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Autor: Stefan Schomberg 22.10.2017 - 09:00 | 38

Huawei Mate 10 Pro Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Tolles Design
  • Super Kamera
  • Klasse Geschwindigkeit
  • Dual-SIM mit Dual-Active-LTE (Cat.18)
  • Flops
  • Kein QI trotz Glasrückseite
  • Noch Fehler (Display)
  • Kein Hybrid-Slot

Huawei Mate 10 Pro Test: KI macht den Kumpel

Mit Künstlicher Intelligenz soll das Huawei Mate 10 Pro zum richtigen Kumpel für alle Lebenslagen werden. Die dedizierte Neural Processing Unit (NPU) des Chipsatzes Kirin 970 liefert laut Hersteller schneller automatisch die richtigen Einstellungen für bestimmte Anwendungen wie beispielsweise Fotografieren. Kann sich das Phablet damit im Test vor die Konkurrenz setzen?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Für das Mate 9 setzt Huawei auf ein hochwertig anmutendes und robust wirkendes Metallgehäuse. Das neue Huawei Mate 10 Pro im Test zeigt sich hingegen mit einer gläsernen Rückseite und ist entsprechend anfällig für Fingerabdrücke und potentiell auch für Beschädigungen im Falle des Falles. Schon nach kurzer Zeit sieht das ansonsten richtig schicke Smartphone recht unansehnlich aus und muss geputzt werden - wie alle Smartphones mit Glasrückseite. Störender dürfte für viele aber die erhöhte Bruchanfälligkeit des Glaskörpers sein, denn damit wird das neue Huawei-Phablet beim Herunterfallen vermutlich schneller Schaden nehmen als das Vorgängermodell. Allerdings besteht diese Gefahr schon bei jedem Display-Glas.

Huawei Mate 10 Pro | (c) Huawei
Im Test: Huawei Mate 10 Pro | (c) Huawei

Huawei packt eine recht weiche Kunststoffschutzhülle mit in den Lieferumfang. Die schützt auch gegen Fingerabdrücke auf dem Glas (die sind dann in reduziertem Ausmaß auf dem Kunststoff) und vor dem Herunterrutschen des Geräts, wenn es auf glatten, geneigten Oberflächen liegt. Dafür versteckt sie das schicke Design des Phablets, bei dem sich Huawei richtig Mühe gegeben hat. Das Glas der Rückseite ist zu allen Seiten hin stark abgerundet, das Phablet liegt daher trotz der Größe angenehm in der Hand. Der zwischen Frontseiten- und Rückseiten-Glas liegende Metallrahmen wirkt dank schicker Schliffkanten sehr hochwertig, die Antennstreifen sind mit dem Finger nicht zu erfühlen, die metallenen Seitentasten perfekt zu drücken. Tolle Verarbeitung! Staub- und wasserdicht nach IP67 ist das Gerät auch.

Huawei Mate 10 Pro | (c) Areamobile
Schicker Metallrahmen

Für die Rückseite hat sich Huawei etwas ganz Besonderes einfallen lassen - behauptet der Chef der Mobilsparte, Richard Yu, zumindest: Die beiden Optiken der Dual-Kamera stehen leicht vom Glasgehäuse hervor und sind mit einem Chromrahmen eingefasst, die ganze Kameraeinheit samt vierfachem Hybrid-Fokus und Dual-LED-Blitz ist in einen farblich leicht abgesetzten Farbstreifen (Signature Stripe) eingebettet. Das sollte angeblich irgendwas mit dem Design eines Sportwagens zu tun haben - schwer nachzuvollziehen. Vielleicht war das aber auch nur Yus Versuch, bei der Präsentation des Geräts zur Porsche-Design-Version des Huawei Mate 10 Pro überzuleiten. Eines schafft der Hersteller aber durch den leicht abgesetzten Streifen: Die Kamera wird so noch mehr hervorgehoben, und die kleinen Schriftzüge "Leica" und "Summilux-H 1:1.6/27 ASPH" fallen besser ins Auge.

Huawei Mate 10 Pro | (c) Areamobile
Gebogenes Glas auf der Rückseite - schick und handlich

Auf der Front gibt es solche Design-Tricks nicht, hier spricht das riesige Display für sich. Der Bereich zwischen Rahmen und Anzeige fällt ringsherum sehr schmal aus. Platz für einen Fingerabdrucksensor bleibt da nicht mehr, dieser sitzt daher an der Rückseite des Smartphones mittig unter der vertikal angeordneten Kamera - wie auch schon beim Vorgänger. Für einen 6-Zoller ist das Mate 10 Pro im Test daher vergleichsweise handlich, das gefällt. Unverständlich hingegen, dass Huawei trotz bester Voraussetzungen für kabelloses Laden durch die Glasrückseite diese Technik nicht in das Mate 10 Pro integriert.

Huawei Mate 10 Pro | (c) Areamobile
Dual-SIM, aber keine Speichererweiterungsmöglichkeit

Display-Größe und -Qualität

Ein 6 Zoll großes "Fullview-Display" im 18:9-Format mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel bzw. 403 Bildpunkten pro Zoll baut Huawei in das Mate 10 Pro ein. Das Panel basiert allerdings auf AMOLED-Technologie und zeigt entsprechend weniger Subpixel, überzeugt auf den ersten Blick aber mit satter Farbdarstellung sowie abgrundtiefem Schwarzwert und es unterstützt außerdem HDR10. Zumindest in der Theorie. In der Praxis jedoch kann unser Testgerät derzeit keine Videos in HDR wiedergeben. Zumindest steht die Option für HDR-Videos etwa von Youtube, das inzwischen HDR10 unterstützt, nicht zur Verfügung. Im direkten Vergleich mit dem Samsung Galaxy S8 Plus sehen entsprechende Filme auch weit weniger farbintensiv aus.

Huawei Mate 10 Pro Displaytest  (c) Areamobile
Großer Farbraum mit ausreichend genauer Darstellung

Ein anderes Problem steht damit im Zusammenhang: HDR sorgt für intensivere und auch mehr Farben und bessere Kontraste, so dass etwa auch in dunklen Szenen noch mehr Details zu sehen sind. Das bedeutet auch, dass je nach Technik eine höhere Maximalhelligkeit ermöglicht werden muss. Beim Huawei Mate 10 Pro im Test sind das nach Herstellerangaben im Normalbetrieb etwa 480 cd/m² bis unter entsprechenden Umständen sogar 600 cd/m². Messen können wir aber immer nur etwa 310 bis 330 cd/m² - das ist ein so großer Unterschied, dass er definitiv nicht nur durch Messungenauigkeit zu erklären ist. Auch andere Kollegen bestätigten mit ihren Messgeräten eine hohe Diskrepanz zwischen Herstellerangabe und tatsächlichen Messwerten.

Huawei Mate 10 Pro Displaytest  (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Pro Grautreppe | (c) Areamobile

Auffällig: Auch im manuellen Modus, in dem wir unsere Messungen auf maximaler Einstellung durchführen, regelt der Screen des Mate 10 Pro nach, wird teilweise ruckartig dunkler und hebt dann die Helligkeit wieder auf die von uns gemessenen 330 cd/m² an. Mit dem bloßen Auge betrachtet wirkt der Screen des Mate 10 Pro auch gar nicht "so dunkel". Nur bestätigen die Messgeräte diesen Eindruck nicht.

Die weiteren Werte gehen hingegen in Ordnung: Bei der Grautreppe gibt es AMOLED-typisch vergleichsweise hohe Abweichungen, und die Kontraste sind so hoch, dass wir sie nicht mehr messen können. Bei der Farbdarstellung ist die Abweichung in der Darstellung dagegen recht niedrig. Die Blickwinkelstabilität ist überzeugend, auch wenn sich die Farbtemperatur schon bei überraschend wenig Abweichung von der direkten Draufsicht von einem in der Originaleinstellung leicht warmen Ton ins leicht kältere Blau ändert. Die Helligkeit bleibt selbst bei flachen Blickwinkeln nahezu gleich.

Huawei Mate 10 Pro Displaytest  (c) Areamobile
Huawei Mate 10 Pro Farbdarstellung | (c) Areamobile

Das Huawei Mate 10 Pro im Test erlaubt neben der typischen Möglichkeit, die Helligkeit des Screens in Abhängigkeit vom Umgebungslicht automatisiert anpassen zu lassen, auch noch einige andere Features. Darunter fällt etwa, die grundlegende Farbtemperatur auswählen oder einen Blaufilter für Lesen in dunkler Umgebung aktivieren zu dürfen. Auch die Farbintensität lässt sich hier wählen und ebenso die Bildschirmauflösung für niedrigeren Stromverbrauch verringern. Wer verzweifelt nach der Einstellungsmöglichkeit sucht, die den Appdrawer einschaltet, der wird ebenfalls im Display-Untermenü fündig.

Huawei Mate 10 Pro | (c) Areamobile
Auch mit FHD+-Auflösung scharf genug

Auch ein Always-on-Display bietet das Huawei Mate 10 Pro im Test, doch die dafür benötigte Funktion findet sich nicht dort, wo man sie erwartet. Statt im Display-Untermenü muss man dafür "Sicherheit & Datenschutz" öffnen, dort den Menüpunkt "Bildschirmsperre & Passwörter" anwählen und dann "Immer Informationen anzeigen" aktivieren.

Das in Deutschland nicht eingeführte Standardmodell Huawei Mate 10 ist übrigens abweichend mit einem 5,9 Zoll großen IPS-LCD mit 2.560 x 1.440 Pixel ausgestattet. Das verwundert, zumal Huawei bei der Vorstellung des Pro-Modells erklärte, dass die niedrigere Auflösung wegen des geringeren Stromverbrauchs besser wäre.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 22.10.17 09:40 foetor (Expert Handy Profi)

    Warum als Minus „keine Speichererweiterung“? 128GV reichen doch bestimmt den Meisten locker und es ist doch besser einen schnellen internen Speicher zu haben wie wenn man eine lahme Karte einsetzt (was sicher 99% der Leute machen, denn hauptsache billig). Ich glaube den Punkt Speicherkarte könnt ihr langsam genauso streichen wie festverbauter Akku und kein Aux eingang, dann eher wenn es das Gerät hat auf die Plusseite.

  2. 22.10.17 12:55 Echse (Handy Master)

    Foetor

    Ich bin vollkommen bei dir. Sowas ist heutzutage kein Minuspunkt mehr.
    Aber was meinst du, was letztes Jahr beim 7 hier los war, als ich fast das identische wie du schrieb?
    Schneller interner Speicher ist immer besser.
    Der interne Speicher ist mit 128 gb für die allermeisten groß genug.
    Desweitern fehlt ja auch hier die Klinke. Auch etwas, was sich immer mehr durchsetzt.
    Und wenn man den Aufschrei von einigen damals aufs Maté 10 überträgt, wird das Gerät bestimmt ein Ladenhüter:)

  3. 22.10.17 14:42 Antiappler (Handy Profi)

    Ein Minus für nicht erweiterbaren Speicher ist völlig korrekt!

    Es geht nicht darum, ob das Gerät 128GV hat, sondern dass man mit einer externen Speicherkarte schnell seine Daten von A nach B bringen kann.

    Bei Defekt des Gerätes, Speicherkarte einfach rausnehmen und Gerät zur Reparatur bringen.

    Denn falls es überhaupt noch möglich ist, muss man eine Datensicherung über PC, Laptop oder Notebook durchzuführen, um danach alle Daten auf dem Gerät zu löschen.

    Wenn das nicht mehr geht, muss man sein Gerät nämlich zerstören, denn wenn man es zur Reparatur geben muss, könnte man dort ja alle Daten einsehen und für "böse" Zwecke missbrauchen, denn wenn schon gute Freunde in den Geräten rumschnüffeln, dann doch auch ganz bestimmt ein fremder Reparaturdienst. ;-)

    Und ob wirklich 99% der Leute eine lahme Karte einsetzen, weil Hauptsache billig, weiß ich nicht. Auch preisgünstige, um mal nicht dieses negative Wort zu nehmen, Speicherkarten bieten heute eine gute Geschwindigkeit. Es wird also bestimmt kein Mensch seinen Bus verpassen, nur weil eine preisgünstige Speicherkarte im Gerät steckt. ;-)

    Es gibt immer noch sehr viele Leute, die auf einen wechselbaren Akku Wert legen, aus ganz verschiedenen Gründen. Deshalb finde ich es durchaus in Ordnung, wenn AM dies als negativ bewertet.

    Wenn man allerdings, wie z.B. Echse, noch nie solche Vorteile nutzen durfte, dann ist es natürlich normal so etwas zu behaupten. ;-)

    Und zur Klinke, ist doch schön wenn man diese Möglichkeit hat, es gibt ja auch hier auf AM genug Leute, die davon gerne Gebrauch machen/gemacht haben.

  4. 22.10.17 15:31 foetor (Expert Handy Profi)

    @Antiappler
    Als ich eine SD Katrte hatte habe ich die immer verschlüsselt, weil ich mal ein Handy verloren hatte und das nicht gemacht und so jeder meine Bilder anschauen konnte. Und da ich jetzt verschlüsseln würde und wenn das Gerät kaputt ist bringt mir eine SD Karte auch nichts mehr.

  5. 22.10.17 15:32 Echse (Handy Master)

    Antiappler

    Bei Defekt des Gerätes habe ich mein Backup in der Cloud.
    Und das ein Gerät dermaßen kaputt geht, dass ich nichtmal auf Werkszustand setzen kann, ist doch ziemlich konstruiert.

  6. 22.10.17 15:35 M.a.K (Handy Master)

    Sehe es wie Antiappler. Eine Speicherkarte dient schon lange nicht mehr hauptsächlich als Speichererweiterung, sondern als permanentes offline-Backup ohne die Daten mit dem Anbieter einer Cloud teilen zu müssen odee permanent online sein zu müssen. Man könnte es auch "Freiheit" nennen. Braucht halt nicht jeder ;)

  7. 22.10.17 15:41 Echse (Handy Master)

    Mak

    Weißt du, was Freiheit ist?
    Wenn ich an ein backup gar keinen Gedanken mehr verschwenden muss.
    Wenn ich es ans ladekabel hänge, es gesperrt und über wlan verbunden ist.
    Immer das neueste backup.
    DAS ist Freiheit. Stimmt. Sowas braucht nicht jeder:)

  8. 22.10.17 16:01 Echse (Handy Master)

    Ps.
    Mak

    https://support.apple.com/de-de/ht204136

    Lies dir hier mal iCloud Backup durch. Mal davon abgesehen, dass alles automatisch geht.
    Leistet so ein Backup eine sd Karte auch?
    Apple Pay Daten und Einstellungen, Touch ID Einstellungen etc.?

  9. 22.10.17 16:04 Echse (Handy Master)

    Mak
    Sorry.
    Mein letzter Post war falsch.
    Anders ausgedrückt
    Was leistet das backup auf einer sd karte?
    Genauso umfangreich wie das iCloud Backup?
    Automatisch?

  10. 22.10.17 16:50 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    "Und da ich jetzt verschlüsseln würde und wenn das Gerät kaputt ist bringt mir eine SD Karte auch nichts mehr."

    die verschlüsselte Karte sollte doch auch im neuen Gerät funktionieren oder wo ist das Problem?

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