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Autor: Stefan Schomberg 21.11.2017 - 18:04 | 20

Leagoo Kiicaa Mix Testbericht

Testüberblick Leagoo Kiicaa Mix

  1. Design, Display, Hardware, Software
  2. Kamera, Sprachqualität, Akkulaufzeit, Fazit
  3. 20 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes rahmenloses Design trotz Kunststoff
  • Tolle Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Gutes Allroundpaket zum extrem kleinen Preis
  • Flops
  • Unterirdische Telefonqualität (-2.0%)
  • Grottiger Akku (-2.0%)
  • Frontkamera am unteren Ende unpraktisch

Leagoo Kiicaa Mix Test: 90-Euro-Smartphone mit Randlos-Display

Der Trend zu Smartphones mit fast randlosem Display begann im Highend-Bereich und ist inzwischen in der Mittelklasse angekommen. Der chinesische Hersteller Leagoo bietet jetzt ein solches Android-Smartphone zum Spottpreis von nur 90 Euro an. Dabei wirkt das Leagoo Kiicaa Mix keinesfalls wie ein Billig-Phone, weist aber auch zwei eklatante Schwächen auf.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Gerade einmal rund 90 Euro kostet das Leagoo Kiicaa Mix derzeit im Handel bei diversen asiatischen Online-Händlern - zu dem Preis gibt es hierzulande gerade einmal Einfach-Smartphones mit Minimalausstattung. Leagoo stattet sein Modell hingegen technisch deutlich besser aus und verpackt es zudem in einem nahezu rahmenlosen Design. Das wirkt: Den extrem niedrigen Verkaufspreis sieht man dem Kiicaa Mix nicht an.

Leagoo Kiicaa Mix | (c) Areamobile
Im Test: Leagoo Kiicaa Mix

Schon der Name des Smartphone-Modells macht klar: Vorbild ist zweifelsohne das Xiaomi Mi Mix. Entsprechend gibt es links, rechts und über dem Display kaum Rand, unter dem Screen hingegen ein fingerbreites "Kinn", das nicht nur einen Fingerabdrucksensor in Form eines zusätzlichen Homebuttons, sondern im unteren linken Eck auch die Frontkamera beinhaltet.

Leagoo Kiicaa Mix | (c) Areamobile
Das "randlose" Leagoo Kiicaa Mix
Leagoo Kiicaa Mix | (c) Areamobile
Die Rückseite wirkt trotz Kunststoff nicht billig

Als Material für die Rückseite für das Leagoo beim Kiicaa Mix kein Metall oder Glas, sondern Kunststoff. Dennoch wirkt das Smartphone im Test nicht billig, zumal die leicht hervorstehende Dual-Kamera auch noch mit einem schicken Chromrand abgesetzt ist. Trotz der eckigen Design-Sprache liegt es überraschend gut in der Hand, 155 Gramm sind nicht zu schwer. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, Ungenauigkeiten findet man nicht. Nur der Karten-Slot ist etwas zu tief in den Rahmen eingelassen. Wenn man genau hinschaut, sieht man: So randlos wie teurere Smartphone-Modelle ist das Leagoo-Modell nicht, für den aufgerufenen Preis sind solche schmalen Ränder aber eine Seltenheit. Leider fehlen ein Annäherungs- und ein Lichtsensor im Gerät - ein Platz- oder ein Preisproblem? Der letzte Stand der Technik ist das jedenfalls nicht. Immerhin: Der Screen wird beim Telefonieren per Software deaktiviert.

Display-Größe und -Qualität

Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest | (c) Areamobile
Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest

Der IPC-LCD-Touchscreen wird von Gorilla Glass 4 mit gerundeten Kanten (2,5D) geschützt, ist 5,5 Zoll groß und bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel - das sorgt für scharfe 400 Pixel pro Zoll. Sowohl die Größe, als auch die Auflösung sind bei einem Preis von unter 100 Euro überragend. Auch die Darstellungsqualität ist akzeptabel, selbst wenn im Display-Test Kontrast und Helligkeit nicht übermäßig hoch ausfallen. Dafür ist die Darstellungsgenauigkeit überraschend hoch, zudem können fast alle Parameter des Bildschirms dank MiraVision-App beeinflusst werden. Die Blickwinkel sollten bei der Betrachtung allerdings nicht zu flach werden, schnell erkennt man dann nämlich klare Abschattung aus allen Richtungen. Der Screen lässt sich per Klopfgeste aktivieren. Im allgemeinen Vergleich mag das Display von nur befriedigender Qualität sein - in Anbetracht des Preises aber von hervorragender.

Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest | (c) Areamobile
Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest
Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest | (c) Areamobile
Leagoo Kiicaa Mix im Displaytest

System: Hardware, Software und Bedienung

Mediatek statt Qualcomm, wenig RAM, wenig interner Speicher und langsame Datenverbindung - das ist normalerweise das (Erfolgs-) Rezept für ein preiswertes Smartphone. Teilweise setzt auch Leagoo auf eine solche Mixtur - angefangen beim Prozessor: Leagoo baut einen Mediatek MT6750T in das Kiicaa Mix ein, dessen acht Cortex-A53-Kerne mit bis zu 1,5 GHz takten und der eine einfache Mali T860 MP2 als GPU an Bord hat. Die Speicherkonfiguration überrascht dagegen: Für ein Smartphone mit 3 GB RAM und 32 GB internem Speicher müssen Kunden normalerweise deutlich mehr als 90 Euro zahlen. Eine Speicherkartenerweiterung gibt es natürlich auch (Hybridslot - entweder Dual-SIM oder microSD), dazu USB Typ C (2.0), Bluetooth 4.1, GPS und Glonass, WLAN n, UMTS/HSPA+ sowie LTE samt Band-20-Unterstützung.

Leagoo Kiicaa Mix | (c) Areamobile
Kein Umgebungslichtsensor

Das sind alles nicht die schnellsten Datenverbindungen und NFC fehlt ganz, aber mehr kann man bei dem Verkaufspreis von unter 100 Euro nun wirklich nicht erwarten. Nicht überzeugend war im Kurztest die WLAN-Geschwindigkeit des Leagoo Kiicaa Mix - selbst wenige Meter neben dem Router dauerten Downloads teils eine gefühlte Ewigkeit, über 20 MBit/s kamen selten hinaus, und die Empfangsqualität erwies sich als unterdurchschnittlich. Anspruchsvolle 3D-Spiele wie etwa "Asphalt 8" laufen auf höchsten Grafikeinstellungen nicht flüssig, beim Herunterschrauben der Grafikqualität lässt sich aber auch auf dem günstigen Kiicaa Mix problemlos daddeln. In Benchmarks zeigen sich jedoch die Leistungsgrenzen des Geräts.

Leagoo Kiicaa Mix | (c) Areamobile
Nicht ganz aktuelles Android

Über Android 7.0 liegt Freeme OS, das etliche Änderungen am Android-Design aufweist und mehrere Gesten unterstützt, aber keinen App-Drawer bietet. Bloatware gibt es nicht auf unserem Testmodell, nur Google-Apps inklusive Play Store. Der schnell und zuverlässig reagierende Fingerabdrucksensor kann auch als Steuerbutton eingesetzt werden, die Onscreen-Tasten lassen sich daher ausblenden.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 21.11.17 21:22 mckoffly (Member)

    Wo um Himmelswillen ist das randlos? Bin ich zu blöd um zu verstehen was "randlos" bedeutet oder "muss" man das jetzt immer dazu schreiben, weil "randlos" = "nicht randlos" ist?

    Randlos heißt für mich "keinen Rand aufweisend" ...hat das Teil keinen Rand? Bin ich wirklich blind?

  2. 21.11.17 21:42 Hunter (Handy Profi)

    Randlos heißt oben so viel bzw wenig Rand wie an den Seiten.

  3. 22.11.17 01:41 Antiappler (Handy Profi)

    Ein Rand ist und bleibt ein Rand, egal wie dick oder dünn!
    Ist eine total bescheuerte Bezeichnung, wie auch "kabellos" laden. Denn es braucht einen Anschluss zur Steckdose, was nur über ein Kabel geht.

  4. 22.11.17 10:00 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    Ja klar. So wie Kinderschokolade, weil da ja auch so viele Kinder drin sind. Oder ein Gabelstapler. Habe noch NIE nen Gabelstapler Gabeln stapeln sehen... Oder nen Scheinwerfer Scheine werfen... ;) Klar soweit?

    mfg

  5. 22.11.17 12:45 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Stefan: Ein Scheinwerfer wirft einen Schein ansonsten wäre es ein Scheinewerfer :p. Ist ein bisschen Wortklauberei, aber während ich dir bei randlos noch zustimmen würde, weil es nur eine Übertreibung ist, ist kabelloses Laden in der Tat alles andere als kabellos; treffender wäre hier eher steckerloses Laden.

    PS.: Ich glaub ich werde dann wohl auf Kinderschokolade verzichten ... so schmeckt es mir einfach nicht. Ich werde wohl auf Babyöl umschwenken ;)

  6. 22.11.17 14:15 Antiappler (Handy Profi)

    Selbst wenn der Rand nur aus Glas bestehen würde, wäre das Ende vom Glas immer noch der Rand. ;-)

  7. 22.11.17 14:36 DerZander (Handy Profi)

    >> Selbst wenn der Rand nur aus Glas bestehen würde, wäre das Ende vom Glas immer noch der Rand. ;-)

    Moment... Verdammt, du hast Recht!

  8. 22.11.17 14:42 DerZander (Handy Profi)

    @Stefan
    >> Ja klar. So wie Kinderschokolade, weil da ja auch so viele Kinder drin sind.
    >> Oder ein Gabelstapler. Habe noch NIE nen Gabelstapler Gabeln stapeln sehen...
    >> Oder nen Scheinwerfer Scheine werfen... ;) Klar soweit?

    Kinderschokolade ist "Schokolade für Kinder".
    Ein Gabelstapler stapelt die Sachen mit den Zinken des Gabelträgers. Die Zinken heißen "Gabeln". Und erinnern ja auch an eine Gabel.
    Und ein Scheinwerfer wirft einen Schein, wie in Lichtschein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik)

    Deine Beispiele sind Mumpitz, sorry.

    Randloses Display würde bedeuten, dass es keinen "Rahmen" aka Rand um das Display gibt. Das ist überhaupt nicht mit deinen Beispielen vergleichbar.

    Dazu müsste das gesamt Display bis an den Rand gehen. Das geht es weder hier noch beim iPhone X. Da sind sehr deutliche Ränder zu sehen.

    Der Begriff ist einfach sehr schlecht gewählt.

    @IBNAM
    >> Babyöl

    Naja, Öl für Babys halt. Man kann Komposita mit sehr unterschiedlichen Verbindungen der zusammengesetzen Worte zueinander bauen. Das muss kein Öl *aus* Babys sein.

    Schülerversuche <-> Tierversuche. ;-)

  9. 22.11.17 14:45 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Ha, da hab ich euch beide ... wenn das Glas gerundet ist und herum geht, dann gibt es keinen Rand aka randlos :p

  10. 22.11.17 14:48 DerZander (Handy Profi)

    @IBNAM
    >> wenn das Glas gerundet ist und herum geht, dann gibt es keinen Rand aka randlos :p

    Liegt dann an der Definition von "Rand" ;)

    Auf jeden Fall haben das Leagoo Kiicaa Mix und das iPhone X sehr deutlich sichtbaren Rand. So! :P

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