Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor: Stefan Schomberg 03.06.2018 - 09:32 | 5

LG G7 ThinQ Testbericht

Testüberblick LG G7 ThinQ

  1. Design, Verarbeitung und Display
  2. Hard- und Software sowie Kamera
  3. Sprachqualität, Akkulaufzeit und Fazit
  4. 5 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design mit IP68 und MIL-STD
  • Sehr helles und gutes Display
  • Sehr schnell
  • Toller Sound, auch beim Lautsprecher
  • Flops
  • Kamera nicht gut genug
  • AI (Namensgeber!) unausgereift
  • Zu teuer und/oder zu spät

LG G7 ThinQ Test: Nicht gut genug für einen Spitzenplatz

Der koreanische Hersteller LG Electronics schickt sein Topmodell für 2018 später als die Konkurrenten Samsung und Huawei ins Rennen – aber liegt das LG G7 ThinQ deshalb auch vor den Flaggschiff-Smartphones der Wettbewerber? Wir haben uns den Spätzünder im Test ganz genau angeschaut.

Traditionell stellen Samsung und LG ihre Flaggschiff-Smartphones fürs neue Jahr immer Ende Februar auf dem Mobile World Congress vor. Diesmal hält es einer der beiden Hersteller anders: Wie Huawei kündigte LG das G7 ThinQ nicht in Barcelona an, sondern gute zwei Monate später.

Da machte dann schon das Gerücht die Runde, das Unternehmen habe sich kurzfristig entschlossen, das LG G7 ThinQ noch einmal grundlegend zu überarbeiten, weil dem Gerät die zugkräftigen Features fehlten. Ob das Nachsitzen sich gelohnt hat, zeigt sich jetzt im Test des neuen LG-Smartphones.

LG G7 ThinQ | (c) Areamobile
Im Test: LG G7 ThinQ

Design und Anmutung des LG G7 ThinQ

Auf auffälliges Design setzt LG schon mal nicht: Weder Farbgebung, noch Form des G7 ThinQ wirken neu oder frisch. Das Gerät erscheint in Deutschland lediglich in den Farbvarianten Schwarz oder Grau, nicht in den spritzigeren Farbtönen Rosé oder Blau. Das monolithische Design lässt sich am besten als "zeitlos schick" beschreiben, die Anmutung des Gehäuses mit einem an Kanten und Ecken gerundeten Metallrahmen und abdeckendes Gorilla Glas 5 auf Front- und Rückseite des Smartphones ist hochwertig.

Das "FullVision" genannte Display zeigt an den Längsseiten nur 2 Millimeter breite Randstreifen, am oberen Bildschirmrand eine Notch und auf der gegenüberliegenden Seite einen etwa 7 Millimeter breiten Kinnstreifen. Durch den schwarzen Rand um die Anzeigefläche, der bei unserem Testmodell in einen schwarzen Metallrahmen übergeht, sieht das sogar noch nach etwas mehr aus.

LG G7 ThinQ | (c) Areamobile
Rundlicher Metallrahmen und ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss

In der Hand liegt das LG G7 ThinQ angenehm. Zwar ist der Übergang vom leicht gebogenen 2,5D-Glas der Front über den rundlichen Metallrahmen hin zur stärker gebogenen Glasrückseite leicht zu spüren, störend ist das aber nicht. Durch das 19,5:9-Format bleibt das Smartphone trotz 6,1 Zoll großen Screens vergleichsweise schmal.

LG G7 ThinQ | (c) Areamobile
Lichtreflektionen auf dem schwarzen Testgerät

Die Rückseite des LG-Smartphones ist genauso schlicht gestaltet wie die Vorderseite. Auffällig sind hier nur die im Hochformat übereinander angeordneten Linsen der Dual-Kamera samt links daneben platziertem LED-Blitz. Unter dem Kamera-Duo befindet sich ein bestens zu erreichender runder Fingerabdrucksensor. Anders als bei früheren LG-Geräten handelt es sich dabei nicht zugleich auch um eine mechanische Power-An- und Ausschalttaste - diese sitzt an der rechten Gehäuseseite. Das ist für Rechtshänder eigentlich optimal, denn wollen die den Lockscreen aufrufen, so können sie das mit dem Daumen der rechten Hand. Allerdings sitzt der Power-Knopf des LG G7 ThinQ dafür etwas zu hoch, so dass man immer leicht umgreifen und die Daumenspitze dafür heranziehen muss - das ist umständlich. Andererseits verhindert die Position so weit oben auch unbeabsichtigtes Drücken der Power-Taste.

LG G7 ThinQ hat ein wasserfestes Gehäuse | (c) LG
Das LG G7 ThinQ hat ein wasserfestes Gehäuse und eine Notch | (c) LG

Dazu wird es bei einer anderen Taste wohl anfangs öfter kommen: der Sprachassistenz-Taste. Sie ist in etwa mittig auf der linken Gehäuseseite platziert und erlaubt das direkte Aufrufen des Google Assistant. Eine gute Idee, nachdem zuvor schon Samsung Kritik für die Bixby-Taste am Galaxy S9 (Plus) geerntet hat? Immerhin weisen alle Tasten am LG G7 ThinQ tollen Tastenhub und Druckpunkt auf. Das passt hervorragend zur insgesamt hohen Verarbeitungsqualität am Gerät.

Das Gehäuse des LG G7 ThinQ ist nach IP68-Zertifizierung staub- und wasserdicht und hat auch einige Tests des Militärstandards MIL-STD810G1 anstandslos bestanden. Glasschäden beim Herunterfallen des Geräts sind aber dennoch zu erwarten.

Das Display des LG G7 ThinQ

LG G7 ThinQ im Displaytest | (c) Areamobile
LG G7 ThinQ im Displaytest: CIE-Farbraum

Der Touchscreen des LG-Topmodells misst stolze 6,1 Zoll - das ist fast Tablet-Größe. Dass das LG G7 ThinQ trotzdem noch recht handlich bleibt, liegt an dem langgezogenen 19,5:9-Formfaktor, der das Modell vergleichsweise schmal, wenngleich lang macht. Der Screen bietet 3.120 x 1.440 Pixel, insgesamt stehen damit im Normalfall satte 563 Pixel pro Zoll zur Verfügung und selbst mit genauem Blick sind keine einzelnen Bildpunkte entdecken. Eine Besonderheit: Für den Screen des G7 ThinQ verwendet LG zusätzlich zu den typischen RGB-Pixel auch weiße Pixel, um für "mehr Farbe und Helligkeit" und eine höhere Energieeffizienz zu sorgen - zumindest die hohe Helligkeit bestätigen wir im Test. Statt der versprochenen 1.000 cd/m² schafft der Screen bei uns zwar "nur" etwa 750 cd/m² im speziellen "Verstärken"-Modus, der sich auch aus den Schnellzugriffen heraus aktivieren lässt und dann höchstens zehn Minuten lang aktiviert bleibt. Das ist schon sehr hell, höhere Leuchtstärke schafft das LG-Smartphone wie Samsungs Topmodelle im Automatikmodus.

LG G7 ThinQ im Displaytest | (c) Areamobile
LG G7 ThinQ im Displaytest: Farbtreue
LG G7 ThinQ im Displaytest | (c) Areamobile
LG G7 ThinQ im Displaytest: Graustufen
LG G7 ThinQ | (c) Areamobile
Helligkeits-Boost

Die Darstellung wirkt schon auf den ersten Blick sehr farbintensiv und hell, auch die Kontraste sind sehr ausgeprägt. Die Notch am oberen Bildrand fällt beim originalen Wallpaper mehr als nötig auf, denn gerade hier sticht ihr Schwarz aus dem leuchtenden Rot und Orange des Hintergrundes deutlich hervor. Wer sich daran stört, der darf im Hauptmenü im Unterpunkt "Display" → "New Second Screen" wie bei Huawei die Notch maskieren. Die Einstellungsmöglichkeiten sind auf dem LG G7 ThinQ aber deutlich umfangreicher. So lässt sich nicht einfach nur ein schwarzer Balken beidseitig der Notch positionieren, um sie so zu verdecken, sondern auch die Farbe der Maskierung und der Rundungsradius, mit dem sie in den Display-Rand übergeht, können bestimmt werden. Eine Notch mag in ästhetischer Hinsicht nicht die beste Wahl sein, doch sie hat den großen Vorteil, für einen größeren Anzeigebereich auf dem Smartphone zu sorgen.

LG G7 ThinQ Displaytest - Blickwinkelbilder | (c) Areamobile
LG G7 ThinQ Displaytest - Blickwinkelbilder

Unser Messgerät bescheinigt dem IPS-Screen des LG G7 ThinQ im Test mit über 1.300:1 enorm hohen Kontrast. Die maximale Helligkeit im manuellen Modus liegt bei über 500 cd/m², und die Blickwinkelbeständigkeit ist herausragend. Außer leichter Abschattung ist aus schrägen Blickwinkeln keine Darstellungsänderung zu sehen - klasse! Im Zusammenspiel mit der direkt unter der Glasoberfläche angesiedelten Darstellungsebene wirkt der Screen des G7-Modells sehr hochwertig. Da macht es auch nichts, dass unser Messgerät dem Screen des LG-Top-Gerätes in der Voreinstellung gerade bei Graustufen keine übermäßig hohe Darstellungsgenauigkeit bescheinigt. Wer unbedingt will, kann Einstellungen wie Farbtemperatur, Sättigung, Farbton und Schärfe nach persönlicher Vorliebe anpassen.

Always-on-Display

Auch der Always-on-Bildschirm des LG G7 ThinQ bietet einiges an Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten. So steht nicht nur die Wahl zwischen sechs unterschiedlichen Darstellungsformen (auch mit Farbe, etwa bei Schrift oder der Darstellung von Fotos), sondern es lassen sich auch sogenannte Schnellwerkzeuge und eine Musik-Player-Steuerung aktivieren. Damit kann der Nutzer dann auf dem Alway-on-Display die unterste Zeile, die normalerweise den Akkustand anzeigt, beiseite wischen und erhält dann sechs Schnellzugriff auf Taschenlampe, WLAN oder Kamera oder direkt auf den Musikplayer. Das ist die gelungene Weiterführung des Second Screen der V-Modelle, auch wenn es beim Weiterwischen leicht hakelt. Der Screen lässt sich übrigens per Doppeltipp an- oder ausschalten.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Design, Verarbeitung und Display
  2. Hard- und Software sowie Kamera
  3. Sprachqualität, Akkulaufzeit und Fazit
 
Lesermeinungen zum LG G7 ThinQ Jetzt selbst bewerten!
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen
Noch keine Lesermeinung vorhanden.
Alle 0 Meinungen zusammengefasst
Bewertung LG G7 ThinQ
Weiterempfohlen von
0% 
- %
keine Note

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 0 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum LG G7 ThinQ
 
Schreiben Sie Ihren Erfahrungsbericht zum LG G7 ThinQ

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.06.18 21:28 jennss (Advanced Member)
    Weitwinkel immer noch als Alleinstellungsmerkmal

    Leider fehlt der Konkurrenz nachwievor ein Ultraweitwinkel. Wer das will, muss weiterhin zu LG greifen. Ok., es gibt da noch ein Modell von Motorola, aber das ist kein Top-Handy. Ich finde das Weitwinkel sinnvoller als ein Tele.

  2. 04.06.18 00:02 xPandamon (Youngster)

    Der Weitwinkel, der von Modell zu Modell bei LG immer kleiner wird? Wenn das so weitergeht ist der auch bald weg :/

  3. 04.06.18 09:28 dankort1

    >> Leider fehlt der Konkurrenz nachwievor ein Ultraweitwinkel...

    Das ZenFone 5 von Asus ist nach LG der zweite Smartphone Hersteller, der eine gute 120 Grad Weitwinkel-Kamera verbaut.

    Das Problem bei LG ist meiner Meinung nach die Modellpolitik. Mit Ausnahme der Weitwinkel-Kamera gibt's eigentlich kein Argument sich für ein LG zu entscheiden.
    Aber vor allem sind sie viel zu teuer für dass was sie bieten.

  4. 04.06.18 15:13 Jackthehype (Advanced Member)

    @dankort: hast du den Test eigentlich gelesen? Im Soundabschnitt kann eigentlich nur noch HTC folgen, sonst kaum ein Hersteller. Also gibt es neben Display und Weitwinkel-Kamera (da ist mein G6 gefühlt besser) den Klang als Argument.

    Leider hat LG die Größe verändert und trotzdem einen kleineren Akku verbaut... Sonst wäre es ein interessantes Teil.

  5. 04.06.18 18:49 dankort1
    @Jackthehype

    >> Im Soundabschnitt kann eigentlich nur noch HTC folgen, sonst kaum ein Hersteller. Also gibt es neben Display und Weitwinkel-Kamera (da ist mein G6 gefühlt besser) den Klang als Argument.

    Wir haben seit heute zwei Aussteller im Geschäft und eins darf ich bis Mittwoch selber ausprobieren. Und was ein "Datenblatt-Test" aussagt, dass ist meiner Meinung nach mehr Theorie als Praxis. Was das Display betrifft, ja es ist enorm Hell (erster Eindruck an der Sonne) kann aber mit dem Galaxy S9/Plus bzgl. Farben und Blickwinkel nicht mithalten. Das ist allerdings nur meine Meinung und der erste Eindruck davon. Bezüglich Sound und Kamera möchte ich jetzt noch nichts zu sagen. Das muss ich erst in aller Ruhe austesten. Mittwoch kann ich sicher mehr dazu sagen.

    Schönen Abend

antworten
Anzeige
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte
 
Zur Bestenliste der beliebtesten Handys
 
Anzeige