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Autor: Igor Patalai | 21.01.2018 - 10:00 | 2

Doogee Mix 2 Testbericht

Testüberblick Doogee Mix 2

  1. Seite 1: Design, Verarbeitung, Display und System
  2. Seite 2: Kamera, Multimedia und Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Helles Display mit satten Farben
  • Wertiges Gehäuse mit guter Verarbeitung
  • Weitwinkelfunktion der Frontkamera
  • Großer Akku
  • Flops
  • Gesichtserkennung funktioniert nicht
  • Hersteller schummelt bei Kamera (-1.0%)
  • Schlechte Audioqualität

Doogee Mix 2 im Test: Goldene Ikone oder Blender?

Doogee verbaut 4 Kameras im Mix 2, auf dem Papier beeindruckt auch der 2-fache optische Zoom. Ob das Ergebnis auch überzeugen kann, haben wir für euch im Test herausgefunden.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Doogee Mix 2

Ein Phablet von einem Hersteller namens Doogee? Die Ähnlichkeit des Namens zu Autohersteller Dodge scheint gewollt und findet sich auch im Logo wieder. Tatsächlich, in Analogie zu den eher bulligen und schweren Karossen von Dodge, fällt das Mix 2 als erstes durch sein massives Gehäuse auf. Das Doogee Mix 2 erinnert mit seiner verspiegelten Rückseite an das Sony Xperia XZ Premium, nur eben in Gold statt Chrom wie beim japanischen Kontrahenten. Es liegt wuchtig in der Hand, das Gewicht von elefantösen 210 Gramm ist aber zum Glück mittig ausbalanciert. Mit 159,1 x 74,7 x 8,6 mm ist das Mix 2 wahrlich kein Schmalhans.

Trotz der Länge und Schwere droht es nicht, bei Einhandbedienung kopfüber nach hinten zu kippen. Das Glas ist klar vom Metall abgesetzt, die Verarbeitung ist bewusst nicht nahtlos gefertigt, sattdessen überragt das Glas den Metallrahmen um Haaresbreite, bietet jedoch keinerlei Spielraum dazwischen. Dadurch wirkt das Gerät insgesamt wie aus einem Guss. Nur unter bestimmtem Lichteinfall und mit Adleraugen lässt sich eine leichte Unregelmäßigkeit zwischen Glas und Metall ausmachen, den allermeisten würde das aber ohne Lupe und direktes Licht nicht auffallen.

Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Eleganter Schwung
Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Schicker Mix aus glänzend und matt
Doogee Mix 2 Test | (c) Areamobile
Eine feine Unebenheit zwischen Glas und Metall

Auf der Front hat das Doogee Mix 2 zwei Kameras mit je 8 Megapixel-Auflösung untergebracht, eine davon mit Weitwinkelobjektiv und 130-Grad-Sichtfeld. Zwischen den Kameras sind die Umgebungssensoren eingelassen, neben ihnen die Hörmuschel. Die Rückseite wird von verspiegeltem Gold dominiert und besteht aus Gorilla Glass, das offenbar keine Beschichtung gegen Fingerabdrücke hat. Die Dual-Kamera des Mix 2 ragt etwas scharfkantig aus dem Gehäuse hervor, wenn man es mit etwas Druck über den Tisch zieht, kann der Untergrund je nach Belag zerkratzen. Die Ränder rings um das Display sind schmal und werden durch einen kleinen schwarzen Rahmen um das Display optisch weiter verringert. Mit seinen knapp 6 Zoll lässt sich der Bildschirm auch mit großen Händen nicht problemlos einhändig bedienen, dafür bietet das Doogee aber eine Einhandfunktion, bei der der gesamte Inhalt in die rechte untere Ecke verkleinert wird.

Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Doogee Mix 2: monumental
Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Der Lieferumfang des Doogee Mix 2
Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Elegant mit Schliffkante
Doogee Mix 2 | (c) Areamobile
Schön klotzig

Allgemein wirkt das Mix 2 trotz oder gerade wegen seiner massiven Art hochwertig, das Gewicht vermittelt einen soliden Eindruck. Die Kanten des Geräts sind angeschliffen und poliert, das sorgt für Eleganz. Unsere goldene Version wirkt je nach Geschmacksempfinden unter Umständen aber auch zu dick aufgetragen, Doogee bietet das Mix 2 aber auch in Schwarz und Blau an. Da dürfte zumindest farblich für die Meisten was dabei sein. Der Hersteller legt seinem Flaggschiff großzügig eine schwarze Plastik-Hülle, außerdem Displayfolie, microUSB/USB-Type-C-Adapter und ein USB-Type-C/Klinke-Kabel bei. Einen klassischen Kopfhöreranschluss hat das Mix 2 nicht.

Display-Größe und -Qualität

Doogee verwendet im Mix 2 im Test ein 5,99 Zoll großes IPS-Panel mit Full-HD-Plus-Auflösung, es zeigt also 2.160 x 1.080 Pixel an. Das schärfste Display ist es damit nicht, aber auf 6 Zoll lassen sich mit dem bloßen Auge auch keine einzelnen Pixel ausmachen. Das Panel ist durch Gorilla Glass 5 geschützt, dessen Beschichtung - oder her das Fehlen einer ordentlichen Beschichtung - Fingerabdrücke wie ein Magnet anzieht. Da reicht auch das übliche abziehen am Pullover nicht: Die Fingerabdrücke verschmieren dann nur und ein echtes Putztuch wird zur Pflicht.

Doogee Mix 2 Test | (c) Areamobile
Display und Rückseite ziehen Fingerabdrücke magisch an

Das Display erreicht mit knapp 630 cd/m² eine hervorragende Helligkeit. Der Kontrast kann leider nicht ganz mithalten, er gehört mit 842:1 aber immer noch zum gehobenen Mittelmaß. Auch subjektiv wirkt das Display angenehm hell und scharf, Schwarz wirkt zwar LCD-typisch eher wie ein tiefes Dunkelgrau, die Farben kommen aber satt rüber.

Doogee Mix 2 im Displaytest | (c) Areamobile
Doogee Mix 2: Farbgenauigkeit
Doogee Mix 2 im Displaytest | (c) Areamobile
Doogee Mix 2: Grautreppe

Im geneigten Winkel bleiben die Farben von allen Seiten stabil, das Display ist von jeder Seite gut ablesbar. Die generelle Farbabweichung, gemessen am Delta-E-Durchschnittswert, beträgt bei der Farbwiedergabe durchschnittliche 6,1 Punkte und ist somit mit dem menschlichen Auge ohne Referenz nicht zu erfassen. Bei den Graustufen sieht das etwas anders aus, da liegt die durchschnittliche Abweichung bei schlechten 26,1 Punkten, was auch die etwas schwache Schwarzwiedergabe widerspiegelt. Alles in allem ist das aber meckern auf hohem Niveau, da das Display abseits von Messgeräten einen guten Eindruck hinterlässt. Da fallen die tolle Helligkeit und die gute Blickwinkelstabilität schon eher ins Gewicht, mit beidem steckt das Doogee Mix 2 im Test auch einige höherpreisige Geräte in die Tasche.

Doogee Mix 2 im Displaytest - Blickwinkelbilder | (c) Areamobile
Doogee Mix 2 im Displaytest - Blickwinkelbilder

Als Bonus gönnt Doogee dem Mix 2 die MiraVision-App. Damit können Kontraste und Helligkeit des Displays ein wenig angepasst werden, Wunder sollte sich der Nutzer aber nicht erhoffen, im Alltag fallen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Presets kaum auf. Auch in der benutzerdefinierten Einstellung lässt sich nur wenig Unterschied zwischen maximalem und minimalem Kontrast ausmachen. Ein nettes Feature für Enthusiasten, jedoch ohne echten Mehrwert.

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Doogee Mix 2 im Test wird von einem Mediatek Helio P25 angetrieben. Der im 16-Nanometer-Verfahren hergestellte Chipsatz taktet mit 8 Kernen, von denen 4 mit bis zu 2,5 GHz und 4 mit bis zu 1,6 GHz arbeiten. Dem System stehen üppige 6 Gigabyte RAM zur Verfügung. Als Grafikeinheit kommt eine Mali T880 zum Einsatz, die auch im Samsung Galaxy S7 mit Exynos-Chip steckt. Mit dieser Kombo braucht sich das Mix 2 nicht vor der Konkurrenz zu verstecken, das System reagiert ohne Verzögerung und rennt geradezu durchs Menü. Alles ist bunt und abgerundet, Material Design lässt grüßen. In den Benchmarks liegt es ungefähr auf der Höhe eines Honor 7X und Xiaomi Mi A1. Das sind zwar keine Flaggschiff-Werte, Alltagsapps und aufwendigere Spiele wie Asphalt 8 werden aber problemlos dargestellt, zumindest solange keine hungrigen Apps im Hintergrund laufen. Denn trotz der 6 Gigabyte Arbeitsspeicher nehme ich immer wieder kleinere Ruckler beim Rennspiel wahr. Deutliche Mikroruckler merke ich außerdem auch schon bei 5 im Hintergrund geöffneten Apps. Multitasking ist also nicht gerade die Stärke des Doogee Mix 2.

Doogee Mix 2 Test | (c) Areamobile
Das Menü ist schlank, bunt und aufgeräumt

Positiv fällt die Abwesenheit von unnötiger Bloatware auf. Doogee ergänzt das Mix 2 nur um einige Dateimanagement-Apps und Multimedia-Player. Das System ist schlank und übersichtlich. Der interne Speicher bietet mit 64 Gigabyte Speicher genügend Raum für Musik und Apps, wer jedoch Filme und sonstige, ausladende Dateien speichern möchte, der kann alternativ im zweiten SIM-Kartenslot eine microSD-Speicherkarte mit bis zu 256 Gigabyte platzieren. Als einziger Anschluss steht dem Mix 2 ein USB-C Eingang zur Verfügung, Kopfhörer mit Klinken-Anschluss können also nur per Adapter angeschlossen werden. Den legt Doogee zwar bei, ein Headset fehlt aber gänzlich. Zum Entsperren des Geräts stehen neben dem Sicherheitscode auch Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung zur Verfügung. Der Fingerprintsensor ist schnell und präzise, mit einigen wenigen Ausnahmen funktionierte er im Test problemlos. Leider ist er ständig an, was bedeutet, dass jede Hautberührung einen Fingerprintscan auslöst. Wer diesen Scanner also mehrmals aus Versehen berührt und dann per Fingerabdruck entsperren will, kann durchaus mal die Meldung bekommen, dass zu viele Scans fehlgeschlagen sind und das Smartphone vorerst nicht mehr per Fingerscan entsperrt werden kann. Das kann nerven, ist aber eher die Ausnahme. Die Gesichtserkennung ist beim Test dagegen völlig fehlgeschlagen. Bei mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Personen in wechselnden Lichtverhältnissen und aus verschiedenen Distanzen und Winkeln hat es nicht ein einziges mal funktioniert, jedes mal kam die gleiche Fehlermeldung. Sowas sollte Doogee sich zukünftig besser verkneifen.

Doogee Mix 2 Test | (c) Areamobile
Die Gesichtserkennung funktionierte bei unserem Gerät nicht

Das Mix 2 kommt ab Werk mit Android 7.1, ob es Updates seitens Doogee geben wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Themen: Smartphone
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 23.01.18 13:53 dragon-tmd (Advanced Member)
    So viele Worte, aber ....

    So gut ihr auch normale Smartphones testet, so schlecht sind die Tests eurer gesponserten Geräte unbekannter Hersteller.

    Das Doogee Mix 2 und die meisten anderen Geräte dieser (eher unbekannten) Firmen haben kein Corning Gorilla Glas, sondern nutzen - wenn überhaupt - Dragontrail.

    Das Mix 2 hat folgenden Sensoren verbaut

    Omnivision ov16880mipiraw (16 Megapixel) - Rückseite
    Galaxycore gc8024mipiraw (8 Megapixel) - Vorderseite
    Omnivison ov8856mipiraw (8 Megapixel) - Vorderseite

    Es handelt sich also um keine Dual-Kamera auf der Rückseite. Natürlich gibt es keinen "optischen" Zoom, selbst bei den teureren Modellen nicht. Es handelt sich i.d.R. immer um eine Art Auschnittsvergrößerung.

    Updates gibt/gab es auch, sollte euch im Test eigentlich auch aufgefallen sein:

    Von 20171211 auf 20171213

    Android 8 werdet ihr hingegen nicht erleben und meist ist nach 2-3 Updates auch Feierabend und das nächste Modell kommt.

    Zur microSD: da gehen auch 400GByte. Und was ist ein "Xiaomi Mi A6"?

  2. 02.02.18 10:53 Igor Patalai

    Danke für den Hinweis zum „Xiaomi Mi A6“, ist jetzt korrigiert.
    Der Hersteller gibt an, dass Corning Gorilla Glas verbaut ist, das können wir leider nicht nachprüfen.
    Ebenso gibt der Hersteller eine microSD-Kapazität von maximal 256 Gigabyte an, was bei uns funktioniert hat. Es freut mich zu hören, dass bei dir auch 400 Gigabyte funktionieren.
    Falls es Updates gab, müssen sie wohl im Hintergrund gelaufen sein. Einen offiziellen Update-Fahrplan haben wir nicht. Auf alle anderen Anmerkungen sind wir im Test eingegangen.

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