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Autor: Stefan Schomberg 05.11.2017 - 13:00 | 2

Huawei Mate 10 Lite Testbericht

Testüberblick Huawei Mate 10 Lite

  1. Design, Display, Hardware, Software
  2. Kamera, Akku, Sprachqualität, Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design, tolle Verarbeitung
  • Gutes Gesamtpaket
  • Ordentliche Kamera
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Flops
  • Derzeit nur Android 7.0
  • Micro-USB statt USB-C

Huawei Mate 10 Lite Test: Die logischere Wahl

Das Huawei Mate 10 Lite ist die günstigste Möglichkeit, an ein Mate-10-Phablet zu kommen. Das geht natürlich im Vergleich zum Spitzenmodell mit einigen Einschränkungen bei der Technik einher. Wir verraten im Test, ob die Einschnitte zu verkraften sind oder ob Huawei das Mate 10 Lite zu sehr beschneidet.

Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
Im Test: Huawei Mate 10 Lite

Vier Modelle gibt es vom Huawei Mate 10: Das Topmodell Huawei Mate 10 Pro, das wir bereits getestet haben, das Mate 10 Porsche Design, das Mate 10 und das Mate 10 Lite. Die Porsche-Version gibt es nur in geringer Stückzahl, das Mate 10 ohne Zusatzbezeichnung ist für China gedacht - bleiben noch zwei Modelle, zwischen denen man hierzulande wählen kann, und zwar die Pro- und die Lite-Version. Mengenmäßig dürfte wohl das Huawei Mate 10 Lite im Test mehr Verbreitung finden, schließlich ist das Modell nicht einmal halb so teuer wie das Pro-Modell. Seltsam nur, dass Huawei das Lite-Modell bei der offiziellen Vorstellung nicht mit einem Wort erwähnt hat. Ein Grund dafür dürfte sein, dass der Hersteller das Modell schon zuvor in China als G10 vorgestellt hatte.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design merkt man das schon mal nicht großartig. Klar - es gibt kein schickes Glas, sondern einen Unibody aus Metall, der zu den Seiten hin stark gerundet ist und durchaus gewisse Ähnlichkeiten zu einem iPhone 7 oder einem HTC One A9 aufweist. Das macht aber nichts, es gibt genug Eigenständigkeit, damit das Huawei Mate 10 Lite im Test nicht als stumpfe Kopie eines anderen Originals durchgeht.

Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
Tolle Verarbeitung
Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
SIM-Schlitten

Etwa die Anordnung des Fingerabdrucksensors auf der Rückseite, das weitestgehend randlose Display und die langgestreckte Dual-Kamera auf der Rückseite. Zusätzlich ist das Lite-Modell ebenso perfekt verarbeitet wie das Pro-Modell, entsprechend wirkt es absolut hochwertig. Das bemerkt man etwa an den Antennenstreifen, die am oberen und unteren Ende der Rückseite in das Metall eingebracht sind. Die kann man zwar sehen, da sie etwas heller als die Lackierung des Metalls ist, aber sie sind so gut wie nicht zu erfühlen.

Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
Einfach, aber hochwertig

Der SIM-Schlitten ist plan in die linke Metallseite des Smartphones integriert, am Fußende befindet sich der Micro-USB-Port. Wegen der Onscreen-Buttons gibt es nur Lautstärke- und Power-Tasten aus Metall, sie lassen sich dank ihres knackigen Druckpunkts und des angenehmem Tastenhubs hervorragend bedienen. Einziger Wermutstropfen ist die leicht aus der Rückseite hervorstehende Kamera - das bekommen andere Hersteller auch bei einer geringen Bautiefe wie der des Mate 10 Lite (7,5 Millimeter) besser hin. Wegen der starken Rundungen und des schmalen Gehäuses liegt das Huawei Mate 10 Lite im Test sehr angenehm in der Hand, auch wenn das Metall des Gehäuses zumindest bei trockenen Händen immer etwas rutschig ist.

Display-Größe und -Qualität

Huawei Mate 10 Lite im Displaytest | (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Lite im CIE-Displaytest

Der "FullView"-Touchscreen des Huawei Mate 10 Lite im Test mag zwar nicht komplett rahmenlos sein, aber die Ränder fallen an allen Seiten ausreichend schmal aus, um das Gerät immer noch hochwertig wirken zu lassen. Dabei kommt der Screen auf eine Diagonale von 5,9 Zoll im 18:9-Format und bietet die gleiche Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel wie das Pro-Modell. Wegen des etwas kleineren Displays ergibt das eine minimal höhere Bildschärfe von 409 Pixel pro Zoll. Im Betrieb fallen zuerst die satten Farben und der Umstand auf, dass die Darstellungsfläche des Screens sehr nah unter dem Deckglas liegt - das wirkt sehr hochwertig. Da das Display auch noch schön hell und kontrastreich ist, gibt es im Alltag nichts auszusetzen. Lediglich das schnelle Abschatten bei vergleichsweise wenig flachen Winkeln überrascht etwas. Insgesamt bietet der Screen des Huawei Mate 10 Lite im Test ein ziemlich gutes Display.

Huawei Mate 10 Lite im Displaytest | (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Lite im Farbtest
Huawei Mate 10 Lite im Displaytest | (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Lite im Grautreppentest

System: Hardware, Software und Bedienung

Dass in einem 350-Euro-Smartphone kein Spitzen-Chipsatz steckt dürfte klar sein. Entsprechend wartet ein Kirin 659 statt eines Kirin 970 auf seine Verwendung, dem 4 GB RAM statt 6 GB zur Seite stehen. Auch wenn auf den ersten Blick als Acht-Kerner beide Prozessoren gar nicht so unterschiedlich sein mögen, so belehrt ein zweiter Blick eines Besseren. Die CPUs takten zwar immerhin auch bis knapp 2,4 GHz, bestehen aber nicht aus zwei Vierer-Clustern aus starken Cortex A73 und einfachen A53, sondern aus acht Cortex-A53-Kernen. Hier fehlt es dem Kirin 659 im Vergleich klar an Leistung. Noch spürbarer wird der Unterschied der beiden Chipssätzen aber bei der Grafikeinheit. Statt der potenten ARM Mali G72 mit 12 Kernen kann der Kirin 659 nur auf eine Maili T830 mit zwei Kernen zurückgreifen - und das merkt man. Zumindest in Benchmarks. Der Chip bietet Mittelklasse-Leistung wie im aktuellen Huawei Nova 2 und kommt nicht einmal an den zwei Jahre alten Vorgänger des Mate, nämlich an das Huawei Mate 8 mit Kirin 950, heran.

Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Lite - ab Werk ohne App-Drawer, der kann aber eingestellt werden

Ein Unterschied ist auch das Fehlen einer NPU (Neural Processing Unit), die beim Mate 10 Pro überwiegend im Hintergrund Vorgänge optimiert. Was genau damit gemeint ist erfahrt ihr hier in einem Artikel, der sich genau mit dem Thema Künstliche Intelligenz im Mate 10 Pro beschäftigt. Im Alltag stört das aber alles nicht weiter, auch ohne NPU und mit Mittelklasse-Chipsatz gibt es beim Mate 10 Lite keine Ruckler zu vermelden. Auch die Reaktions- und Ladezeit von Apps ist richtig gut - solange es sich um anspruchslose Programme handelt. Bei manchen Spielen, die ohnehin schon lange Ladezeiten haben, wird dann aber schnell ein gravierender Unterschied vom einfachen internen Speicher des Lite-Mate im Vergleich zum UFS-Speicher des Pro-Modells deutlich.

Bei "Need for Speed: No Limit" dauert es etwa 24 Sekunden, bis das Spiel auf dem Mate 10 Pro bereit ist, auf dem Mate 10 Lite dauert das satte 42 Sekunden. Bei "Real Racing 3" beträgt der Unterschied hingegen kaum zwei Sekunden. Spielen lassen sich die genannten Games übrigens trotz der nicht übertrieben üppigen Leistung des Chipsatzes im "leichten" Mate 10 gut - vor allem ein Verdienst der automatischen Grafikanpassung beider Games. Das sieht man natürlich an den reduzierten Details. Andererseits wird selbst auf dem Mate 10 Pro die Grafik bei Real Racing 3 viel zu niedrig angesetzt, weil das Spiel offenbar mit dem Kirin 970 nicht richtig klar kommt.

Huawei Mate 10 Lite | (c) Areamobile
Android 7 und EMUI 5.1 - ein Update ist aber versprochen

Technisch ist das Huawei Mate 10 Lite im Test ansonsten gut aufgestellt, auch wenn es auch hier natürlich nicht mit dem mehr als doppelt so teuren Mate 10 Pro mithalten kann. Das fängt beim halbierten internen Speicher von 64 GB an, geht mit der langsameren LTE-Geschwindigkeit (Cat-6 statt Cat-18) weiter und endet bei Micro-USB 2.0 statt USB-C 3.1. Wirklich störend ist hier allerdings nur der letzte Punkt - Micro-USB sollte in 2017 ab der Mittelklasse der Vergangenheit angehören. Dafür weist das Smartphone so zwingend einen normalen Kopfhörer-Eingang auf, sodass auch herkömmliche Kopfhörer verwendet werden können. Das Mate 10 Pro setzt hier voll auf USB Typ C. Ansonsten gibt es noch WLAN ac mit Wifi-Direct, Bluetooth 4.2, GPS mit Glonass- und Beidou-Unterstützung.

Bei der Software findet man einen weiteren großen Unterschied zum Mate 10 Pro, auf der Lite-Version kommt nur Android 7.0 zum Einsatz und die installierte Nutzeroberfläche trägt die Versionsnummer 5.1. Unterschiede von EMUI 5.1 und 8.0 (wie auf dem Mate 10 Pro) haben wir hier für euch zusammengefasst. Ein Update auf Android 8 ist angekündigt, das Veröffentlichungsdatum hingegen noch nicht.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Design, Display, Hardware, Software
  2. Kamera, Akku, Sprachqualität, Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 06.11.17 10:05 OlliillO (Youngster)
    Kein 5GHz-WLAN

    Habe das Handy (Mate 10 Lite) seit einigen Tagen und war böse überrascht worden, dass es KEIN 5GHz WLAN hat. Lediglich das 2.4 GHz Netz wird unterstützt. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet und dies finde ich wie auch den angestaubten USB-Port nicht wirklich zeitgemäß. Aber nagut. Für das Geld trotzdem ein wirklich gutes Gerät - mir gefällt es.

  2. 06.11.17 12:03 89marco89 (Advanced Handy Profi)

    Heute noch Micro USB? Das geht gar nicht, sowas sollte verboten sein :-)

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