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Autor: Stefan Schomberg 10.06.2018 - 14:00 | 3

HTC U12 Plus Testbericht

Testüberblick HTC U12 Plus

  1. Design, Anmutung und Display
  2. Hardware und Software
  3. Die Kamera-Qualität
  4. Sprachqualität, Akkulaufzeit, Fazit
  5. 3 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Tolle Ausstattung
  • Grandiose Kamera
  • Edge-Sense (inkl. Tasten)
  • Flops
  • Display-Ausleuchtung unregelmäßig
  • Akku sollte stärker sein

HTC U12 Plus Test: Das Top-Smartphone in der zweiten Reihe

Wir verraten es gleich: HTC liefert mit dem U12 Plus ein echtes Top-Smartphone ab. Das Modell zeigt bärenstarke Performance und bietet eine hervorragende Kamera. Trotz hoher Testnote wird das HTC-Handy aber wohl selten erste Wahl bei einem Smartphone-Kauf sein. Warum, erfahrt ihr hier im Testbericht.

Unter Smartphone-Fans genießt HTC ein hohes Renomee, wirtschaftlich muss das angeschlagene taiwanische Unternehmen aber inzwischen kleinere Brötchen backen. Da ist es besonders schwer, noch echte Highend-Geräte zu bauen und dann auch noch an den Mann zu bringen. Denn schließlich kostet die Entwicklung Geld, und ohne hohen Bekanntheitsgrad bleibt nur der Weg über großangelegte, kostenintensive Werbung. In diesem Dilemma aus Sparen und Vergessenwerden steckt das Unternehmen gerade. Ob es da hilfreich ist, einen Teil der Smartphone-Entwicklung an Google zu verkaufen? Das bringt zwar Geld ein, aber Know-how geht verloren - langfristig könnte der Schuss nach hinten losgehen.

HTC U12 Plus im Unboxing
Im Test: HTC U12 Plus

Bei verkleinerter Belegschaft erscheint es nur logisch, dass HTC in diesem Jahr nur ein Top-Smartphone auf den Markt bringt. Während im vergangenen Jahr im Frühjahr das HTC U11 herauskam und am Jahresende noch das U11 Plus folgte, das aber wegen der hohen Ähnlichkeit zum kleineren Modell kein Netzbetreiber mehr in sein Sortiment aufnehmen wollte, gibt es für 2018 nur das HTC U12 Plus. Die Frage ist aber wie schon beim LG G7 ThinQ, ob der vergleichsweise späte Marktstart im Jahr eine gute Entscheidung ist.

Design und Anmutung des HTC U12 Plus

In das Design des HTC U12 Plus ist die zusätzliche Entwicklungszeit sicherlich nicht eingeflossen, denn die "Liquid Surface" genannte Formgebung gibt es bereits seit über einem Jahr. Dabei setzt HTC auf Glas für Front und Rücken des Smartphones mit einem Metallrahmen dazwischen. Auf diese Sandwich-Bauweise setzt inzwischen fast jeder Smartphone-Hersteller. HTC verwendet aber mehrere Schichten Glas, was besonderen Tiefeneffekt erzeugen soll. Tatsächlich sieht unser schwarzes Testmodell je nach Blickwinkel tiefschwarz oder silberspiegelnd aus - schick. Wobei die rote oder die halbtransparente "Translucent Blue"-Version mit der teilweise durchsichtigen Ummantelung spannender wirken - aber Schwarz ist halt massentauglicher.

Wie das LG G7 ThinQ wirkt auch das HTC U12 Plus sehr edel und beinahe zeitlos, dank der gebogenen Ränder der Glasrückseite liegt das HTC-Modell ähnlich gut in der Hand. Das mehrschichtige Glas des Gehäuses des HTC U12 Plus zeigt bei der Benutzung des Smartphones aber auch schnell Fingerabdrücke, wodurch das hochwertige Gerät schnell schmuddelig wirkt. Da bleibt nur der Griff zur Schutzhülle oder einem Putztuch - beides ist aber nervig.

LG G7 ThinQ im Vergleich mit HTC U12 Plus | (c) Areamobile
Das HTC U12 Plus (hinten) hat im Gegensatz zum LG G7 ThinQ keine Notch

Der größte optische Unterschied im Vergleich zu den meisten Konkurrenz-Geräten ist das Display, das zwar im modernen 18:9-Format daherkommt, aber keine Notch aufweist. Entsprechend ist der Bereich am oberen Ende der Front konventionell mit einem vergleichsweise breiten Rahmen versehen, der Sensoren, den Telefonielautsprecher und eine Dual-Frontkamera beherbergt. Bedeutet die Notch mehr oder weniger Anzeigefläche? Ist das besser oder schlechter? An der Display-Notch von Smartphones scheiden sich die Geister.

Der Bereich unter dem Touchscreen ist beim HTC U12 Plus ähnlich breit wie der darüber, hier würde bestenfalls noch ein sehr schmaler Fingerabdrucksensor hinpassen. Den platziert HTC stattdessen in runder Form auf der Rückseite in Reichweite für den Zeigefinger der das Handy haltenden Hand. Angenehm schmal fallen die Seitenränder links und rechts des Screens aus, die Darstellungsfläche geht fast bis an den Metallrahmen heran. Das trägt zum hochwertigen Eindruck bei, den das HTC U12 Plus im Test hinterlässt.

Die Dual-Kamera an der Rückseite des HTC U12 Plus sitzt mittig im oberen Bereich, der Dual-LED-Blitz ist darunter zwischen Kameras und Fingerabdrucksensor platziert - so verschmiert man nicht versehentlich die Kameralinse, wenn man das Smartphone entsperren möchte. Die Kamera ist zwar bündig ins Gehäuse eingelassen, ein minimal vorstehender Rahmen drumherum sorgt aber dafür, dass das Glas der Linsen nicht verkratzt, wenn man das Smartphone irgendwo mit dem Display nach oben ablegt.

HTC U12 Plus im Unboxing
Glänzende Rückseite mit angenehmen Rundungen

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Rahmen mit den darin integrierten Power- und Lautstärketasten auf der rechten Seite. Denn im Gegensatz zu so gut wie allen anderen Smartphones verfügt das HTC U12 Plus nicht über konventionelle mechanische Drücker, sondern HTC weitet seinen Edge-Sense-Funktion auch auf die Tasten aus. Entsprechend gibt es zwar tastenförmige Erhebungen auf dem Rahmen an den Stellen, wo sonst Power- und Lautstärketasten wären, sie verfügen aber entsprechend über keinerlei Tastenhub oder Druckpunkt. Stattdessen erkennt das Smartphone per Ultraschall, ob der Rahmen an der Position der Tasten durch Druck minimal verformt wird, interpretiert das dann als Tastendruck und quittiert dies mit einem kurzen Vibrieren. Das fühlt sich bei den ersten Versuchen im Test seltsam an und ist gewöhneungsbedürftig, funktioniert aber einwandfrei.

Außerdem bietet diese Konstruktion auch Vorteile: Dass die Tasten nicht mechanisch arbeiten und es für sie keine Auslässe im Rahmen gibt, mindert auch das Schadensrisiko und bietet keinen Durchlass für Spritzwasser oder Feuchtigkeit.

HTC U12 Plus im Unboxing
Die Kamera ragt nicht aus dem gehäuse hervor

An der Verarbeitung gibt es wie von HTC-Smartphones gewohnt kaum etwas auszusetzen, bei unserem Testmodell sammelt sich allerdings schnell Staub und Schmutz in einem schmalen Spalt zwischen Glas und Metallrahmen. Diese Verunreinigungen dringen allerdings nach IP68-Zertifizierung des Geräts nicht ins Innere eind. Ein Leichtgewicht ist das HTC U12 Plus mit 188 Gramm nicht, auch fast 10 Millimeter Bautiefe sind alles andere als grazil. Pummelig wirkt das Smartphone dank der geschickten Formgebung aber nicht.

Das HTC U12 Plus im Display-Test

HTC U12 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
HTC U12 Plus im CIE-Displaytest

Der Screen des HTC U12 Plus misst 6 Zoll im 18:9-Format und stellt Inhalte mit 2.880 x 1.440 Pixel dar. Das Super-LCD kommt so auf eine Bildschärfe von 537 Pixel pro Zoll - das ist wirklich scharf. Das Display unterstützt HDR 10 und deckt nach Angaben des Herstellers den DCI-P3-Farbraum ab. Die Helligkeit des Screens überzeugt nicht vollends. Der Screen ist zwar nicht wirklich düster, die Displays einiger Konkurrenzmodelle strahlen aber sichtbar heller. Unser Messgerät bestätigt den schwachen ersten Eindruck: Gerade einmal 330 cd/m² sind klar zu wenig. Auch verdunkelt sich die Anzeige beim Blick aus schrägen Winkeln aufs Display auch etwas stärker im Vergleich zur Konkurrenz, obwohl die Anzeigeebene direkt unter dem Display-Glas sitzt.

HTC U12 Plus im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Ziemlich starke Abschattung

Dass das Gesamtbild dennoch stimmig wirkt, liegt wohl auch am hohen Kontrast von fast 1.500:1. Unser Eindruck bestätigt sich unter dem Messgerät: Gerade einmal 332 cd/m² Leuchtstärke sind nicht gerade viel, dafür passt aber die Darstellungsgenauigkeit von Graustufen und Farben. In Summe ist die Darstellungsqualität des Displays des HTC U12 Plus nicht schlecht, aber unter Niveau vieler Top-Smartphones von Wettbewerbern.

HTC U12 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
HTC U12 Plus im Farbtest
HTC U12 Plus im Displaytest | (c) Areamobile
HTC U12 Plus im Graustufentest

Wir vermissen am HTC U12 Plus auch ein Always-on-Display - obwohl es das eigentlich gibt. Wie bei Motorola-Smartphones wird es aber nur für wenige Sekunden gezeigt, sobald das Smartphone etwa vom Tisch aufgehoben wird. Die kurze Anzeigedauer soll sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirken - ob das hier der Fall ist? Mehr dazu im Akku-Kapitel.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Design, Anmutung und Display
  2. Hardware und Software
  3. Die Kamera-Qualität
  4. Sprachqualität, Akkulaufzeit, Fazit
 
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Bewertet am 16.06.2018

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 11.06.18 13:29 sierra bernd
    Keine Nachtaufnahmen mehr in den Tests!

    Ich habe mich beim Testbericht vom Lg G7 bereits geärgert, dass kein einziges Beispielbild bei Nacht bzw. Low-Light dabei ist. Aber hier beim U12 geht Areamobile noch einen Schritt weiter. Eine ganze Seite zur Qualität der Kamera und wiederum kein einziges Beispielbild bei Nacht.

    Werden zu den beiden Geräten noch Nachtaufnahmen nachgeliefert, oder ist das mittlerweile nicht mehr geplant?

  2. 11.06.18 16:16 Phonewatch (Member)

    Areamobile baut für mich immer mehr ab. Der Bildbetrachter ist sowas von schlecht. Jeder andere Blog macht es besser. 1 Bild ansehen, dann zurückgehen auf die Seite des Berichtes, neues Bild anwählen.. sowas von umständlich. Da mal eben mehrere Bilder gucken ist ja Horror. Die Kommentarfunktion wird ja auch kaum noch frequantiert im Gegensatz zu früher. Treffen sich ja wohl alle bei androidpit oder anderswo? Und der Kameratest ist wirklich nicht als Test zu gebrauchen. Dann lieber bei Android-Hilfe nachgeschaut

  3. 12.06.18 08:38 dankort1

    >> Keine Nachtaufnahmen mehr in den Tests!

    Meiner Meinung nach sind das meistens reine Datenblatt-Reviews die aber weniger was mit der Praxis zu tun haben. Da empfehle ich dir YouTube. Mittlerweile gibt's einige gute Kamera-Reviews vom HTC U12 Plus.

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