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Autor: Rene Melzer | 22.10.2008 - 14:25 | (12)

T-Mobile G1 erhältlich: Google veröffentlicht Quellcode von Android

Google hat den Quellcode für das Handybetriebssystem Android veröffentlicht. Das Paket ist 2,1 Gigabyte groß. Ganz so offen, wie anfangs versprochen wurde, ist die Software allerdings nicht geworden.

T-Mobile G1 erhältlich: Google veröffentlicht Quellcode von Android

Google hat wie versprochen zum Marktstart des ersten Android-Smartphones T-Mobile G1 den Quellcode für das Handy-Linux veröffentlicht. Unternehmen und private Entwickler können ihn sich unter source.android.com herunterladen. Das Paket ist 2,1 Gigabyte groß und zur Installation der gesamten Systems benötigt man 6 Gigabyte Speicherplatz. Es ist nur auf Linux oder Mac OS X lauffähig, Windows wird nicht unterstützt.

T-Mobile G1

T-Mobile G1: das erste Android-Handy
Datenblatt | Bildergalerie

Als Google im November 2007 die Open Handset Alliance gründete und Android ankündigte, versprach der Konzern die vollkommene Offenheit des Handybetriebssystems. Das Versprechen wurde jetzt mit der Veröffentlichung des Quellcodes teilweise eingehalten. Aber scheinbar musste Google mit seinen Bündnispartnern Kompromisse eingehen. So ist die Software für die GSM-Kommunikation nicht im Quellcode enthalten und ein Großteil der Komponenten ist unter einer Apache-2.0-Lizenz erhältlich. Sie erlaubt, Geräte auszuliefern, deren Änderungen am Quellcode nicht veröffentlicht werden müssen. Das kann dazu führen, dass Software mit den Handys nicht kompatibel ist.

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Kommentare
  1. 22.10.08 19:22 Anonymous (Gast)

    @stadolf

    Na da bin ich doch mal wieder etwas schlauer geworden durch deinen
    Beitrag.

  2. 22.10.08 19:14 stadolf (Admininator)

    Wenn ich das richtig sehe, bezieht sich die Aussage "nicht kompatibel zu
    Windows" keinesfalls auf Android. Google hat heute den Quellcode für den Kernel
    und die absoluten Basics des Android-Betriebssystems offengelegt. Die basieren
    bekanntermaßen auf GNU-kompatiblen Sourcen, die sich mit GNU-Werkzeugen (make,
    gcc etc.) bauen lassen.

    Da MacOS wie Linux auf einem GNU-kompatiblen
    Framework aufsetzt, sind auf diesen beiden Systemen alle Tools zum Bauen
    (kompilieren, linken etc) entweder ab Werk vorhanden, oder per apt oder emerge
    (whatever) sowohl als kompilierbare Quelle oder als fertiges Binärpaket
    download- und installierbar.

    Unter Windows ist das natürlich nicht der Fall.
    Aber es gibt natürlich Tools fürs MicrosoftOS, mit dem sich eine GNU-kompatible
    Schnittstelle herstellen lässt, z.B. Cygwin. Wer wirklich viel Geduld hat,
    dürfte die Android-Quellen auch unter Windows kompilieren können - wenn auch nur
    mit vielen Anpassungen (offenbar stellt Google keine Wintel-kompatiblen Sourcen
    bereit).

    Der Aufwand, diesen Prozess zu beschreiben, dürfte die
    Android-Entwickler imho dazu bewogen haben, zu sagen, dass die Android-Sourcen
    nicht auf Windows laufen - und nicht ganz so genau genommen stimmt das auch.
    Aber wer das ganze jetzt "inkompatibel" schimpft, zieht aus einem Äpfel und
    Birnen-Vergleich die falschen Schlüsse.

    An die von Google veröffentlichen
    Kernelsourcen sollten sich ohnehin nur "echte" Experten wagen. Der für die
    Allgemeinheit spannendere Teil, nämlich das seit nem Jahr quelloffene
    Android-SDK, läuft dank Eclipse natürlich auch unter Windows.

  3. 22.10.08 18:41 PimpNokia (Advanced Member)

    Quicky meint bestimmt nicht nur die paar Programme. Sondern das gesamte OS, was
    der Konkurrenz Jahre voraus ist. Apple muss in sein nächstem iPhone noch nicht
    einmal viel ändern, damit es wieder ein riesen Erfolg wird. Ein stärkerer
    Prozessor, mehr Ram, mehr Grafik und sowohl Taskmanager als auch die
    Möglichkeit, Programme im Hintergrund laufen zu lassen.
    Für die PR wird dann
    noch ein 5 MP Kamera eingebaut.

    Beim Android wird es spätestens in einem Jahr
    genauso aussehen.
    Jeder der Linux und Firefox kennt, weiß die Community immer
    sehr gute Ergebnisse hervor bringt. Da die meisten es aber freiwillig machen,
    ohne extra Bezahlung, dauert das eben ein wenig.

  4. 22.10.08 18:02 Anonymous (Gast)

    Warum ist das iPhone das Beste? Weil man da Zusatzprogramme runterladen kann?
    Hallo??
    Das geht mit Windows Mobile auch (nebenbei gibt es viel mehr Software
    für WinMo), und nebenbei hat dort niemand die Hand drüber (wie war das mit der
    Apple-Backdoor??)

  5. 22.10.08 17:52 Anonymous (Gast)

    Die Vorteile liegen doch für die Hersteller auf der Hand, sie sparen die
    Lizenzgebühren für das Betriebssystem und können das Handy noch stärker an die
    Wünsche der Provider anpassen. Ich als Endnutzer werde bestimmt nicht jede SW
    die für ein Handy mit Android programmiert wurde nutzen können.
    Im Augenblick
    ist das IPhone schon so mit das Beste und Vielfältigste was man kaufen
    kann.
    Google wird sich in Zukunft raushalten so nach dem Motto: macht was
    daraus.
    Wir werden sehen welcher Hersteller als erstes ein Android Handy
    rausbringt ich tippe auf einen Neuen.

  6. 22.10.08 16:58 MaxErnst (Gast)

    Android wird sich noch etablieren, das braucht aber bei so einem Riesen Projekt
    Zeit. Spätetstens wenn LG Samsung und Motorola ihre Smartphones rausbringen ist
    der Durchbruch geglückt.

    Ich glaube es ist so gewollt, dass es nicht zu sehr
    Open Source ist. Schließlich will Google auch sein Geld verdienen. Jedoch ist es
    offener als Windows Mobile Symbian und Iphone.

    Ich versteh nicht wieso auf
    einmal jeder was gegen Google hat, ich finde das Unternehmen immer noch
    Symphatisch. Das es meine Vorlieben kennt ist mir Schnuppe, habe nix zu
    verbergen ;-)

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