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Autor: Stefan Schomberg 12.05.2018 - 18:00 | 2

HMD Global Nokia 6.1 Testbericht

Testüberblick HMD Global Nokia 6.1

  1. Seite 1: Design, Verarbeitung, Display, Hard- unfd Software
  2. Seite 2: Kamera, Gesprächsqualität, Akkulaufzeit und Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Gutes Display
  • Komplette Hardware-Ausstattung
  • Ordentliche Leistung
  • Flops
  • Wirkt etwas altbacken wegen 16:9-Display

Nokia 6.1 Test: Neuauflage in alter Güte

HMD Global hat das Nokia 6 aus dem vergangenen Jahr neu aufgesetzt. Das aktuelle Modell trägt die Bezeichnung Nokia 6.1 und bietet zwar keine revolutionären Neuerungen, aber durchaus sinnvolle Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger. Lest hier, ob eine Neuanschaffung sinnvoll ist!

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

HMD Global hat vermutlich noch einige spannende Eisen im Feuer - etwa das Nokia 10, das angeblich fünf wählbare Kameralinsen haben soll. An anderer Stelle ist das Unternehmen weniger innovativ und bringt etwa mit dem Nokia 6.1 eine auf den ersten Blick nur recht schnöde Neuauflage des Vorjahresmodells auf den Markt. So schnöde ist das Gerät, das im Netz auch oft als Nokia 6 (2018) betitelt wird, aber eigentlich gar nicht.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Schick: Das Nokia 6.1 im Test

Bei Design und Material setzt Nokia auf ein schickes Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das bei unserem Testmodell mattschwarz beschichtet ist und tolle kupferrote Dekorelemente trägt. Zu den Akzenten zählen etwa die feinen Schliffkanten des Rahmens auf Front und Rücken, außerdem sind hinten der runde Fingerabdrucksensor und das senkrecht stehende, länglich ovale Kameramodul samt LED-Blitz entsprechend eingefasst. Auch die beiden Hardware-Tasten auf der rechten Gehäuseseite weisen die kupferfarbenen Schliffkanten auf. Durch den glänzenden Kontrast und das Gewicht des Alugehäuses, das aus einem einzigen Alublock gefräst sein soll, wirkt das Nokia 6.1 im Test sehr hochwertig.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Schicke Schliffkante in Kupfer

Dabei liegt es nicht einmal übermäßig gut in der Hand. Schuld ist einerseits die doch recht kantige Formensprache des Nokia 6.1, andererseits die Verwendung eines 16:9-Displays, das entsprechend mehr Platz in der Breite benötigt, als Smartphones mit modernerer 18:9-Ratio. Die kantige Formensprache sieht zwar schick aus, bietet aber Nachteile bei der Haptik. Zwar sind Displayglas und Metallrückseite zum schmaleren Rahmen hin sanft gerundet, die vier Ecken des Smartphones weisen aber sehr enge Radien auf. Zusammen mit den Schliffkanten des Rahmens fühlt sich das in der Hand einfach nicht so angenehm wie viele Wettbewerbsmodelle an. Außergewöhnlich schlimm ist das allerdings nicht.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Schlichte Rückseite

Durch das bereits angesprochene Display-Seitenverhältnis von 16:9 wirkt das Nokia 6.1 im Test weniger modern, als entsprechende Konkurrenzmodelle. Neben dem Screen sind die Ränder zwar ausreichend schmal, über und unter dem Display ist aber viel verschwendeter Platz zu sehen. Oben sind immerhin noch Lautsprecher, Frontkamera und Sensoren untergebracht, unter dem Touchscreen bleibt der Rahmen funktionslos. Der jetzt hinten verbaute Fingerabdrucksensor oder die Sensortasten zur Steuerung des Smartphones hätten hier auf jeden Fall Platz gefunden, HMD Global verschenkt ihn stattdessen. Das schränkt den auch durch die makellose Verarbeitungsqualität sehr guten Gesamteindruck des Nokia 6.1 leider etwas ein. Dennoch dürfte die 2018er-Neuauflage den meisten Kunden zu recht besser als das erste Modell des Nokia 6 gefallen.

Display-Größe und -Qualität

Nokia 6.1 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6.1 im CIE-Displaytest

HMD Global setzt in das Nokia 6.1 im Test ein IPS-LCD mit 5,5 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel ein. Full-HD-Plus oder andere Experimente, wie sie bei Formfaktoren wie 18:9, 18,5:9 oder 19:9 derzeit gängig sind, gibt es wegen dem bereits erwähnten Format 16:9 nicht. Die Darstellungsqualität des Screens geht voll in Ordnung. Auf den ersten Blick könnte zwar die Helligkeit etwas höher ausfallen, mit gemessenen 440 cd/m² beweist unser Messgerät allerdings, dass sie im Alltag absolut ausreichend ist.

Nokia 6.1 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6.1 im Farb-Displaytest
Nokia 6.1 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6.1 im Graustufen-Displaytest

Offenbar lässt sich das Auge hier vom mit 777:1 vergleichsweise niedrigen Kontrast in die Irre führen, Farben wirken hingegen recht intensiv. Ihre Darstellungsgenauigkeit liegt mit unter 5 Delta-E Abweichung im grünen Bereich, an der Genauigkeit bei Grauwerten hätte Nokia aber noch etwas feilen dürfen. Sie ist mit einer Abweichung von fast 12 Delta-E nicht sehr ausgeprägt. Die Blickwinkelstabilität bietet hingegen keinen Anlass zur Kritik, außer typischer, aber nicht übermäßig starker Abschattung gibt es keine Veränderungen wie Farbverfälschungen zu beobachten. Auf dem Papier schneidet der Screen des neuen Modells zwar leicht schlechter als beim Vorgänger ab, insgesamt leistet der Hersteller beim Display des Nokia 6.1 im Test aber immer noch gute Arbeit.

System: Hardware, Software und Bedienung

Einer der großen Unterschiede vom Nokia 6.1 im Test im Vergleich zum Vorgänger ist der Prozessor. Im neuen Modell steckt statt des Mittelklasse-Chips Snapdragon 430 ein Snapdragon 630. Der Qualcomm-Chipsatz ist leistungstechnisch eher im oberen Mittelfeld angesiedelt, Nokia hat das neue Modell hier also klar aufgewertet. Das sieht man in Benchmarks auch recht deutlich. Schaffte das erste Modell im Antutu-Test nur knapp 47.000 Punkte, sind es mit dem stärkeren Prozessor etwas über 90.000 Punkte. Auch im Icestorm-Unlimited-Test von 3DMark gibt es eine imposante Verbesserung von nicht einmal 10.000 auf knapp über 17.000 Punkte zu vermelden. Auch die reine Grafikleistung ist deutlich höher, hier stehen 16 FPS beim Snapdragon-430-Modell ordentlichen 30 FPS beim neuen Modell mit Snapdragon 630 und Adreno 512.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Aktuelles Sicherheits-Patch

Im Alltag macht sich die gestiegene Leistung nicht großartig bemerkbar - wie auch, der Vorgänger bot hier auch schon eine weitestgehend flüssige Bedienung. Das Nokia 6.1 verhält sich da nicht anders, überraschend sind dann allerdings immer wieder mal kurze Hänger oder Mikroruckler, etwa beim Wechsel zwischen Apps. Ähnliches passiert beim Wechsel zum Google Assistant, hier hängt es aber häufig damit zusammen, dass erst neue Inhalte geladen werden müssen. Das machen auch Top-Smartphones oftmals nicht besser. Insgesamt ist die Bedienung aber schnell und direkt, auch Apps lassen sich normalerweise ausreichend schnell starten. Die angesprochenen Mikroruckler werden viele Nutzer vermutlich nicht einmal bemerken.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
App-Drawer

Am Arbeitsspeicher kann der Leistungszuwachs nicht liegen. Auch wenn Nokia beim neuen Modell LPDDR4- statt LPDDR3-RAM verwendet, bleibt die Größe mit 3 GB gleich. Auch gleich: der interne eMMC-Speicher. Er misst auch im 2018er-Modell 32 GB und lässt sich per microSD-Karte erweitern. Ansonsten ist an Technik alles mit dabei, was man heutzutage in einem Smartphone brauchen kann. Dazu gehört LTE bis 150 Mbit/s im Downstream (Cat-4), WLAN ac (auch wenn HMD Global das auf seiner Homepage gar nicht mit angibt!), Bluetooth 5.0, NFC, GPS mit Unterstützung für Glonass und BDS und sogar ein UKW-Radio. Das mitgelieferte Headset dient dabei als Wurfantenne - qualitativ ist es auch für nicht viel mehr zu gebrauchen. Trotz USB-C-Anschluss (USB 2.0) wird es über den zusätzlich vorhandenen Klinkenport angeschlossen.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Schnellzugriffe

Nokia verwendet im Nokia 6.1 im Test zwei Mikrofone mit OZO-Audio-Technologie. Sie soll dafür sorgen, dass auch laute und tiefe Töne verzerrungsfrei aufgezeichnet werden. Der Mono-Lautsprecher, der eine Öffnung auf der Fußseite des Smartphones aufweist, ignoriert Bass weitestgehend, ist aber ausreichend laut und sehr klar. Nicht ganz optimal arbeitet der Fingerabdrucksensor. Das scheint auch, aber nicht nur an der Platzierung zu liegen. Für eine natürliche Handhaltung ist uns der Sensor nämlich etwas zu niedrig angeordnet, sodass man immer wieder mehr auf den LED-Blitz der Kamera drückt, statt den Fingerabdrucksensor ordentlich zu treffen. Aber auch bei richtiger Platzierung des Fingers kam es im Test immer wieder zu Fehlern. Dann vibrierte das Smartphone zwar kurz, entsperrte sich aber nicht - der Fingerabdruck wurde einfach nicht richtig erkannt. Das passierte in 20 bis 30 Prozent der Fälle, das ist deutlich mehr, als normalerweise bei Huawei-Smartphones.

Nokia 6.1 | (c) Areamobile
Auf dem Nokia 6.1 läuft Android One

Als Betriebssystem verwendet Nokia Android One in Version 8.1, Anpassungen der Nutzeroberfläche und somit Abweichungen von Vanilla-Android gibt es nicht. Das verspricht wenig Bloatware und vor allem regelmäßige und schnelle Updates. Auch die Sicherheitspatches sollten zeitnah verfügbar sein, unser Testgerät hatte allerdings Anfang Mai noch das Sicherheitspatch vom 1. April 2018 und entsprechend sollte das nächste Patch bald folgen.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 13.05.18 07:32 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    "Wirkt etwas altbacken wegen 16:9-Display"

    Tja, da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Ich finde 16:9 Display" einfach nur klasse. Mit dem anderen Zeug kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.

    Eher würde mich möglicherweise der starke Blaustich stören. Der ist ja zumindest auf den Fotos schon ziemlich krass.

  2. 13.05.18 12:40 Supergockel

    "Wirkt etwas altbacken wegen 16:9-Display"

    Man muss ja nicht bei jedem gerät jeden Trend mitmachen. Ich mag dieses 18:9 überhaupt nicht, genauso wie dieses verdammte Glas auf der Rückseite.

    Dieses Format hat nicht wirklich einen praktischen nutzen. Man kann auch bei 16:9 bleiben und dennoch den oberen und unteren Rand verkleinern, so werden die Geräte wenigstens wieder etwas kompakter. Hier werden sie oft sogar noch größer, auch wenn es nur wenige Millimeter sind.

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