Die Deutsche Telekom hat in der Nacht zu Freitag ein gewaltiges Sicherheitsleck in ihrer Kundendatenbank geschlossen. Nach Informationen des Spiegel sei es zuvor möglich gewesen, weltweit auf die Daten von 30 Millionen T-Mobile-Kunden zuzugreifen. Außer die Adressen und Bankverbindungen hätte man auch Tarife ändern und neue Einzugsermächtigungen anlegen können.
Die Deutsche Telekom wird erneut mit einem Datenskandal konfrontiert. Wie der Spiegel in seiner Online-Ausgabe berichtet, konnten bis vor kurzem detaillierte Daten von mehr als 30 Millionen T-Mobile-Kunden von jedem Internet-fähigen PC abgerufen und geändert werden. Inzwischen sei das Sicherheitsleck geschlossen, teilte der Telekomkonzern mit. In der Nacht zu Freitag schloss die Deutsche Telekom eine gewaltige Lücke im Sicherheitssystem ihrer Kundendatenbank. Zuvor war es möglich, von einem beliebigen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, auf Daten von über 30 Millionen T-Mobile-Kunden zuzugreifen und sie zu verändern. Sogar die Manipulation der Bankverbindungen soll nach Spiegel-Informationen möglich gewesen sein. Zur Einwahl in das System genügten demnach "wenige Benutzerangaben und ein simples Passwort". Besonders heikel: Nicht nur die zahlreichen Mitarbeitern in den Telekom-Läden haben diese Zugangsdaten, sie sind auch in Hacker-Kreisen weit verbreitet.
Redakteure des Nachrichtenmagazins konnten sich mit den Daten in das System des Netzbetreibers T-Mobile einwählen und hatten Zugriff auf Daten von vielen Millionen Nutzern, darunter waren auch Prominente wie Ex-Bundespräsident Roman Herzog und Alice Schwarzer. Sie hätten außer den Adressen und den Bankverbindungen auch Tarife ändern, SIM-Karten sperren und neue Einzugsermächtigungen anlegen können. Nach dem Schließen der Sicherheitslücke sollen T-Mobile-Kunden in Zukunft einen Sicherheitscode per SMS geschickt bekommen, wenn ihre Angaben verändert werden. Erst nach Eingabe der Sicherheitsnummer wird die Änderung gültig.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass T-Mobile im Jahr 2006 die Daten von 17 Millionen Kunden entwendet wurden. Damit ist jeder zweite Kunde des Unternehmens betroffen. Von dem Datenklau, den Telekom-Chef René Obermann als "sehr ärgerlichen Vorfall" bezeichnete und für den er sich öffentlich entschuldigte, sind neben Privatpersonen auch Prominente aus Wirtschaft, Politik und Unterhaltung betroffen.
Vielleicht sitzen da auch die besten IT-Leute, aber die Menschen heut zu tage
würden alles für geld machen!
Da sind leider auch nicht die IT-Technicker von
ausgeschlossen!
is leider so geld regiert die welt
Oha, und sowas beim größten deutschen Netzbetreiber... peinlich, peinlich. Frage
mich immer wieder, wie so etwas v.a. bei großen Firmen passieren kann. Die
müssten im IT-Bereich doch eigentlich die besten Leute überhaupt sitzen
haben.
PS: Kleiner Tippfehler in der Überschrift, müsste "DatenskandAl"
heißen... ;)
Meine Erfahrungen sagen, dass dort nicht die besten IT-Leute sitzten aber die
bestbezahltesten IT-Leute ;-)