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Autor: Björn Brodersen 06.05.2018 - 18:00 | 3

Huawei P20 Lite Testbericht

Testüberblick Huawei P20 Lite

  1. Design, Anmutung, Display, Prozessor und Speicher
  2. Software, Kamera, Sprachqualität, Akkulaufzeit, Fazit
  3. 3 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Trendiges Design im 19:9-Format
  • Vergleichsweise großer Speicher
  • Funktionsreiche Dual-Kamera
  • Schnelle Datenverbindungen
  • Flops
  • Älterer, schwächerer Prozessor
  • Unsauberer Bokeh-Effekt der Kamera
  • Bluetooth 4.2

Huawei P20 Lite Test: Neues Smartphone mit wenig neuer Hardware

Im Huawei P20 Lite steckt wenig neue Hardware. Dafür bekommen die Käufer für 369 Euro ein Smartphone im trendigen Design und mit hochwertiger Anmutung und viel Speicherplatz. Erfahrt hier mehr über die Stärken und Schwächen des neuen Huawei-Smartphones im Test.

Das Huawei P20 Lite mag manchem wie eine Mogelpackung erscheinen: Äußerlich präsentiert sich das Modell in ganz neuem Look, aber die in dem Metallgehäuse eingebaute Hardware ist so ziemlich die gleiche wie im Huawei Mate 10 Lite oder teilweise auch Huawei Nova 2 (Plus). Huawei hat in dem neuen Lite sogar einen kleineren Akku als in dem Mate Lite eingebaut. Ob es sich dennoch als erschwinglichere Alternative - die UVP beträgt 369 Euro ohne Vertrag - zu den teuren Premium-Smartphones des Herstellers, dem P20 (649 Euro) und dem P20 Pro (899 Euro), eignet, haben wir im Test untersucht.

Gehäuse-Design und Anmutung des Huawei P20 Lite

Das Huawei P20 Lite ist unverkennbar ein Schwestermodell des Huawei P20: Vorder- und Rückseite des länglichen Gehäuses mit gerundeten Ecken sind von Glas bedeckt, dazwischen zieht sich ein Metallrahmen um das Gerät. Es gibt jedoch einige Unterschiede beim Design des Smartphones im Test im Vergleich zum teureren Premium-Modell: Die Display-Notch ist etwas größer, der Fingerabdrucksensor ist an der Rückseite platziert, an der Unterkante sitzt ein Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer, neben dem USB-C-Anschluss (USB 2.0) ist nur eine Lochreihe vor einem Lautsprecher zu sehen, und der Bildschirm des Huawei P20 Lite ist im 19:9-Format etwas langgestreckter als der 18,7:9-Screen des Huawei P20. Auf unseren Vergleichsbildern der beiden Geräte ist auch gut zu erkennen, dass der Rahmen des P20 mehr aus einem Guss ist und die Antennenstreifen sauberer eingearbeitet sind als beim Lite-Modell.

Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Huawei P20 Lite

Nur 145 Gramm Gewicht machen das Huawei P20 Lite fast zu einem Leichtgewicht. Mit 7,45 Millimetern Dicke, 71,2 Millimetern Breite und 148,6 Millimetern Länge ist das Metallgehäuse des Huawei P20 Lite etwas kompakter als das des Huawei Mate 10 Lite mit 5,9-Zoll-Display und das des Huawei Nova 2 Plus mit 5,5-Zoll-Bildschirm. Es ist aber gerade noch groß genug, um fest von der Hand umschlossen zu werden, ohne dass dies krampfig ist. Das ist auch wichtig, denn die Glasrückseite ist glatt, und das Handy kann schnell mal aus der Hand rutschen und das Glas beim Aufprall splittern. Das Umlegen einer Schutzhülle ist beim Huawei P20 Lite empfehlenswert. Auch ist die Glasoberfläche bei der Benutzung schnell von unansehnlichen Fingerabdrücken übersät, und das preiswertere Huawei-Smartphone trägt keine IP-Zertifizierung für Staub- oder Wasserschutz.

Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Glasbedeckte Rückseite mit hervorstehender Dual-Kamera und Fingerabdrucksensor
Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Hybrid-Schlitten: Zweite Nano-SIM oder microSD
Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
USB C und ein Lautsprecher
Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Gut erreichbare Hardware-Tasten

Die Verarbeitung der einzelnen Gehäusekomponenten ist sauber, die Hardware-Tasten an der rechten Gehäuseseite und der Fingerabdrucksensor sind bequem mit den Finger der das Smartphone haltenden Hand zu erreichen und haben einen ausreichend prägnanten Druckpunkt. Der links im Gehäuse unseres Testgeräts versenkte Kartenschlitten fasst entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM- und eine microSD-Karte. Dual-SIM-Funktionalität und gleichzeitig Speicherwerweiterung über eine wechselbare Speicherkarte ist nicht möglich. Neben der Doppel-SIM-Variante gibt es auch eine Single-SIM-Ausführung des Huawei P20 Lite, allerdings nicht mit goldenem Farbanstrich, sondern in Schwarz, Blau oder Pink.

Das Huawei P20 Lite im Display-Test

Der Bildschirm des Huawei P20 Lite basiert auf TFT-LCD-Technologie und stellt bei einer Diagonalen von 5,84 Zoll 2.280 x 1.080 Pixel im 19:9-Format bzw. 432 Bildpunkte pro Zoll dar. Nominell ist die Anzeige damit etwas schärfer als die das Huawei Mate 10 Lite oder die des Huawei Nova 2 Plus, doch den Unterschied erkennt das menschliche Auge nicht. Der Screen des Smartphones im Test punktet mit starker Leuchtkraft (462 cd/m2), ausreichendem Kontrast (853:1) und einer natürlich wirkenden Farbwiedergabe. Die Farbtemperatur lässt sich in den Systemeinstellungen nach Bedarf anpassen.

Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Notch für Speaker und Frontkamera
Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Sensortasten am unteren Bildschirmrand

Die Anzeige liegt quasi direkt unter dem Display-Glas und lässt sich unter hellem Sonnenlicht gerade noch ablesen, dabei spiegelt das Oberflächenglas das Umgebungslicht gehörig. Beim Blick aus schrägen Winkeln dunkelt das Display jedoch merklich ab. 

Huawei P20 Lite im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Huawei P20 Lite im Display-Test: Blickwinkelstabilität

Die für Statusinformationen wie Netzempfang, Uhrzeit und Akkuladestand vorgesehenen Bereiche im Anzeigefeld links und rechts der Aussparung für Frontkamera, Telefonhörer und Sensoren lassen sich wie auf vielen anderen Notch-Smartphones schwärzen. Dann wirkt die Ansicht mit zwei breiteren Randbereichen ober- und unterhalb des Screens symmetrischer.

System: Hardware, Software und Bedienung

Unter der Haube des Huawei P20 Lite finden sich etliche Komponenten aus 2017er-Modellen des Herstellers: Der Kirin 659 arbeitet beispielsweise sowohl im Huawei Nova 2, als auch im Huawei Mate 10 Lite. Der Arbeitsspeicher (LPDDR3) ist bei allen drei Smartphone-Modellen 4 GB groß. Der interne Programmspeicher basiert auf dem langsameren eMMC-5.1-Standard und ist auf dem Papier jeweils auf 64 GB bemessen (beim P20 Lite belegt die Firmware knapp 10 GB Speicherplatz, das Gerät fasst bis zu 256 GB große microSD-Karten). Und die Dual-Kamera mit 16-Megapixel- und 2-Megapixel-Sensor steckt auch im Mate 10 Lite. Doch auch wenn Huawei hier im Vergleich beim P20 Lite nicht aufgestockt hat, so sind dies für ein Mittelklasse-Smartphone durchaus gehobene technische Werte.

Mit einer Ausnahme: dem Prozessor. Schon im Test des Huawei Nova 2, den wir im September 2017 durchführten, bemängelten wir die Wahl des Kirin 659 als Chipsatz für das Gerät. Denn in Benchmarks zeigte sich für das zweite Nova kein Performance-Gewinn im Vergleich zum im November 2016 getesteten ersten Nova mit dem auf 2 GHz getakteten Octa-Core-Prozessor Snapdragon 625. Dass es anders geht, zeigt die Huawei-Tochter mit dem Honor 9: In diesem Smartphone arbeitet der Octa-Core-Prozessor Kirin 960 mit 4 x 2,4 GHz und 4 x 1,8 GHz, der zusammen mit der Grafikeinheit Mali G71 MP8 und Zugriff auf 4 GB RAM zwar nicht für überragende, aber durchaus für ordentliche Benchmark-Ergebnisse sorgt - fast auf dem Level der Resultate des Huawei P10. Und in Kürze kommt das Honor-9-Nachfolgemodell Honor 10 heraus ...

Huawei P20 Lite | (c) Areamobile
Huawei P20 Lite: EMUI 8 auf Basis von Android 8

Der im 16-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigte Kirin-659-SoC im Huawei P20 Lite, Huawei Mate 10 Lite und Huawei Nova 2 besteht unter anderem aus einem Octa-Core-Prozessor mit acht nach dem big.LITTLE-Prinzip arbeitenden Cortex-A53-Rechenkernen (4x 2,36 GHz und 4 x 1,7 GHz) sowie der Grafikeinheit Mali T830-MP2. Die Benchmark-Resultate des Huawei P20 Lite im Test ähneln denen von Nova 2 und Mate 10 Lite - ihr seht sie hier in unserem Datenblatt-Vergleich.

Mag die Prozessorleistung an sich aber für flüssiges Browsing, Netzwerken und Videostreaming ausreichen, der Schwachpunkt dieser Antriebskombi ist vor allem die GPU. 19 Bilder pro Sekunde im GFXBench-Modus T-Rex 1.080p Offscreen oder 3,3 FPS in Car Chase sowie 197 Punkte im Sling Shot Extreme des Gaming-Benchmarks 3DMark zeigen das. Das Rennspiel "Asphalt 8: Airborne" läuft zwar in maximaler Auflösung nahezu flüssig auf dem Smartphone. Bei neueren oder grafikintensiveren Spielen kann es jedoch zu Rucklern oder zur Reduzierung der Auflösung des Spiels kommen.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 06.05.18 22:29 dankort1
    Mehr Schein als sein...

    Ein Smartphone das sehr gut aussieht und dementsprechend seine Wirkung nicht verfehlt. Und wenn der Preis bei etwa 250,- EUR ankommt, dann kann man nicht viel falsch machen.

  2. 07.05.18 07:36 peter0815 (Handy Profi)

    Na eher 199€

  3. 16.05.18 17:31 unbekannt222
    Huawei wird immer schlechter bei dem Preis!

    Ich bin von dem Handy ansich, zufrieden! Aber ich hab wirklich einen riesen Kritik an Huawei und hoffe dass sie es in den nächsten Jahren es besser machen.
    Also ich muss schon sagen 370 UVP sind schon ziemlich stabiler Preis und dafür bekommt man nur einen Kirin 659?! Wenn man sich das neue Honor 10 anschaut kostet es nur 400 Euro und besitzt einen Kirin 970, größeren Akku, 8 Kerne mit 2,34 GHz...
    Da merkt man schon das Huawei nur sparen wollte und dafür mehr einnimmt! Ich wette sie hätten bei dem P20 Lite auch einen Kirin 960 verbauen können ohne dass sie ins Minus kommen. Ich hoffe dass Huawei wieder auf Preisleistung gehen und jetzt nicht nur auf Geld gehen weil die selber wissen dass das Handy ein Hype wird.

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