Umweltbewusste Handynutzer werden von den Herstellern mit Öko-Handys gelockt. Deren Produktion aus Rohstoffen wie Maisstärke oder Kartoffen soll die Umwelt schonen und das Klima weniger belasten. Die Tageszeitung Die Welt hat Experten aus dem Umweltbundesamt und der Produktion solcher Biokunststoffe zu dem Thema befragt.
Grün ist der Weg, der die Handyhersteller in die Zukunft führen soll. Gerne schmücken sich die Unternehmen mit dem Umweltschutz-Image und präsentieren Handys wie das Nokia 3110 Evolve, das Samsung E200 oder Sony Ericssons Handykonzept Green Heart. Sie bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen und sollen die Umwelt weniger belasten, weniger Müll erzeugen und bei der Herstellung weniger CO2 verbrauchen. Experten bezweifeln allerdings die von den Handyherstellern vorgelegten Umweltbilanzen. Samsung beispielsweise rechnet vor, dass die Herstellung einer Tonne Biokunstoff aus Maisstärke im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoff 2 Tonnen Kohlendioxid einspart. Für Wolfgang Beier, Spezialist für Abfallwirtschaft beim Umweltbundesamt, ist das Schönrechnerei. Wie er der Tageszeitung "Die Welt" erklärt, habe bislang noch keiner eine einwandfreie Ökobilanz vorgelegt, die allen Anforderungen und Normen genüge.
Kaum ein Unternehmen beziehe alle Faktoren in seine selbsterstellten Ökorechnungen mit ein. Dazu gehören der Verbrauch an Anbauflächen für die Rohstoffe des Biokunststoffs, wie Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben. Außerdem die Bewässerung, Pestizide, Düngung und der Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen sowie der Transport nach Europa. Auch die Produktion des Kunststoffs soll bei weitem nicht so ökologisch sein, wie von den Handyherstellern propagiert. Die Fermentierung von Zucker oder Stärke durch spezielle Bakterien zu Kunststoff benötige noch zuviel Energie erläutert Reinhard Kleinert, Leiter des von Siemens und BASF gegründeten Biotech-Projektes BioFun der Welt. Für den Prozess werden Strom und Dampf benötigt, deren Erzeugung fast zwangsläufig Emissionen nach sich zieht.
Rein rechnerisch wären Kohlendioxid-Einsparungen möglich, allerdings nur wenn Ökostrom verwendet würde. Die Entsorgung sei fast ebenso energieintensiv. Um den Zerfall von Biokunststoff zu beschleunigen, müsse er erhitzt werden. Von alleine zerfallen die Kunststoffe nicht oder nur sehr langsam. Beier sieht das Material daher eher skeptisch und rät Unternehmen eher zu herkömmlichen Kunststoffen. Damit mache man derzeit nichts falsch.
Ein schöner Artikel, der mal wieder zeigt, wie gut die Lobbyarbeit der Ölmultis funktioniert. Bravo!!
Auch die Förderung von Erdöl ,Transport und Herstellung erfordert große Mengen an Energie.De Herstellung von Bioplastik muß effizienter werden. Und die Pflanzen in der ökologischen Anbau erfolgen.Bioplastik ist auch recycelbar.
"dass die Herstellung einer Tonne Biokunstoff aus Maisstärke im Vergleich
zu
herkömmlichen Kunststoff 2 Tonnen Kohlendioxid einspart"
Aus
Lebensmitteln
Benzin, Kunstoffe und andere Sachen herzustellen ist der grösste
Mist den die
Menschheit je erfunden hat! Das führt nur dazu dass die
Rohstoffpreise steigen,
was wiederum dazu führt dass mehr Wälder gerodet
(abgebrannt) werden um neue
Anbauplätze für Mais und Co. zu gewinnen, was
wiederum dafür sogt das wir durch
das verbrennen der Wälder mehr Kohlendioxid
in die Luft pusten als wenn
100.000.000 Handys hergestellt werden...
"dass die Herstellung einer Tonne Biokunstoff aus Maisstärke im Vergleich zu
herkömmlichen Kunststoff 2 Tonnen Kohlendioxid einspart"
Aus Lebensmitteln
Benzin, Kunstoffe und andere Sachen herzusetellen ist der grösste Mist den die
Menscheit je erfunden hat! Das führt nur dazu dass die Rohstoffpreise steigen,
was wiederum dazu führt dass mehr Wälder gerodet (abgebrannt) werden um neue
Anbauplätze für Mais und Co. zu gewinnen, was wiederum dafür sogt das wir durch
das verbrennen der Wälder mehr Kohlendioxid in die Luft gepustet wird als wenn
100.000.000 Handys hergestellt werden...
Ich finde die Hersteller sollten an einer anderen Stelle anfangen. Zum Beispiel
der nutzung regenerativer Energien für die Produktion.
Lieber sollten sie alte Kunststoffe recyceln anstatt Kartoffeln zu Handys zu verarbeiten.
Später haben die Leute in Mexiko oder sonstwo nichts mehr zu essen, weil sie keine Landwirtschaft mehr auf ihren Äckern betreiben können, da die Industrieländer diese für die Kunststoffproduktion benötigen.