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Autor: Stefan Schomberg 17.10.2017 - 18:18 | 2

Xiaomi Mi Mix 2 Testbericht

Testüberblick Xiaomi Mi Mix 2

  1. Design, Verarbeitung, Hard- und Software
  2. Kamera, Sprachqualität, Akku und Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr schickes Design
  • Tolles Display
  • Super Hardware
  • Ordentliche Kamera
  • Flops
  • Frontkamera unter Display unpraktisch

Xiaomi Mi Mix 2 Test: Nicht nur preislich im Rahmen

Nach wie vor ist Xiaomi hierzulande nur wenigen Smartphone-Fans ein Begriff, schließlich sind die Geräte hier offiziell nicht vom Hersteller erhältlich. Das ist schade, denn nicht nur für Liebhaber ungewöhnlicher Smartphones können die Modelle durchaus interessant sein. Wir verraten im Test, ob das Xiaomi Mi Mix 2 ein lohnendes Import-Objekt ist.

Das Xiaomi Mi Mix hatten wir seinerzeit auch im Test. Es punktete mit neuartigem Design und tollem Display, auch wenn es längst nicht in allen Bereichen überzeugen konnte. Beim Nachfolger will Xiaomi die Fehler des ersten Modells ausbügeln und implementiert daher etwa einen zusätzlichen echten Lautsprecher und ein ordentliches Mikrofon für bessere Sprachqualität und dreht auch sonst an einigen Stellschrauben. Ob das reicht, um das Mi Mix 2 im Test gut abschneiden zu lassen?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
Im Test: Xiaomi Mi Mix 2

Beim Design macht Xiaomi beim Mi Mix 2 im Test schon mal alles richtig. Die Rückseite sieht zwar aus wie Glas mit angenehmen Rundungen zu allen Kanten, allerdings verwendet der Hersteller einen Keramikwerkstoff, der nicht nur elegant aussieht, sondern auch extrem unempfindlicher gegen Kratzer sein soll. Tatsächlich verewigte sich während des Testzeitraums nicht ein einziger Kratzer auf der Oberfläche. Nur bei Stürzen sollte man aufpassen, denn Keramik ist zwar sehr hart, neigt dann aber unter Umständen zum Brechen. Schutz davor bietet die im Lieferumfang enthaltene Schutzhülle, die dann aber natürlich den Blick auf das schicke Design verhindert. Aber selbst damit fällt auf jeden Fall der goldene Zierring um die Kameralinse auf, der im Gegensatz zum ebenfalls golden aufgeprägten Schriftzug "Mix designded bei Xiaomi" angeblich tatsächlich aus 18-Karat-Gold besteht. Ansonsten findet man hinten nur noch den Dual-LED-Blitz neben der einzelnen Kameralinse und darunter den ebenfalls runden Fingerabdrucksensor.

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
Edle Keramik-Rückseite

Nach der Rundung des Keramikwerkstoffs geht das Material in einen hervorragend verarbeiteten Metallrahmen über. Das Lob betrifft sowohl den bündig integrierten Schlitten für zwei SIM-Karten, die perfekt integrierten Antennenstreifen und auch die optimal zu bedienenden Hardwarebuttons auf der rechten Seite. Minimale Abzüge beim Design gibt es für das "randlose Display", das schlichtweg nicht wirklich randlos ist. Oben sind es bis zum äußeren Gehäuserand etwa 5 Millimeter, seitlich grob 3 Millimeter und unten findet man wie beim Vorgänger noch einmal deutlich mehr. 10 Millimeter sind es jetzt - das ist zwar weniger als zuvor, insgesamt aber immer noch weit von randlos entfernt. Das darf man letztendlich aber nicht überbewerten - auch die Paradebeispiele für randlose Displays, nämlich Samsung Galaxy S8 und LG G6, haben sehr wohl sichtbare Display-Ränder. Gerade beim Samsung-Modell werden die aber vor allem an den Seiten weit besser kaschiert.

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
Tolle Verarbeitung und schicker Metallrahmen

Durch das ungewöhnliche Format mit "randlos" oben und an den Seite wandert die Frontkamera wie schon beim ersten Mi Mix in die untere rechte Ecke des Smartphones. Das ist im Alltag eher unpraktisch, da schnell die eigene Hand im Weg ist und man instinktiv die Frontkamera über dem Display sucht. Trotz der Materialien und der Form des Mi Mix 2 im Test beherrscht das Smartphone übrigens weder induktives Laden, noch ist es wasserdicht.

Display-Größe und -Qualität

Xiaomi Mi Mix 2 im Displaytest | (c) Areamobile
Xiaomi Mi Mix 2 im Displaytest

Och nö, schon wieder so ein riesiger 6-Zöller? Die Display-Größe stimmt, aber riesig ist das Xiaomi Mi Mix 2 im Test nun nicht unbedingt. Denn durch die schmalen Ränder ist das Gehäuse trotz des großen Displays nicht viel größer als der Touchscreen. Xiaomi setzt auf einen Screen im 18:9-Format und eine Auflösung von 2.160 x 1.080 Bildpunkten - das ergibt knapp über 400 PPI und darf daher ruhig als scharf bezeichnet werden.

Bei den Messwerten wie auch im Alltag weiß das Display durchaus zu gefallen. Zwar fällt der Kontrast nicht übermäßig stark aus, dafür passen aber Helligkeit und auch die Farbgenauigkeit, die vor allem bei der Grautreppe erstaunlich treffsicher ist. Bei der Blickwinkelstabilität gibt es von unten auf das Mi Mix 2 geschaut noch Verbesserungsbedarf, hier bemerkt man vergleichsweise starke Abschattung. Aus anderen Richtungen gibt es aber nichts zum Meckern. Insgesamt beeindruckt das Display vor allem damit, dass es eben kaum Rand aufweist - das wirkt einfach hochwertig, auch wenn es nicht zu 100 Prozent randlos ist.

Xiaomi Mi Mix 2 im Displaytest | (c) Areamobile
Xiaomi Mi Mix 2 im Farbtest
Xiaomi Mi Mix 2 im Displaytest | (c) Areamobile
Xiaomi Mi Mix 2 im Graustufentest

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Xiaomi Mi Mix 2 gibt es in unterschiedlichen Ausführungen mit 64, 128 und 256 GB internem UFS-2.1-Speicher. Hinzu kommen 6 GB RAM, in der Special Edition mit zusätzlich zweiter Goldeinfassung um den Fingerabdrucksensor und komplettem Unibody aus Keramik sind es sogar 8 GB RAM. Diese Version ist allerdings nur mit 128 GB zu haben. Eine Möglichkeit zur Speichererweiterung per microSD fehlt allen Modellen, stattdessen bietet das Smartphone eine Aufnahme für zwei SIM-Karten. Unser Testmodell kam in der kleinsten Konfiguration zu uns, zeigte aber auch damit keine Schwächen. Überraschend ist das nicht, schließlich steckt in allen Versionen des Smartphones ein Snapdragon 835 unter der Haube, der mit der erweiterten Full-HD-Auflösung des Displays kaum gefordert wird. Im Alltag, etwa bei 3D-Spielen, gibt es daher natürlich auch keine Probleme, Ruckler oder Hakler beim Multitasking bemerkten wir nicht. Das ist auch in näherer Zukunft nicht zu erwarten, wenn irgendwann einmal 6 oder gar 8 GB tatsächlich spürbar genutzt werden können.

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
Homescreen

Bei der restlichen Technik gibt es ebenfalls kaum offene Wünsche. Besonders wichtig ist bei Smartphones aus China, ob sie das für Europa wichtige LTE-Band-20 unterstützen - der Vorgänger kam ohne in den Handel, das Xiaomi Mi Mix 2 im Test unterstützt jetzt hingegen alle hierzulande wichtige Bänder und bietet Geschwindigkeiten bis 600 MBit/s im Download (Cat 12). Weitere Features sind Bluetooth 5.0, WLAN ac, GPS mit Glonass und Beidou, NFC, ein sehr schnell und gut reagierender Fingerabdrucksensor und neben Gyro-, Licht- und Beschleunigungssensor auch einen Ultraschall-Annäherungssensor, der das Display bei Bedarf deaktiviert. Er liegt unter dem Display-Glas und ist daher nicht zu sehen. Einen Anschluss für 3,5-Millimeter-Headsets sucht man vergeblich, stattdessen legt Xiaomi einen Adapter von USB Typ C auf Klinke bei. Die Lautsprecher des Smartphones sind laut und klar, sie übersteuern dabei nicht. Im Gegensatz zum Vorgänger fügt Xiaomi nun noch einen echten Telefonielautsprecher hinzu, der im Musikbetrieb und bei Telefonaten die Höhen wiedergibt. Er ist aber bei Musik etwa zu leise, so dass im Querformat der am Fußende des Gerätes angebrachte Lautsprecher dominiert.

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
Englische Tastatur bei unserem Testmodell - inzwischen gibts auch Deutsch

Bei der Software muss man hierzulande zumindest in begrenztem Umfang leidensfähig sein. Unser Testmodell vom DECT-Shop weist nämlich noch das originale ROM aus China auf, das ausschließlich Chinesisch, alternativ aber auch Englisch beinhaltet. Großartig angepasst wurde die Software dabei nicht, allerdings kam unser Modell bereits mit vorinstalliertem Play Store zu uns. Die vielen chinesichen Apps, die man wegen der landestypischen Schriftzeichen hierzulande nicht einmal ansatzweise lesen kann, muss man dann halt hinnehmen oder manuell entfernen. Ein Sprachenmischmasch, wie wir ihn schon bei anderen Smartphones aus China erlebt haben, findet man beim Mi Mix 2 ansonsten in den Menüs nicht vor. Über Android 7.1.1 legt Xiaomi wie immer seine eigene Nutzeroberfläche MIUI, hier in Version 8.5. Sie erinnert an eine bunte Mischung aus Android und iOS und verzichtet nicht nur auf den Appdrawer, sondern bietet auch jede Menge Zusatzfunktionen. Hat man sich daran erst einmal gewöhnt, so bietet sie durchaus sinnvollen Mehrwert. Ein Update auf Android 8.0 Oreo ist angekündigt.

Xiaomi Mi Mix 2 | (c) Areamobile
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Bewertet am 31.10.2017

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 18.10.17 13:13 Svensemann (Member)
    G6 für 330€ ?

    HI, in welchem renomierten Shop gibt es denn das G6 für 330€ ?

    KKG Technik ist mir etwas suspekt, alles andere beginnt bei 400€...

  2. 21.10.17 02:58 sam.malone (Member)
    Tops und Flops-Fehler !

    Lieber Stefan Schomberg,

    ich möchte dir rasch die unterschwellige Botschaft erklären die entsteht, wenn man eine falsche Begrifflichkeit verwendet:

    Wenn man im heutigen Sprachgebrauch, welcher - insbesondere im technolgischen Bereich - geprägt ist durch die Verwendung mannigfaltiger Superlative, die Formulierung "ordentliche Kamera" verwendet, dann bedeutet das heutzutage nicht mehr und nicht weniger als "die Kamera ist Scheisse".
    "Ordentlich" steht in diesem Fall für Mittelmaß, für Beliebigkeit und für Allerweltsniveau.
    Wenn ihr also vor hattet, die Kamera als besonders gut bzw. - wie in diesem Fall -, als ein TOP-Merkmal herauszustellen, dann müsst ihr dafür Begrifflichkeiten wählen, wie ihr es aus dem Sprachgebrauch von Samsung-Handys kennt, als da wären "herausragend", "großartig", "phantastisch" usw....

    "Ordentlich" gehört dem Sprachverständnis nach viel eher in die Kategorie "Flops".

    Nicht, dass Ihr die Feinheiten solcher unterschwelligen Botschaften nicht auch selbst kennen würdet, ihr sollt aber wissen, WIR kennen sie auch....;-)

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