Die Umsätze der deutschen Telco-Branche sinken in diesem Jahr um über 4 Prozent auf 60,6 Milliarden Euro. Trotz steigender Kundenzahlen verzeichnen die Mobilfunkanbieter einen Umsatzrückgang um 800 Millionen Euro, die Anzahl der Sprachminuten wird dagegen um über ein Fünftel steigen. Grund für den Umsatzrückgang sind vor allem sinkende Verbraucherpreise.
Die Umsätze der deutschen Telekombranche sind 2008 rückläufig. Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM), die gemeinsam mit Dialog Consult erstellt wurde, wird der Umsatz dieses Jahr noch 60,6 Milliarden Euro betragen. Vergleichen zu 2007 ist das ein Rückgang um 4,1 Prozent. Hauptgrund ist der wettbewerbsbedingte Preisverfall im Festnetz- und im Mobilfunkmarkt. Vom Gesamtumsatz in Höhe von geschätzten 60,6 Milliarden Euro im Jahr 2008 entfallen 35 Milliarden Euro auf den Festnetz- und 25,6 Milliarden Euro auf den Handymarkt. Im Mobilfunkmarkt ist das ein Rückgang um 800 Millionen Euro, trotz steigender Kundenzahlen. Zum Jahresende wird in es Deutschland 109,8 Millionen Mobilfunkverträge geben, die Nutzung steigt um mehr als ein Fünftel auf 230 Millionen Sprachminuten pro Tag.
Zahl der Mobilfunkkunden steigt auf 109,8
Millionen | Quelle: VATM
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"Der intensive Wettbewerb mit Flatrate-Angeboten im Vertragsbereich und günstigen Minutenpreisen im Prepaid-Bereich führt auch 2008 zu einer deutlichen Zunahme der SIM-Kartenanzahl um 13 Prozent", erklärte Prof. Torsten J. Gerpott, der die Marktstudie wie in den Vorjahren mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM durchgeführt hat. Marktführer im Mobilfunkmarkt sind weiterhin T-Mobile und Vodafone mit Umsatz-Marktanteilen von 29,8 beziehungsweise 28,5 Prozent. Die drei größten Service-Provider ohne eigenes Netz (Debitel, Freenet, Drillisch) kommen zusammen nur noch auf einen Anteil von 17 Prozent.
Gingen 2007 noch 35,9 Prozent aller Verbindungsminuten ins deutsche Festnetz, werden dieses Jahr rund 43,4 Prozent ins eigene Mobilfunknetz geführt. "Der Trend zu On-net-Flatrates der Mobilfunknetzbetreiber führt zu einer Zunahme der im eigenen Netz bleibenden Verbindungsminuten", sagte Prof. Gerpott. Gesunken ist der Anteil der Mobiltelefonate in fremde Mobilfunknetze von 24,5 auf 17,4 Prozent. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2008 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Zehntel auf 4,9 Milliarden. Während der SMS- und MMS-Anteil weitestgehend konstant bleibt, ist der Umsatzanstieg der mobilen Nutzung von Datendiensten zuzuschreiben. Bei der Nutzung von MMS und SMS sind Sättigungstendenzen zu erkennen. Nach 62,2 Millionen Nachrichten täglich im Vorjahr, werden 2008 täglich 300.000 mehr verschickt. Für das Jahr 2009 gehen Prof. Gerpott und VATM-Präsident Eickers von einem weiteren Rückgang beim Gesamtumsatz der Branche aus. Sie rechnen mit einem Minus zwischen drei und vier Prozent aufgrund weiter sinkender Endkundenpreise, die wiederum die Wirtschaft in Deutschland weiter entlasten. Die ausführliche Studie hat der VATM als PDF-Datei auf seiner Website veröffentlicht.
und die werden noch weiter sinken. mit sprachminuten ist heute kein blumentopf
mehr zu gewinnen, mobile dienste und datenflatrates werden in den kommenden
jahren die umsatzbringer.
Die rechnen ihre Umsätze klein, weil sie auch so ein schönes Rettungsprogramm
wie die Banken wollen, bei welchem die Bundesregierung mit Steuergeldern für die
Fehler von Privatunternehmen geradesteht .
Die Deutsche Telekom hatte ja
schon Regulierungsferien für VDSL von der Bundesregierung bekommen, nur die EU
kann das noch verhindern. So lebt sich's gut in der Marktwirtschaft: wenn die
Gewinne staatlich garantiert werden. Telekommunikation war jahrzehntelang
überteuert und nähert sich jetzt langsam seinen Realpreisen an.
Das hat
bisher aber nur die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding verstanden, die
schon einige schöne Preissenkungen durchgesetzt hat. Die GSM Association
argumentierte mit ähnlichen Statistiken wie der VATM dagegen und behauptete, das
Roaming in der EU sei billig genug. Für den Fall einer Regulierung drohten sie
mit Firmenpleiten. Passiert ist aber nichts Schlimmes nach der Regulierung.
Solche Statistiken sind vorrangig Material für politische
Auseinandersetzungen. Der VATM hat damit sicher ein bestimmtes Ziel im Auge.