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Autor: Stefan Schomberg 08.03.2018 - 17:00 | 15

Samsung Galaxy S9 Plus Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Immer noch schickes Design mit IP68 und Qi
  • Hammerharte Hardware
  • Herausragende Kamera
  • Tolles Display
  • Flops
  • Sicherheits-Patch zu alt
  • Iris-Scan immer noch zu unsicher/unpraktisch
  • Kleine Schönheitsfehler bei Verarbeitung

Samsung Galaxy S9 Plus Test: Grandioses Gesamtpaket mit kleinen Schönheitsmängeln

Das Galaxy S9 Plus ist das Spitzenmodell von Samsung für dieses Jahr – zumindest, bis das Galaxy Note 9 vorgestellt wird. Besonderes Augenmerk hat der Hersteller auf die Kamera gelegt, die nach eigenen Aussagen "weitergedacht" ist. Neuerungen scheinen beim Smartphone auf den ersten Blick sonst eher Mangelware zu sein – dass dem nicht so ist, zeigen wir euch in diesem Test.

Samsung Galaxy S9 Plus | (c) Areamobile
Im Test: Samsung Galaxy S9 Plus

Samsung zeigt mit dem Galaxy S9 (Plus) eindrucksvoll, wie man als Marktführer agieren sollte: Man bringt nicht nur ein überragendes Smartphone auf den Markt, sondern macht das auch noch so früh im Jahr, dass die Konkurrenz Schnappatmung bekommt. Die hat dann eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder zieht sie sich erst einmal zurück, um nicht im Trubel um das Samsung-Modell unterzugehen - so haben es Huawei und LG auf dem diesjährigen Mobile World Congress getan. Dann bringt man das Gerät auf einem eigenen Event groß raus, hält aber (vermutlich wieder) selbstbewusst den Preis. Oder man stellt zwar jetzt schon ein Modell vor, verspricht tolle Technik und einen auffällig niedrigen Preis - wie Asus beim Zenfone 5Z -, schickt sein Gerät dann aber erst ein halbes Jahr später auf den Markt.

Samsung hingegen überstrahlt mit seiner Präsenz alle anderen und da macht es auch nichts, dass der Preis für das Galaxy S9 (Plus) erhöht wurde, obwohl es eigentlich nicht viele Verbesserungen gibt - Konkurrenz ist ja nicht vorhanden. Aber ist das neue Galaxy S9 wirklich so gut wie behauptet?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design hat sich auf den ersten Blick schon mal nichts geändert. Samsung setzt erneut auf einen schicken und immer noch absolut hochwertigen Mix aus Glas und Metall, das zumindest optisch immer noch aus einem Guss zu stammen scheint. Die Seiten sind wieder um die Ecken gebogen und gehen in einen schmalen Rahmen aus Metall über - wie beim Samsung Galaxy S8 Plus. Allerdings gibt es auch einen Unterschied. Der Metallrahmen des Galaxy S9 Plus ist anders als noch bei den Galaxy-S8-Modellen in der Farbe der Rückseite gehalten und glänzt nicht mehr. Viel wichtiger: Er ist jetzt minimal breiter und steht jetzt etwas hervor. Dadurch ist der Übergang von gebogenem Glas auf Front und Rücken in das Metall des Rahmens nicht mehr so handschmeichlerisch wie beim Galaxy S8 Plus.

Das spürt man in der Hand, das Samsung Galaxy S9 Plus liegt im direkten Vergleich schon fast scharfkantig in der Hand. War Kollege Tobias davon im ersten Vorabtest noch ganz angetan, weil er daraus mehr Griffigkeit des Modells ableiten zu könnten glaubte, so stößt dieser Punkt im Rest der Redaktion auf weniger Gegenliebe. Das Samsung Galaxy S9 Plus fühlt sich in der Hand schlicht und ergreifend kantiger und damit nicht mehr so ergonomisch an, auch wenn sich an den Ausmaßen ansonsten nichts geändert hat.

Samsung Galaxy S9 Plus | (c) Areamobile
Das Design des Galaxy S9 Plus wirkt vertraut

Auch beim Rest sind die Veränderungen vom Vorgänger zum neuen Galaxy S9 Plus eher marginal. Das neue Modell wiegt 16 Gramm mehr - das fällt im normalen Gebrauch aber nicht weiter auf, auch wenn jetzt 189 Gramm schon eine Hausnummer sind. Auch das Verlagern des Displays um einige Nuancen weiter nach unten, wodurch der Rand über dem Screen rund einen Millimeter breiter als der untere ist, fällt bestenfalls im direkten Vergleich zum Vorgänger auf. Über dem Bildschirm ist damit genug Platz für eine 8-Megapixel-Frontkamera, die Hörmuschel mit zweitem Lautsprecher, die Benachrichtigungs-LED, weitere Sensoren und den Iris-Scanner, der jetzt aber nicht mehr direkt zu sehen ist, sondern hinter getöntem Glas verborgen ist.

Offensichtlicher werden die Unterschiede da schon auf der Rückseite. Hier sieht man auf den ersten Blick, dass man kein mit Minimalaufwand aufgehübschtes Samsung Galaxy S8 Plus, sondern ein neues Modell in der Hand hält. Wo nämlich zuvor nur eine Kameralinse saß, da ist jetzt eine Dual-Kamera mit jeweils 12 Megapixel verbaut, von der wie beim Galaxy Note 8 eine ein Teleobjektiv für zweifach optischen Zoom besitzt. Zudem sitzt der Fingerabdrucksensor nun unter statt neben der Kamera, Samsung hatte dafür zu recht harsche Kritik einstecken müssen. Er lässt sich zudem durch eine leichte Vertiefung zumindest theoretisch leichter erfühlen und ist jetzt auch wesentlich besser erreichbar.

Samsung Galaxy S9 Plus | (c) Areamobile
Der Rahmen ist etwas breiter als beim Vorgänger

Optimal ist diese Lösung aber immer noch nicht: Irgendwie fühlt sich der Sensor nicht so gut wie bei der Konkurrenz an, wo er meist größer und noch besser abgegrenzt ist. Durch seine ergonomischere Platzierung trifft man daher den Sensor nun auch ohne hinzuschauen, allerdings oft auch gleichzeitig die unterer Kameralinse, die so ständig verschmiert ist. Positiv: Ein Rahmen um das gesamte Konstrukt sorgt immerhin dafür, dass das Kameraschutzglas beim Ablegen des Phones nicht direkt aufliegt und so zerkratzt. LED-Blitz und Fingerabdrucksensor hat Samsung unter das Glas verfrachtet.

Ansonsten bleibt der Rest gleich: Rechts befindet sich die Power-Taste, links sitzen die Lautstärkewippe und darunter der Bixby-Button. Alle haben den kurzen Tastenhub und knackigen Druckpunkt gemein. Einen Home-Button und kapazitive Sensorflächen gibt es auch bei den neuen Topmodellen nicht, Samsung setzt erneut auf On-Screen-Tasten. Der Drucksensor ist dabei erneut nur unter dem virtuellen Home-Button zu finden, der festes Drücken mit einer kurzen Vibration quittiert.

Samsung Galaxy S9 Plus | (c) Areamobile
Die Display-Ecken sind beim Galaxy S9 Plus rund

An der Verarbeitung gibt es eigentlich auch nichts auszusetzen, sie ist insgesamt hervorragend. Mit einer Ausnahme: Sowohl unser Plus-Modell als auch das kleine Galaxy S9 lassen an schmalen Spalten - etwa wo das Glas der Rückseite das Kameramodul umschließt oder vorne am Übergang zwischen Glas und Metallrahmen - den Klebstoff darunter erkennen. Das sieht man nur bei sehr genauem Hinschauen, ein flüchtiger Blick könnte es als Spiegelung des gebogenen Glases durchgehen lassen. Aber hat man es einmal gesehen, dann prägt es sich direkt ein und bei jedem neuen Betrachten denkt man sich: "Das kann ja wohl bei einem so teuren Smartphone nicht wahr sein!" Mal sehen, was Samsung noch dazu sagen wird.

Display-Größe und -Qualität

Samsung Galaxy S9 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
Samsung Galaxy S9 Plus im CIE-Displaytest

Auch beim Display hat sich offenbar nichts geändert. Hier gibt es erneut einen 6,2 Zoll großen Touchscreen im 18,5:9-Format mit einer maximalen Auflösung von 2.960 x 1.440 Pixel (QHD+). Das Edge-to-Edge-Display sieht genauso hochwertig wie beim Vorgänger aus, vor allem Kontrast und Farbsättigung stechen positiv hervor. Auffällig ist, dass der Kontrast für ein Super-AMOLED-Display beinahe schlecht ist. Normalerweise kann unser Messgerät den bei AMOLEDs gar nicht messen, zu schwarz ist das Schwarz. Beim Galaxy S9 Plus im Test gelingt das allerdings. Mit über 22.000:1 ist das allerdings immer noch wesentlich besser als bei jedem LCD, zumal auch der Kontrast bei starker Sonneneinstrahlung noch erhöht wird.

Samsung Galaxy S9 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
Samsung Galaxy S9 Plus im Display-Farbtest

Bei eingeschalteter Helligkeitsautomatik und heller Lichteinstrahlung erreicht das Galaxy S9 Plus eine Leuchtkraft von fast 700 cd/m² - das ist heller als das LCD des iPhone X mit seinen etwa 610 cd/m². Außerdem bietet das Galaxy S9 Plus im voreingestellten Modus "Anpassungsfähige Anzeige" eine recht ausgewogene Darstellungsgenauigkeit. Sowohl bei Graustufen als auch bei der Farbdarstellung beträgt die Abweichung knapp über 8 Delta-E, das ist für ein AMOLED-Display sehr ordentlich. Wer will, der kann auch die weiteren Modi "AMOLED-Kino", "AMOLED-Foto" und "Einfach" auswählen oder gleich die Farbbalance von kühl bis warm oder sogar einzelne Farben einstellen.

Zum Lesen im Bett gibt es zudem einen Blaufilter, zum Stromsparen kann die Display-Auflösung auf 2.220 x 1.080 Pixel oder sogar 1.480 x 720 Pixel reduziert werden. Erstmals lassen sich auch der Homescreen und der App-Drawer im Querformat anzeigen. Selbst die Sensivität des Displays für Berührung lässt sich erhöhen, damit der Screen auch mit Handschuhen bedienen lässt - viel mehr geht kaum. Insgesamt ist das Display des Samsung Galaxy S9 Plus mit einem Wort schlicht brillant.

Samsung Galaxy S9 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
Samsung Galaxy S9 Plus im Display-Grautreppentest
Detailseiten zum Testbericht
  1. Seite 1 - Design, Verarbeitungsqualität und Display
  2. Seite 2 - Hard- und Software
  3. Seite 3 - Kamera
  4. Seite 4 - Akku, Gesprächsqualität und Fazit
  5. Hands-On-Test für das Samsung Galaxy S9 Plus
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 08.03.18 17:31 foetor (Gast)

    @AM
    „Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass ich mit dem Mate 10 Pro am Abend des ersten Tages meist noch um 55 bis 65 Prozent Akku-Leistung zur Verfügung hatte, beim Samsung Galaxy S9 Plus hingegen nur etwa 35 Prozent. “

    Was wurde denn alles gemacht?

  2. 08.03.18 18:55 blueskyx (Advanced Member)

    Diesen hohen „Akkuverlust“ am Anfang habe ich am S8. Ohne wirklich was zu machen verliere ich zwischen Aufstehen, Frühstück und Arbeitsbeginn meist um die 7-8 Prozent in gut einer Stunde. Danach normalisiert es sich dann wieder.

    Ist einer der wenigen Punkte die mich stören.

  3. 08.03.18 20:14 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Das Rating ist in betracht auf den preis nicht verdient. Das gerät ist bestenfalls ein facelift und hätte mehr die bezeichnung S8 2018 verdient. Für mich eines der überteuersten Geräte aller zeiten

  4. 08.03.18 20:42 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    @blueskyx

    "Diesen hohen „Akkuverlust“ am Anfang habe ich am S8. Ohne wirklich was zu machen verliere ich zwischen Aufstehen, Frühstück und Arbeitsbeginn meist um die 7-8 Prozent in gut einer Stunde. Danach normalisiert es sich dann wieder."

    Ist das denn gesichert, dass es sich um "Akkuverlust" handelt, und nicht um eine falsche Akkuanzeige?

    Wie es der Zufall will hab ich hier was gefunden, ;-) Vielleicht hilft es Dir.

  5. 08.03.18 21:32 AlfredENeumann (Advanced Handy Profi)

    Arminator auf Kriegsfuss!
    @Arminator, dann sag doch mal bitte welches Gerät macht es denn besser?

  6. 08.03.18 22:14 Arminator (Advanced Handy Profi)

    @alfred

    Also mein oneplus 5t entsperrt sich ungefähr doppelt so schnell, da muss die frage schon erlaubt sein warum jemand 300€ mehr ausgeben sollte für ein gerät das in der praxis weder schneller ist noch länger durchhält.

    klar, kamera und display sind top, das ist aber auch eine selbstverständlichkeit für jedes neugerät. Ich sehe da immernoch keinen grund warum das teil so teuer ist im vergleich zu den 2017 geräten die teilweise sogar eine deutlich bessere usability bieten.

  7. 08.03.18 22:20 AlfredENeumann (Advanced Handy Profi)

    Jedes Gerät kostet bei Neuerscheinen mehr als sein Vorgänger, auch wenn die Entwicklungssprünge nicht mehr so groß sind wie bei früheren Generationen. Im Gegensatz zu Herstellern die nur Komponenten von der Stange verbauen darf sich doch jemand der wirklich eigene Entwicklungsarbeit leistet auch etwas gönnen solange sie es können.
    Alle anderen kommen erst noch dieses Jahr (wenn sie denn was haben was ebenbürtig ist) oder sind nur Ankündigungsweltmeister.

  8. 09.03.18 06:48 Premiumbernd (Newcomer)
    Wer ist dieser Arminator?

    Seine Kritik zeugt eher von Unzufriedenheit mit sich selbst und dem Leben, also Frust, als von Kenntnis. Er ist wohl eher so der Qerulant.
    Ist aber auch unwichtig.

    Ich habe ein Note 8 und sehe überhaupt keinen Grund für das S9. Ja, die Kamera ist sicherlich besser, aber merkt das der Normal-User? Sind die Unterschiede so gravierend? Ich vermute eher nicht. Ich denke die Kameras der Spitzenphones sind ziemlich ausgereizt. Jede Steigerung bietet nur noch wenig Mehrwert und ist was für Photofreaks. Aber die arbeiten wohl eher mit einer DSLR.
    Eventuell bringt Huawei mit den drei Linsen oder Nokia mit der vielleicht kommenden Penta – Kamera einen echten Mehrwert (und dazu Android one). Dann werde ich über einen Wechsel nachdenken.
    Aber kein Samsung mehr. Denn auch mein Note 8 hat noch den Sicherheitspatch vom 01. Januar 2018 und Octeo ist nicht in Sicht. Ganz miese Updatepolitik und Kundenorientierung.
    Und dieses höher, schneller, weiter im Prozessorbereich brauche ich sowieso überhaupt nicht.

  9. 09.03.18 08:09 Tring

    Naja die Kamera bietet durchaus auch für den Durchschnittsuser einen Mehrwert, wenn ich an Zeitlupenfunktion und Blende denke. Allerdings werde ich als S8+ User nicht umsteigen.

    Mit einem OP5 würde ich es ohnehin nicht vergleichen, ich sehe die beiden nicht auf dem selben Level. Momentan bietet sich nur der Vergleich mit dem iPhone X an und da ist es schwierig einen Sieger zu küren.

  10. 09.03.18 09:15 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Ich denke nicht, dass die Qualitäten der Kameras ausgereizt sind. Vielleicht sind die Sprünge kleiner geworden, aber der low light performance hat sich Samsung erfolgreich angenommen.
    Ich finde es ein wenig unfair, wenn man die Startpreise eines neuen Geräts mit denen bereits seit Monaten auf dem Markt befindlichen vergleicht.
    Das Samsung S9 ist an den entscheidenen Stellen verbessert worden und kann sicherlich als herausragend bezeichnet werden. Hoffentlich wird der Preis für den Kunden bald ansprechender und die Performance nicht so schnell schlechter wie beim S8. Vom Arbeitsspeicher hätte ich bei beiden Geräten 6GB erwartet, gerade wenn der leichte Performanceverlust bekannt ist und man zum Start Eur 1.000,- aufruft.

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