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Autor: Rene Melzer | 14.10.2008 - 11:15 | (2)

Kriminelle nutzen Mobilfunktechnik für Kreditkartenbetrug

Ein asiatischer Betrügerring nutzt GSM-Modems, um unerkannt fremde Kreditkartendaten zu ergaunern und mit ihnen im großen Stil einzukaufen. Er versteckt dazu eine kleine Platine in Kreditkartenlesern, die in regelmäßigen Abständen eine pakistanische Nummer anwählt und die ausspionierten Daten auf dortige Server überträgt.

Kriminelle nutzen Mobilfunktechnik für Kreditkartenbetrug

Neben dem Internet machen sich Kriminelle auch die Mobilfunktechnik zu eigen, um im großen Stil zu betrügen. Ein besonders schwerer Fall hat sich kürzlich in Großbritannien ereignet.

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Eine kleine Platine genügt, um im großen Stil Kreditkarten unerkannt auszuspionieren | Foto: Infineon

Wie das Wall Street Journal berichtet, konnten Unbekannte die Kreditkartendaten von hundertausenden Kunden stehlen, die in Supermärkten auf der ganzen Insel mit ihrer Karte einkauften. Darunter befanden sich auch Filialen der großen Lebensmittelhändler Wal-Mart und Tesco. Erste Berichte über die manipulierten Kreditkartenleser gibt es auch aus Belgien, Dänemark und den Niederlanden. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden zwischen 50 und 100 Millionen Dollar ( 36 bis 75 Millionen Euro). Der Betrügerring installierte in die Kreditkartenleser eine kleine Platine, die die Kreditkartendaten ausliest und sie regelmäßig per Mobilfunkverbindung an pakistanische Server schickt. Um die Verfolgung schwieriger zu machen, können die Betrüger per Funk einstellen, welche Kreditkarten die Wanze ausspioniert. So soll es möglich sein, nur jede zehnte Transaktion mitzuschreiben oder lediglich die Karten von Platin-Mitgliedern auszuspionieren. Experten meinen, diese Technologie sei das Fortschrittlichste, was sie je gesehen haben.

Aufgeflogen ist der Betrug anscheinend nur durch die Meldung eines Mitarbeiters des Sicherheitsdienstes in einem der Supermärkte. Er hatte Störgeräusche auf seinem Handy bemerkt, die wohl durch die Funkverbindung der Wanze auftraten. Die Manipulation der Kreditkartenleser ist von Außen nicht zu bemerken. Die Wanze muss nach Aussage von Sicherheitsexperten irgendwann innerhalb des Produktionsprozesses eingebaut werden. Die einzige Möglichkeit, sie derzeit zu entdecken, ist die Gewichtsmessung. Die manipulierten Kreditkartenleser sind etwa 100 Gramm schwerer.

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Kommentare
  1. 14.10.08 21:57 Anonymous (Gast)

    Ist zwar böse für die Opfer, aber irgendwie find ich, sit die Idee an sich ganz
    nice. Mal was neues - nicht diese dauerhaft manipulierten Bankautomaten xD

  2. 14.10.08 14:08 Anonymous (Gast)

    Geil ! Jetzt such ich mir noch 10 Profis, die Fachwissen haben, und zieh ich so
    ein DIng durch. Das wird besser als Ocean Eleven !
    kishsihihihihihih

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