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Autor: Christopher Gabbert | 05.10.2017 - 13:30 | 5

Google Pixel 2 XL Testbericht

Pixel 2 (XL) Hands-on: Die Google-Smartphones im ersten Test

Mit dem Pixel 2 und Pixel 2 XL hat Google die neue Generation seiner Referenz-Smartphones für Android vorgestellt. Beide sollen die derzeit beste Smartphone-Kamera bieten und besitzen ein brillantes Display sowie weitere besondere Features. Wir haben beide Geräte bereits ausprobieren können und liefern euch einen ausführlichen Ersteindruck.

Google Pixel 2 XL | (c) Areamobile
Google Pixel 2 XL

Die neuen Spitzen-Smartphones von Google sind da. Das Pixel 2 und Pixel 2 XL sind die Referenz-Smartphones mit Android 8 Oreo und bieten daher wie schon das Pixel und Pixel XL besondere Features, die zunächst den Google Phones vorbehalten bleiben. Doch kann Google auch  da ausbessern, wo die Vorgänger ihre Schwächen hatten?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Auf der Vorderseite unterscheiden sich die beiden Pixel-Smartphones deutlich: Während der 5 Zoll große Bildschirm des Pixel 2 breite Ränder ober- und unterhalb des Displays aufweist und damit stark an das Google Nexus 5X erinnert, folgt Google mit dem Pixel 2 XL dem aktuellen Trend großer Displays mit dünnem Rahmen im Vergleichsweise schmalem Gehäuse. Beide Geräte machen beim ersten Hands-on einen hochwertigen Eindruck - das XL-Model wirkt aber modernen und etwas schicker als der 5-Zöller.

Dafür ist das kleinere Modell deutlich handlicher und lässt sich mit Gehäusemaßen von 145,7 x 69,7 x 7,8 Millimeter bei einem Gewicht von 143 Gramm gut mit einer Hand bedienen. Beim Pixel 2 XL mit einer Größe von 157,9 x 76,7 x 7,9 Millimeter und 175 Gramm Gewicht fällt das selbst bei großen Händen schon deutlich schwerer und dürfte für kleine Hände unmöglich sein. Hier ist die Zweihandbedienung Pflicht.

Google Pixel 2 XL | (c) Areamobile
Der Power-Button des Google Pixel 2 XL ist eingefärbt, hebt sich aber haptisch nicht von der Lautstärkewippe ab

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Art, wie das Display beim Pixel 2 XL in das Gehäuse eingelassen ist. Mit den abgerundeten Kanten und etwas zu breit wirkenden Rändern an den Längsseiten wirkt es fast so, als würde das Touch-Panel zu tief unter dem Schutzglas sitzen. Das kriegen Samsung mit dem Galaxy Note 8 und LG beim V30 deutlich besser hin.

Google Pixel 2 XL | (c) Areamobile
Google Pixel 2 XL

Auf der Rückseite sind sich beide Pixel-Smartphones wieder relativ ähnlich. Wie schon bei den Vorgängern ist dabei die Hauptkamera in einer Glasabdeckung eingefasst, die ihrerseits nahtlos ins Metall eingelassen ist, steht aber nun leicht aus dem Gehäuse heraus. Einzig sofort sichtbarer Unterschied ist, dass die Kamera des Pixel 2 XL in der Ecke des Gehäuses sitzt und sich der Dual-Blitz daneben befindet. Beim kleineren Pixel 2 ist der Blitz in der Ecke Platziert, steht zudem leicht aus dem Gehäuse heraus und die Kamera ist links daneben zu finden. Der Fingerabdrucksensor ist im Gegensatz zur ersten Pixel-Generation nicht im Glas, sondern Metall-Body untergebracht und sitzt mittig unter dem Kamera-Modul.

Google Pixel 2 XL | (c) Areamobile
Das Kamera-Modul des Google Pixel 2 (XL) steht heraus

Was Pixel 2 und Pixel 2 XL ebenfalls gemeinsam haben, sind die Stereo-Lautsprecher auf der Vorderseite. Allerdings scheinen sich die Mulden für die nach vorne gerichteten Speaker sehr leicht mit Schmutz und Staub zu füllen. Mit den gleichen Problemen hatten Besitzer des Nexus 6P zu kämpfen, da dadurch das ebenfalls hinter der Abdeckung befindliche Mikrofon verdeckt wurde und man so beim Telefonieren schlecht zu verstehen war.

Display-Größe und -Qualität

Wie im Vorjahr bietet Google auch in diesem Jahr die Pixel-Smartphones mit zwei unterschiedlichen Displaygrößen an. Das kleinere Pixel 2 besitzt ein 5 Zoll großes AMOLED-Display mit FHD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) im 16:9-Format und kommt so auf eine Pixeldichte von 441 ppi. Ein 6 Zoll großes Display mit POLED-Panel und QHD+-Auflösung (2.880 x 1.440 Pixel / 538 ppi) im 18:9-Format lässt der Suchmaschinengigant im Pixel 2 XL verbauen. Beide Bildschirme werden von Gorilla Glass 5 vor Kratzern und Beschädigungen geschützt.

Google Pixel 2 (li) und Pixel 2 XL (re) | (c) Google
Google Pixel 2 (li) und Pixel 2 XL (re) | (c) Google

Beide Displays bilden neben sRGB auch den im Kinobereich eingesetzten größeren Farbraum DCI-P3 ab. Das soll für eine genauere Farbwiedergabe beim Abspielen von Bildern und Videos sorgen, die für 4K-Fernseher erstellt wurden. Allerdings beträgt die Abdeckung beim Pixel 2 nur 95% des Farbraums, während sie beim XL-Modell 100 Prozent ergeben. Das Kontrastverhältnis liegt laut Google bei 100.000:1 und bietet die volle Volle 24-Bit-Farbtiefe bzw. 16,77 Mio. Farben. und überzeugt im Hands-On mit tiefen Schwarzwerten.

Dieses Jahr macht Google auch endlich Gebrauch von den positiven Eigenschaften von OLED-Panels: Ein Always-On-Display zeigt auch im Stand-by-Modus die Uhrzeit und das Datum sowie kleine Icons für eingetroffene Benachrichtigungen. Es schaltet sich automatisch ab, wenn die Sensoren des Smartphones erkennen, dass es in die Tasche gesteckt wurde.

Google Pixel 2 XL | (c) Google
Das Alway-On-Display des Google Pixel 2 (XL) zeigt minimale Infos | (c) Google

OLED-typisch erschienen beim ersten Hands-on die Schwarztöne tief, die Farben kräftig, der Kontrast stark und die Blickwinkelstabilität hoch. Ob das Display allerdings auch hell genug ist, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar zu sein, und wie getreu die Farb- und Grauton-Wiedergabe in Einzelnen ist, wird unser Test ergeben.

System: Hardware, Software und Bedienung

Als Antrieb dient im Pixel 2 (XL) der Octa-Core-Prozessor Snapdragon 835 mit vier auf 2,35 GHz und vier weiteren auf 1,9 GHz getakteten Rechenkernen, Adreno-540-GPU und 4 GB LPDDR4X-RAM. Wie kaum anders zu erwarten zeigt der Chipsatz im ersten Hands-on Spitzen-Performance. Apps öffnen sich ohne Verzögerung und auch der Wechsel zwischen mehreren Apps läuft reibungslos. Mikro-Ruckler oder gar größere Lags waren beim Ausprobieren nicht auszumachen. Was der Chipsatz in den Pixel-Smartphones wirklich leistet, wird unser Test zeigen.

Als Betriebssystem kommt auf dem Pixel 2 (XL) mit Android 8.0.1 Oreo selbstverständlich die aktuellste Version von Googles mobilem Betriebssystem zu Einsatz. Kleine Änderungen gibt es beim vorinstallierten Pixel Launcher: Die Google-Suchleiste ist nun zwischen dem App-Dock und den drei On-Screen-Buttons platziert. Damit ist diese, besonders auf dem 6 Zoll großen Modell, leichter zu erreichen. Neue Live-Wallpaper bringen zudem mehr Bewegung auf den Homescreen. Als Beispiel zeigt Google ein Hintergrundbild, bei dem Wasser an den Strand einer Bucht gespült wird.

Now Playing and Always Listening

Neu ist auch die Anzeige des nächsten Termins aus dem Google-Kalender sowie eine Kurzfassung der aktuellen Wetterlage entlang des oberen Displayrands des Pixel 2 (XL). Ob die Änderungen auch auf den Pixel-Smartphones der ersten Generation Einzug halten, teilte der Hersteller bislang nicht mit. Eine weitere Software-Neuerung ist "Now Playing". Dabei handelt es sich um einen Musikerkennungsdienst, der anders als bislang "Sound Search für Google Play", nicht auf eine Internetverbindung zur Analyse von Musik angewiesen ist. Stattdessen wird einmal in der Woche die Datenbank für den Maschinenlern-Algorithmus aktualisiert, damit die Erkennung auf dem Smartphone selbst durchgeführt werden kann.

Getreu dem Motto "AI First" funktioniert die Erkennung auf Wunsch ganz automatisch. Über das dauerhaft aktivierte Mikrofon, dass auf das Keyword "Ok Google" wartet, wird zum Beispiel die Musik erkannt, die gerade in der Bar läuft und Interpret und Titel auf dem Always-On-Display angezeigt. Mit einem Fingertip auf die Benachrichtigung gelangt man dann zum Google Assistant, wo weitere Informationen bereitstehen und der Titel bei Google Play Music, Spotify oder anderen Diensten zur eigenen Musiksammlung hinzugefügt werden kann.

Active Edge: Die Pixel-Smartphones sind zum Drücken

Von HTC übernommen und in beiden Pixel-Smartphones untergebracht hat Google den druckempfindlichen Rahmen und nennt dich Technik "Active Edge". Sie funktioniert auch, wenn das Display abgeschaltet ist und ermöglicht Nutzern durch Drücken des Rahmens den Google Assistant aufzurufen.

Google Pixel 2 XL | (c) Areamobile
Active Edge auf dem Google Pixel 2 XL

Wie stark dabei gedrückt werden muss, können Nutzer in den Einstellungen selbst bestimmen. Laut Google erkennt das Gerät auch, ob es in einer Halterung im Auto eingesetzt ist und reagiert dann nicht auf den Druck der Befestigung.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Gehäuse-Design, Display sowie Hard- und Software
  2. Kamera-Test, Akku-Laufzeit und Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 05.10.17 14:33 Aerni68
    Viel zu teuer für das Gebotene

    Wenn man sich das Telefon betrachtet, dann ist es definitiv High-end. Allerdings ist es bei dem Preis ein No-go, wieder keine Speicherkarte als Option verfügbar zu haben. Wenn man denn wenigstens eine 256GB Version anbieten würde. Diese Cloud-Lösungen sind für mich nicht akzeptabel. Die Konkurrenz ist da für mich deutlich attraktiver, weil out of the box mehr Flexibilität geboten wird. Da lockt mich dann auch die angeblich so tolle Kamera nicht mehr. Mal sehen, was die Verkaufszahlen sagen werden.

  2. 05.10.17 16:31 DerZander (Handy Profi)

    Heise hat da eine interessante Meinung zu:
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Pixel-2-aus-eigener-Kraft-mehr-wie-Apple-sein-ein-Kommentar-3850110.html

    "Wer die Pixel-Geräte anhand technischer Daten einzuordnen versucht, der sieht nicht, was Google hier unternimmt. Wer ein iPhone kaufen will, der fragt sich allenfalls, welches. Bei Android sieht das anders aus. Da werden Chipsets und Kerne verglichen, RAM-Ausstattungen, Akkugrößen etc. Und genau davon macht sich Google frei. Bei "made by Google" soll sich der Anwender um solche Details nicht sorgen. Ob er nun ein Pixel 2 oder ein Pixel 2 XL kauft, beide haben von allem genug. Die Frage reduziert sich auf groß oder klein."

    (zur Diskussion :)

  3. 05.10.17 20:01 HeroX666 (Youngster)

    @ Aerni68

    Ich mache diesen Preis-Irrsinn sowieso nicht mehr mit. Denn rein vom Mehrwert betrachtet, stimmt das Verhältnis längst nicht mehr...

    ...Vorjahres-Modelle aus dem High-End Bereich reichen für alle Alltags-Aufgaben mehr als aus, sodass ich mir kürzlich das Xperia XZ für 395€ gekauft habe und bin damit voll zufrieden :)

    PS: Gilt meiner Meinung nach für (fast) alle Hersteller, sei es Samsung (S7/S8) Huawei (P9/P10) etc.

    PPS: Wobei ich den fehlenden Slot hier nicht kritisieren würde, da google ganz klar an ihren Cloud Dienst denkt - wobei ich diese Dienste auch nicht nutze ;)

  4. 06.10.17 06:08 Premiumbernd (Newcomer)
    Pixel ist keine Option

    "Mit einem großen Display im jetzt endlich auch wasserdichtem schmalen Gehäuse schließt Google mit dem Pixel 2 XL langsam zu den Flaggschiff-Smartphones der Konkurrenz auf."
    Ganz genau. Schließt eben nur auf, zu einem exorbitanten Preis. Ich suche ein neues Smartphone. Wahrscheinlich wird es das Note 8, ich warte aber noch auf das Mate 10. Nicht ganz aus dem Rennen ist das HTC U11. Note 8 ist bereits stark im Preis gesunken und hat die Stift-Funktion. Dazu einen guten Zoom bei der Kamera, Bokeh brauche ich persönlich nicht. Über das Mate weiß man noch nichts genaues und das HTC hat den Boomsound und auch eine sehr gute Kamera. Das Pixel hat nichts, was mich reizt. Dazu gibt es die Dinger noch nicht mal als Dual Sim. Nee, lass mal.

  5. 13.10.17 23:30 Firesign (Youngster)

    @DerZander

    Apple kann das auch durchziehen, da sie der einzige Hersteller sind. Viel muss man da nicht vergleichen.

    Bei Android siehts ganz anders aus. Es gibt viele Hersteller mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen. Man hat hier eher die Qual der Wahl und kann nicht nur die Displaygrösse wählen. Ich persönlich würde bspw. kein Smartphone mehr kaufen, ohne Simkartenslot oder 3,5mm Klinke für das Headset.

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