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Autor: Igor Patalai | 04.03.2018 - 17:00 | 0

Wiko View Prime Testbericht

Testüberblick Wiko View Prime

  1. Wiko View Prime: Gehäuse, Verarbeitung, Display und System
  2. Wiko View Prime: Kamera, Akku, Gesprächsqualität, Klang und Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Stimmige Haptik
  • Gute Hauptkamera
  • 18:9 Displayformat
  • Flops
  • Miese Telefonqualität (-0.5%)
  • Frontkameras nicht scharf genug
  • Kein USB-C

Wiko View Prime im Test: Schicke 18:9-Mittelklasse mit Hörschwäche

Wiko - die französische Handyschmiede ist nach zwischenzeitlichen Ausrutschern wieder bekannt für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Kann sich das View Prime im neuen 18:9-Format für 250 Euro da einreihen, oder müssen wir an anderen Stellen dafür umso mehr Abstriche machen? Wir verraten es euch im Test.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wikos View-Reihe ist die erste Produktlinie des Hersteller mit 18:9-Bildschirmen. Das View Prime ist das Flaggschiff des Trios, zu dem noch das Wiko View und das View XL gehören. Verpackt ist es im Wiko-typischen, grünen Karton. An Zubehör liegt dem View Prime ein Standard-Ladegerät mit Micro-USB-Kabel, Kopfhörer und ein Schlüsselanhänger mit integriertem SimSlot-Öffner bei.

Wiko View Prime | (c) Areamobile
Die Verpackung des Wiko View Prime
Wiko View Prime | (c) Areamobile
Der Lieferumfang des Wiko View Prime
Wiko View Prime | (c) Areamobile
Android Nougat ab Werk

Das Gerät wirkt dank der schmalen Displayränder handlich und auch die 8,3 Millimeter Gehäusetiefe tragen nicht zu dick auf. Die Kanten sind leicht abgerundet und angeschliffen, das Smartphone liegt angenehm in der Hand, hat jedoch durch die glatte Metallplatte nicht allzu viel Grip. Diese Metallplatte zieht zudem Fingerabdrücke magisch an, nach wenigen Handgriffen am Gerät war die Rückseite übersät davon. Davon abgesehen wirkt das Gehäuse sehr hochwertig. Die Verarbeitung ist sauber, das Display-Glas hebt sich klar vom Gehäuse ab. Auf den ersten Blick wirkt die Rückseite des View Prime wie ein Unibody aus Metall, bei genauerem Hinsehen fallen aber die minimal abstehenden oberen und unteren Kanten auf, die aus schwarzem Kunststoff bestehen.

Wiko View Prime | (c) Areamobile
Fließende Übergänge und abgerundete Formen
Wiko View Prime | (c) Areamobile
Metall und Plastik in einheitlichem Design

Unregelmäßige Spaltmaße sind nicht auszumachen, auch die Lautstärke- und An/Aus-Tasten sitzen ohne seitliches Spiel im Gehäuse. Das IPS-Display ist im ausgeschalteten Zustand kaum vom schwarzen Rahmen zu unterscheiden, das verstärkt den soliden Eindruck. Zwei Elemente durchbrechen aber meines Erachtens die Stimmigkeit des ansonsten schicken Designs. Zum einen wirkt das leicht herausragende Kameraelement mit seiner glänzend schwarzen Fläche etwas zu groß dimensioniert im Vergleich zur kleinen Linse und dem kleinen Mono-Blitz, zum anderen durchbricht das Firmenlogo mit seiner verspielten Schriftart die ansonsten einfach gehaltene Designsprache des Geräts. Beide Punkte sind natürlich Geschmackssache.

Wiko View Prime | (c) Areamobile
Schicke Rückseite

Die Rückseite des Geräts beherbergt neben einem zweiten Mikrofon auch den Fingerabdrucksensor, der leicht vertieft in das Gehäuse eingelassen ist. Er ist schnell eingerichtet und funktioniert problemlos. Auf der Vorderseite sitzen über dem 5,7 Zoll großen Display die zwei Kameralinsen, ein LED-Blitz und der Näherungs- und Lichtsensor. Das 2,5D-Glas ist zu den Rändern hin leicht abgerundet. Auf der Unterseite sind neben dem inzwischen betagten Micro-USB-Anschluss auch den Mono-Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut. Linksseitig ist der Schlitten für die zwei Nano-Simkarten und die microSD-Karte eingelassen. Auf der Oberseite befindet sich der Kopfhöreranschluss.

Display-Größe und -Qualität

Wiko View Prime im Displaytest - Blickwinkelbilder | (c) Areamobile
Das Wiko View Prime bietet gute Blickwinkelstabilität

Das hervorstechendste Merkmal des Wiko View Prime ist sein Display im neuen 18:9-Format.
In seiner Preiskategorie muss es nur wenige ernstzunehmende Konkurrenten mit diesem Format fürchten, das Gigaset GS370 wäre zum Beispiel einer davon. Verbaut hat Wiko im View Prime ein 5,7 Zoll großes IPS-Panel, das mit HD+, also 1.440 x 720 Pixel, auflöst. Auf dem Papier gibt es sicherlich schärfere Kandidaten, aber tatsächlich lassen sich bei 282 PPI einzelne Pixel im Alltag kaum ausmachen. Was aber sofort auffällt, ist die mittelmäßige Farb- und Kontrastwiedergabe. Das Rot des voreingestellten Wallpaper wirkt etwas fahl. Text wiederum wird scharf und kontrastreich angezeigt. Die Helligkeit ist auch bei Tageslicht ausreichend.

Der Displaytest bestätigt das. Ein mittelmäßiger, doch absolut alltagstauglicher Kontrast von 738:1 gibt zwar keinen Grund für Luftsprünge, doch die allermeisten Nutzern werden sich nicht daran stören. Die Grauwerte weichen mit rund 15 Punkten auffallend stark vom Sollwert ab, der bis etwa 10 Punkte in Ordnung wäre. Ein typisches IPS-Problem in der Mittelklasse. Schwarz wirkt natürlich nicht ganz so brillant dunkel wie bei den AMOLED-Pendants. Farben weichen in einem nicht mehr sichtbaren Bereich von knapp 5 Punkten ab, ein erfreulich guter Wert. Positiv auffallend ist auch die hohe Helligkeit. Das Display lässt sich bei Tageslicht problemlos ablesen und kommt auf satte 523 cd/m² Leuchtkraft.

Wiko View Prime im Displaytest | (c) Areamobile
Wiko View Prime im Displaytest
Wiko View Prime im Displaytest | (c) Areamobile
Wiko View Prime im Displaytest

Beim Displaytest kommen außerdem Ungleichmäßigkeiten bei der Hintergrundbeleuchtung des IPS-Panels ans Licht. Am unteren und oberen Rand kommen Lichthöfe zum Vorschein. Selbst bei Tageslicht sind diese noch erkennbar, wohlgemerkt aber nur bei einem komplett schwarzen Bild und auf maximaler Helligkeitsstufe.

Wiko View Prime im Test | (c) Areamobile
Sichtbare Lichthöfe

Das Display des View Prime kann problemlos von allen Seiten beäugt werden, verschiedene Blickwinkel sind kein Problem für Wikos Vorzeigegerät. Die Farben bleiben stabil und der Text gut ablesbar, einzig die Ansicht von Oben dunkelt das Display IPS-typisch nach unten hin ab. Das macht Hoffnung für den Nachfolge Wiko View 2, der bald auf den Markt kommen wird.

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Wiko View Prime läuft ab Werk noch mit Android 7 Nougat samt hauseigenem Launcher, der bunt ist und sich optisch an Googles Material Design orientiert. Das neueste Android-Sicherheitspatch aus dem Februar 2018 ist noch nicht drauf, Wiko lässt sich hier etwas zu viel Zeit. Auch beim Thema Bloatware gibt es Optimierungsbedarf, auf dem Smartphone sind einige Drittanbieterapps vorinstalliert. Von der Shopping-App Wish über den Nachrichtenticker News Republic, der mir mit unangenehmer Regelmäßigkeit Boulevardnews als Pushnachrichten aufs Display schickt, und dem Bauernhof-Simulator Family Farm sind noch andere Apps vorinstalliert, die unnötig Speicherplatz belegen und kostbare Lebenszeit beim Deinstallieren kosten.

Wiko View Prime im Test | (c) Areamobile
Das System ist am Material Design angelehnt
Wiko View Prime im Test | (c) Areamobile
Schon werksseitig sammelt das System fleißig Daten

Das System hat satte 4 GB Arbeitsspeicher und wird vom gemütlichen Mittelklasse-SoC Qualcomm Snapdragon 430 angetrieben. Die 8 Kerne des Prozessors takten mit je 1,4 Gigahertz, als Grafikbeschleuniger kommt eine Adreno 308 zum Einsatz. Leistungstechnisch liegt das Wiko View Prime damit etwa auf dem Niveau eines Samsung Galaxy J3 (2017) und einem Nokia 5. Im Antutu-Benchmark erreicht Wikos Mittelklasse passable 43.949 Punkte. Grafisch aufwendige Spiele wie Asphalt 8 lassen sich flüssig spielen, selbst wenn Youtube und andere Programme im Hintergrund nicht ausgeschaltet wurden. Im Alltag hingegen sind Mikroruckler an der Tagesordnung. Die kommen so oft und stetig vor, dass es fast schon etwas entschleunigendes hat. Das geht besser.

Wiko View Prime im Test | (c) Areamobile
Asphalt 8 läuft flüssig | (c) Gameloft

Das Systemmenü ist stellenweise etwas träge, genauso wie die Wlan-Verbindung, denn dem Wiko View Prime fehlt der ac-Standard. Während ein Samsung Galaxy S8 mit über 100 Mbit/s in unserem Netzwerk unterwegs ist, kommt das View Prime immerhin noch auf 50 Mbit/s. Angenehm groß ist der interne Speicher bemessen, 64 Gigabyte plus separatem microSD-Slot neben den beiden Nano-Sim-Slots für bis zu 128 Gigabyte große Speicherkarten bieten genug Stauraum für Daten und Apps. Neben LTE Cat.4 mit bis zu 150 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit funkt das View Prime außerdem mit Bluetooth 4.2, NFC ist nicht an Bord. Der Micro-USB-Anschluss überträgt im langsamen 2.0 Standard. Auf der Oberseite hat das Wiko einen klassischen Klinkenanschluss verbaut und legt auch gleich ein Headset bei, mit dem das integrierte FM-Radio genutzt werden kann.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Wiko View Prime: Gehäuse, Verarbeitung, Display und System
  2. Wiko View Prime: Kamera, Akku, Gesprächsqualität, Klang und Fazit
 
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