffzig bei Ali an der Ecke "gekauft" hat, aber 199 Euro sind für eine UVP des LG Q6 einfach lächerlich. Falls es noch nicht aufgefallen ist orientieren sich Hersteller so gut wie nie am Straßenpreis anderer Modelle...

    Ich senke meine UVP-Vorstellung von mir aus noch auf 349 Euro, das halte ich für sehr realistisch. Können ja gern wetten.

  8. 13.07.17 20:52 blueskyx (Member)

    @ Dragon

    Aber sicher privat oder durch irgendeine Gutschein–Aktion oder ähnliches, oder.

  9. 14.07.17 10:20 chief (Professional Handy Master)

    @Gandalf

    Oh ja

    @Stefan
    "dass das Gerät bei 5,5 Zoll im Q6 so klein wie sonst bei 5 Zoll sind "

    Dazu wäre es echt cool, wenn ihr in Zukunft (so gesehen als Vorreiter der Tech Magazine) auch die Fläche des Displays mit angeben würdet.

    Denn die 5,5" in Format 18:9 (2:1) sind gleich mit 5,5" im "klassischen" 16:9 Format.

    @Thema Q6
    Ich kritisiere ja selten Preis/SoC Kombinationen aber hier finde ich es doch etwas unpassend bei einer UVP von 399€ nur einen Snapdragon der 400er Reihe zu verbauen. Da sollte das dann schon einer aus der 600er Reihe sein.

    Ansonsten wird es das Gerät schwer haben, wenn man sich die Preisverfall des G6 anschaut. Echt abartig was da abgeht.

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