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Autor: Stefan Schomberg 13.06.2018 - 18:30 | 2

Motorola Moto G6 Play Testbericht

Testüberblick Motorola Moto G6 Play

  1. Design, Verarbeitung, Display, Hard- und Software
  2. Kamera, Sprachqualität, Akkulaufzeit und Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Tolle Kamera für den Preis
  • Starker Akku
  • Flops
  • Namenszusatz

Moto G6 Play Test: Einfach perfekt

Mehr Leistung oder mehr Akkulaufzeit – dazwischen müssen Smartphone-Käufer wählen. Beim Moto G6 Play betont Hersteller Motorola die Akkulaufzeit, aber ist die Leistung des Geräts zumindest zufriedenstellend? Das haben wir im Test überprüft.

Spitzenmodelle verwenden inzwischen Prozessoren mit Taktraten, die fast an die Gigahertz-Zahlen von Desktop-PCs herankommen. Das geht zulasten der Akkulaufzeit, die meist bei ein bis zwei Tagen liegt - bei intensiver Nutzung sogar deutlich darunter. Ist das wirklich Sinn und Zweck eines Mobiltelefons? Motorola sagt nein und schickt das Moto G6 Play ins Rennen um die Käufergunst, das allerdings außer dem starken Akku auf den ersten Blick kaum Argumente für einen Kauf bietet. Aber vielleicht schlummern im Moto G6 Play im Test bislang verborgene Talente?

Design und Verarbeitung des Moto G6 Play

Eins davon ist das Design, denn niemand würde wohl vermuten, dass das Moto G6 Play ein Smartphone diesseits der 200-Euro-Marke ist. Denn unser dunkelblaues Testgerät kommt mit schick glänzendem Metallrahmen und hochwertiger Glasrückseite daher, die zu den Rändern hin ergonomisch vorteilhaft und optisch ansprechend gerundet ist - und schon ist man dem ersten Irrtum aufgesessen. Denn tatsächlich hat Motorola hier den Rotstift angesetzt, weiß das aber geschickt zu kaschieren. Denn der vermeintliche Metallrahmen besteht tatsächlich nur aus Kunststoff. Ihm fehlt die kühle Ausstrahlung von Metall, sehen kann man den Unterschied hingegen nicht. Und beim Glas auf der Rückseite handelt es sich nicht um das typische Gorilla-Glass, das andere Hersteller wegen seiner hohen Widerstandsfähigkeit gern verwenden, sondern um einfaches Mineralglas. Optisch macht das aber frisch ausgepackt keinen Unterschied, das Moto G6 Play im Test ist richtig schick. Im Test zog sich unser G6 Play keinen einzigen Kratzer zu - bleibt zu hoffen, dass das auch ohne Marken-Glas möglichst lange so bleibt. Anders sieht das mit Fettschmierereien aus, die sammeln sich schnell auf der glänzenden Glasoberfläche und das Smartphone sieht dadurch schnell schmuddelig aus.

Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Im Test: Motorola Moto G6 Play

Ansonsten erinnert recht wenig an ein günstiges Smartphone, selbst die Ränder rings um das Display im modernen 18:9-Format fallen vergleichsweise schmal aus. Lediglich unter dem Screen ist recht viel Platz übrig. Motorola hat hier nur seinen Markenschriftzug platziert, obwohl hier genug Platz für Sensor-Drücker oder einen Fingerabdrucksensor gewesen wäre. Die Bedienung erfolgt stattdessen über Oncreen-Tasten. Den Fingerprintsensor platziert der Hersteller beim Moto G6 Play lieber auf der Rückseite, wo er dank seiner runden Formgebung optisch perfekt mit dem typischen runden Kameramodul von Motorola harmoniert. Außer dem typischen M-Symbol des Herstellers auf dem Sensor gibt es keinerlei Beschriftungen auf der Rückseite. Damit hebt sich das Moto G6 Play wohltuend von vielen Konkurrenten ab, die oftmals mit Hinweisen zur Akku-Entsorgung und dem Ursprungsland des Smartphones vollgekleistert sind. Schick ist der dezente Effekt der Abdeckung der Kameraeinheit aus Kamera und LED-Blitz, der je nach Blickwinkel Licht anders reflektiert.

Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Schicker Rahmen - trotz Kunstoff als Material
Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Schick spiegelndes Glas auf der Rückseite

Die Verarbeitungsqualität ist sehr hochwertig, nichts erinnert an den niedrigen Kaufpreis von 199 Euro. Das Smartphone liegt hervorragend in der Hand, ist Verwindungssteif und Mängel lassen sich selbst mit Argusaugen nicht ausfindig machen. Selbst Lautstärke- und Powertaste an der rechten Gehäuseseite verfügen über knackigen Druckpunkt und ordentlichen Tastenhub - besser geht es kaum. Einen Hinweis auf den vergleichsweise niedrigen Verkaufspreis des Moto G6 Play gibt es dann doch: den Mikro-USB-Anschluss. Der ist in Jahr 2018 veraltet, ein Typ-C-Anschluss sollte es schon sein.

Display-Qualität des Moto G6 Play

Motorola Moto G6 Play im Displaytest | (c) Areamobile
Motorola Moto G6 Play im CIE-Displaytest

Der Touchscreen des Motorola Moto G6 Play im Test misst wie beim teureren Moto G6 5,7 Zoll in der Diagonalen. Im Gegensatz zum Geschwistermodell bietet das G6 Play allerdings nur HD+-Auflösung, also 720p, wodurch die Bildschärfe bei nur 282 Pixel pro Zoll liegt. Das ist nicht übermäßig viel und bei genauem Hinsehen vermisst man eine höhere Auflösung durchaus. Andererseits ist die Wahl Motorolas, eine unterdurchschnittliche Auflösung zu wählen, nicht nur mit dem niedrigen Verkaufspreis, sondern auch mit Wunsch nach einer besseren Akkulaufzeit zu erklären. Denn weniger Pixel bei der Darstellung bedeuten weniger Rechenaufwand für den Prozessor und somit auch weniger Stromverbrauch. Die Frage ist nur, ob Nutzer heutzutage bereits sind, für wenig mehr Laufzeit gleich eine sichtbar schlechtere Auflösung in Kauf zu nehmen.

Motorola Moto G6 Play im Displaytest | (c) Areamobile
Motorola Moto G6 Play im Farbtest
Motorola Moto G6 Play im Displaytest | (c) Areamobile
Motorola Moto G6 Play im Graustufentest
Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Motorola Moto G6 Play Display-Nahaufnahme

Aber man sollte es auch nicht übertreiben, denn "schlechter" bedeutet nicht wirklich schlecht oder gar unnutzbar. Klar - wer genau hinschaut, der sieht durchaus leichte Treppchenbildung etwa bei Schrift. Aber das setzt auch sehr gute Augen oder sogar Hilfsmittel wie eine Lupe voraus. Im Alltag schlägt sich das Display des G6 Play stattdessen sehr passabel und die meisten Nutzer werden sich vermutlich nicht übe rmangelnde Bildschärfe beschweren. Stattdessen punktet der Screen mit ordentlichem Kontrast, hoher Helligkeit und einer Darstellungsgenauigkeit, die zumindest bei Farben absolut akzeptabel ist. Lediglich bei Graustufen verzeichnete unser Messgerät eine etwas höhere Abweichung vom Optimum. Die Ablesbarkeit des IPS-LCD ist auch bei spitzen Winkeln sehr gut, hier ist lediglich leichte Abschattung zu verzeichnen. Die Darstellungsebene befindet sich trotz des niedrigen Preises direkt unter dem Display-Glas, zusammen mit den leicht gerundeten Ecken macht der Screen eine gute Figur.

Hard- und Software des Moto G6 Play

Für nicht einmal 200 Euro kann man natürlich keine Spitzentechnik erwarten - so viel dürfte klar sein. Andererseits erweckt das Motorola Moto G6 Play wegen seiner Zusatzbezeichnung "Play" den Eindruck, dass das Smartphone besonders zum Spielen geeignet sein könnte. Dem ist nicht so. Als Antrieb kommt der Einsteiger-Chipsatz Qualcomm Snapdragon 430 zum Einsatz, der auf 3 GB RAM zugreifen kann. Das reicht im Alltag für flüssige Nutzung und weitgehend direkte Reaktion auf Eingaben, aber 3D-Spiele bringen das Moto G6 Play schnell an seine Grenzen. Besonders bei längeren Spiele-Sessions wird das Smartphone warm und die Leistung wird zum Schutz der Hardware noch weiter zurückgeschraubt - mit "Play" ist das Motophone schlichtweg falsch betitelt. Das zeigen auch diverse Benchmarks, die die Smartphone eher unterdurchschnittliche Leistung attestieren.

Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Nur leicht angepasstes Android-Menü mit wenigen Zusatz-Features

Die dennoch flüssige Bedienung ist auch der verwendeten Android-Version 8.0 und der aufgeräumten Nutzeroberfläche von Motorola zu verdanken. Sie bietet auf den ersten Blick kaum Unterschiede zu originalem Android, im Detail gibt es aber nützliche Zusatzfunktionen. Dazu gehört etwa ein Always-on-Display, das allerdings nur kurzzeitig sichtbar ist, wenn das Smartphone angehoben wird oder die Möglichkeit, durch doppelte Wackelbewegung die Kamera des Moto G6 Play zu aktivieren. Eine neuere Android-Version als Android 8 wäre trotz des niedrigen Preises wünschenswert gewesen, das Sicherheitspatch stammt noch von März 2018 und darf bei so einem wichtigen Thema wie dem Schutz von privaten Daten durchaus als veraltet angesehen werden.

Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Nicht ganz aktuelle Android-Version, vor allem das Sicherheits-Patch ist zu alt

Für Apps oder andere Daten gibt es 32 GB internen Speicher, von denen etwa 22 GB zur freien Verfügung stehen. Positiv: Eine microSD-Karte lässt sich zusätzlich zu zwei SIM-Karten (Dual-SIM) einlegen, dann können theoretisch noch einmal bis zu 2 TB an Daten hinzukommen. Ansonsten gibt es alles an Technik, was moderne Smartphones zu bieten haben - meist aber eben eine Kategorie schwächer als in Highend-Boliden. So dürfen Nutzer des Moto G6 Play zwar Daten mit LTE-Geschwindigkeit aus dem Internet laden, statt Cat 18 gibt es hier aber nur Cat 4. WLAN ist natürlich auch vorhanden, allerdings auf das 2,4-GHz-Spektrum beschränkt. Bluetooth steht in Version 4.2 zur Verfügung, der Ortungschip des Moto G6 Play versteht sich nicht nur auf das US-amerikanische GPS, sondern auch auf das russische Pendant Glonass und es gibt sogar NFC. Zudem stellt der Hersteller Nutzern des Play-Phones einen Kopfhörer-Ausgang mit 3,5-Millimeter zur Verfügung und zum einfacheren Entsperren und Sichern eigener Daten verfügt das Moto-Phone über einen schnell und zuverlässig funktionierenden Fingerabdrucksensor.

Motorola Moto G6 Play | (c) Areamobile
Zwei SIM-Karten und zusätzlich eine microSD fasst das G6 Play

Sogar ein UKW-Radio ist mit an Bord - allerdings keine passende Antenne in Form eines Headsets, denn das fehlt wie immer bei Motorola im Lieferumfang. Der Lautsprecher des Smartphones liefert zwar weitestgehend ausgewogenen Klang, ist aber etwas leise.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 13.06.18 19:14 CaptainBmerica (Newcomer)

    Wie kann man hier von schickem Design sprechen, die Motos sind so ziemlich das hässlichste, was man zurzeit auf dem Markt kriegen kann. Sonst hätte ich sie vielleicht schon in Erwägung gezogen.

  2. 14.06.18 12:53 Clint Eastwood (Newcomer)

    Ah, danke, gut zu wissen. Ohne deine warnenden Worte wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen, dass die so hässlich sind. Nee, warte... fällt mir trotz deines Hinweises immer noch nicht auf... komisch... Was stimmt nur mit mir nicht...? Oo

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