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Autor: Björn Brodersen 09.01.2018 - 18:45 | 3

Meizu Pro 7 Testbericht

Testüberblick Meizu Pro 7

  1. Vorbemerkungen, Zusatz- und Hauptdisplay
  2. Design, Performance, Akku-Laufzeit
  3. Konnektivität, Kamera, Test-Fazit
  4. 3 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Kontrastreiches, blickwinkelstabiles Display
  • Lange Akku-Laufzeit
  • Großer interner Speicher
  • Zweites AMOLED-Display
  • Flops
  • Kein LTE 800
  • Kein NFC
  • Unsauberer Unschärfeeffekt bei Porträtfotos
  • Kein Spritzwasserschutz
  • Kein Kundendienst in Deutschland

Meizu Pro 7 Test: Smartphone mit zwei Displays und Dual-Kamera

Zehnkern-Prozessor, Dual-Kamera und zwei AMOLED-Displays: Das Meizu Pro 7 ist ein ganz besonderes Smartphone und für ein 300 Euro teures Mittelklasse-Modell technisch gut ausgestattet. Im Test zeigt das China-Smartphone jedoch auch etliche Schwachpunkte.

Das Meizu Pro 7 ist aus zwei Gründen ein besonderes Smartphone: Es ist das erste Modell im Handel, das von dem Zehnkern-Prozessor Helio X30 von Mediatek angetrieben wird und mit zwei Displays ausgestattet. Auf der Vorderseite des Geräts findet sich ein 5,2 Zoll großer Super-AMOLED-Bildschirm, einen Teil der Rückseite nimmt ein 1,9 Zoll großes Anzeigefenster für die Darstellung von Statusinformationen oder von Benachrichtigungen ein, das ebenfalls auf AMOLED-Technologie basiert. Wir haben das in Deutschland nur über ausländische Online-Shops erhältliche Meizu-Smartphone ausführlich getestet und festgestellt, dass das Zusatzdisplay nicht das entscheidende Kriterium bei der Wahl oder Nichtwahl dieses Smartphones ist.

Unser Testgerät hat der in Shenzhen betriebene CECT-Shop zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um die Version mit der der Modellnummer Pro 7-H (M792Q), die unter anderem einen 4 GB großen Arbeitsspeicher und 128 GB internen Programmspeicher bietet. Diese kostet im CECT-Shop mittlerweile nur noch 299 Euro zuzüglich Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren. Zum Lieferumfang gehören ein USB-Kabel, ein Netzteil und ein Steckdosenadapter, aber kein Headset. Einen Blick in den Karton, in dem das Meizu Pro 7 ausgeliefert wird, könnt ihr in der folgenden Unboxing-Bildergalerie werfen:

Alternativ steht in den Shops noch eine Ausführung mit 64 GB internem Speicher zur Auswahl, die mit dem Helio P25 einen schwächeren Prozessor sowie mit eMMC 5.1 ein langsameres Speichermodul an Bord hat. Außerdem gibt es noch eine größere Plus-Variante mit wahlweise 6 GB oder 8 GB RAM. Bei der Versionsvielfalt kommen nicht nur einige Händler, sondern auch der Hersteller ins Schleudern: Auf kaum einer Website werden diese Informationen präzise und korrekt wiedergegeben - ein Armutszeugnis.

Fenêtre: Das Zusatzdisplay des Meizu Pro 7

Für das Zusatzdisplay an der Rückseite des Geräts verwendet der chinesische Hersteller ein französisches Wort: Fenêtre. Wohl, weil es so bedeutender klingt. Das Panel basiert auf AMOLED-Technologie, misst 1,9 Zoll in der Diagonale und stellt dabei 536 x 240 Pixel bzw. 307 Bildpunkte pro Zoll dar. Die Leuchtkraft gibt Meizu mit 350 cd/m² an, der Kontrast ist AMOLED-typisch sehr stark. Das "Fenster" von Statusinformationen wie die Uhrzeit, Wetter und die am Tag absolvierte Schrittzahl sowie eingehende Anrufe oder Benachrichtigungen an, wenn beispielsweise das Handy mit dem großen Hauptdisplay nach unten auf dem Tisch liegt. So können Anwender Klingelton und Vibrationsmotor ausgeschaltet lassen oder müssen nicht permanent den stärker am Akku zehrenden großen Bildschirm des Meizu Pro 7 einschalten, wenn sie solche Hinweise und Mitteilungen stets gleich sehen wollen.

Meizu Pro 7: Funktionen des Zusatzdisplays | (c) Meizu
Meizu Pro 7: Funktionen des Zusatzdisplays | (c) Meizu

Die Grundidee ist nicht neu. Andere Hersteller haben schon lange vor Meizu ähnliche Konzepte versucht und wieder verworfen: LG mit dem Ticker-Display des V10 und des V20, Samsung mit dem abgeknickten Edge-Display an Modellen wie dem Galaxy Note Edge. Das russische Unternehmen Yota Devices vermarktet dagegen bislang erfolglos auf Smartphones mit jeweils einem großflächigen Display an Vorder- und Rückseite. Durchgesetzt hat sich dagegen die Lösung mit einem großen Screen mit Always-on-Anzeige.

Meizu Pro 7 | (c) Areamobile
Feiner zählen: Schrittzahlanzeige auf dem Fenêtre des Meizu Pro 7

Wie die Zusatzdisplays der Smartphone-Modelle von Samsung, LG und Yota Devices ist das Fenêtre des Meizu Pro 7 berührungsempfindlich, und Anwender können in horizontaler Ausrichtung von Anwendung zu Anwendung scrollen. Auch die Steuerung des Musikplayers des Smartphones ist über den kleinen Touchscreen an der Rückseite möglich. Und auch beim Fotografieren hilft der kleine Bildschirm weiter: Da er je nach Einstellung das Sucherbild anzeigen kann, lassen sich mit dem Meizu Pro 7 problemlos Selfies mit der rückseitigen 12-Megapixel-Dual-Kamera des Geräts schießen, beispielsweise mit Unschärfeeffekt für den Hintergrund. Das Fenêtre sitzt also nicht ohne Grund direkt unter der Doppelkamera und dem Dual-LED-Blitz des Meizu Pro 7.

Display-Größe und -Qualität

Das Hauptdisplay auf der Vorderseite des Meizu-Smartphones misst 5,2 Zoll in der Diagonale und stellt dabei 1.920 x 1.080 Pixel dar bzw. 424 Bildpunkte pro Zoll dar. Im Vergleich mit den Screens einiger Flaggschiff-Modelle anderer Marken ist der Screen des Meizu Pro 7 also im klassischen 16:9-Format gehalten und wirkt auch sonst konventionell: Die Anzeigefläche reicht an keiner Seite bis an den Metallrahmen des Geräts heran, das Schutzglas zeigt keine Wölbung an den Randbereichen.

Meizu Pro 7 im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest: Ausgezeichnete Blickwinkelstabilität | (c) AM

Dafür hat das On-Cell-Display andere Qualitäten wie beispielsweise einen Regler für die Farbtemperatur, einen optionalen Blaufilter für eine augenschonendere Anzeige in dunkler Umgebung, ein sehr hohes Kontrastverhältnis sowie eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Die Full-HD-Auflösung reicht für eine scharfe Darstellung, die von unserem Colorimeter entdeckten geringfügigen Abweichungen bei der Wiedergabe von Farben sind zu vernachlässigen. Die Genauigkeit bei der Darstellung von Grauwerten ist teilweise grenzwertig.

Meizu Pro 7 im Displaytest | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest: Geringfügige Abweichungen bei Farbwiedergabe | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest: Noch akzeptable Abweichungen bei Darstellung von Grautönen | (c) AM

Negativ fällt im Display-Test auf: Die Leuchtstärke geht mit 473,7 cd/m2 bei ausgeschalteter Helligkeits-Automatik zwar absolut in Ordnung, die automatische Helligkeitsanpassung reagiert aber ab und zu träge und der Bildschirm deckt nicht den gesamten sRGB-Farbraum ab - vermutlich wirbt Meizu deshalb mit 103-prozentiger Abdeckung des wenig aussagekräftigen NTSC-Farbraums. Den im Kinobereich eingesetzten größeren DCI-P3-Bereich unterstützt das Meizu Pro 7 nicht - anders als mittlerweile viele Premium-Smartphones.

Meizu Pro 7 im Displaytest | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest: sRGB-Farbraumabdeckung | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest | (c) AM
Meizu Pro 7 im Displaytest: Farbtemperatur | (c) AM

Das große Hauptdisplay geht zwar nicht als randlos durch, die Umrandung an den Längsseiten fällt aber schmal aus, und der Platz ober- und unterhalb des Bildschirms wirkt nicht verschwenderisch. Direkt unter dem Screen sitzt der mechanische Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor, der schnell funktioniert und sich bei Bedarf auch als Steuer-Button einsetzen lässt. Dann kann man in den Systemeinstellungen die Leiste mit den On-Screen-Tasten ausblenden, um mehr Anzeigefläche zu schaffen.

Detailseiten zum Testbericht
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  2. Design, Performance, Akku-Laufzeit
  3. Konnektivität, Kamera, Test-Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 10.01.18 14:00 dragon-tmd (Advanced Member)
    Sinnfreier Test

    Das MEIZU ist ein IMPORT mit MediaTek-CPU, daher

    "Kein NFC" - natürlich nicht, da Mediatek
    "Unsauberer Unschärfeeffekt bei Porträtfotos" - wei bei fast allen Smartphones
    "Kein Spritzwasserschutz" - ist das jetztr schon Standrad?
    "Kein Kundendienst in Deutschland" - ist ja auch ein Import, wie bei ALLEN anderen Modellen "aus China".

    Ich frage mich echt, warum ihr solche Modelle testet und ich sowas auch noch lese.

  2. 10.01.18 15:37 blueskyx (Advanced Member)

    @ dragon-tmd

    Wenn es zu Abzügen bei der Bewertung führen würde, könnte ich Deine Kritik ja verstehen. Aber sie so einfach auf der Negativseite aufzuführen, finde ich völlig legitim.

    Lediglich bei dem Spritzwasserschutz bin ich bei Dir. ;)

  3. 11.01.18 18:54 ego2k1
    Global Version hat LTE 800!

    Entgegen eurem Eintrag in der Flop Liste, unterstützt das Meizu Pro 7 das LTE Band 20 / 800 MHz.
    Ich nutze es selbst!

    Ihr solltet vielleicht darauf hinweisen, dass es eine Version des Gerätes für China und eine für "Global" gibt, welche sowohl die globale Flyme Version (G) als auch LTE Band 20 beinhaltet.

    Diese kann man z.B. in Frankreich, Italien und Spanien u.a. bei Amazon kaufen und hat entsprechend zumindest "europäische Garantie".

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