Motorola setzt seine Talfahrt im dritten Quartal 2008 fort. Zwischen Juli und September erzielte der angeschlagene US-amerikanische Hersteller einen Umsatz von 7,48 Milliarden Dollar, umgerechnet 5,732 Milliarden Euro. Verglichen zum Vorjahreszeitraum ist das ein Minus um 1,331 Milliarden Dollar. Der Rückgang wirkte sich auf das Nettoergebnis aus, das im Jahresvergleich um 457 Millionen Dollar zurückging und zum Ende des dritten Quartals als Verlust in Höhe von 397 Millionen Dollar ausgewiesen wurde.
Die Mobilfunksparte Mobile Devices war maßgeblich an der schwachen Entwicklung beteiligt. Die Einnahmen brachen im Vergleich zum dritten Quartal 2007 um 31 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar ein, der operative Verlust betrug 840 Millionen Dollar. Der Grund dafür waren wie in den Vorquartalen sinkende Verkaufszahlen: Motorola verkaufte weltweit 25,4 Millionen Endgeräte und fiel hinter Nokia (117,8 Millionen), Samsung (51,8 Millionen) und Sony Ericsson (25,7 Millionen) zurück. Nur gegen LG Electronics (23 Millionen) konnte sich Motorola knapp behaupten. Nach eigenen Angaben brachte Motorola zwischen Juli und September 16 neue Modelle auf den Markt, nur drei davon unterstützen UMTS. Die Abteilung Home and Networks Mobility entwickelte sich freundlicher. Zwar ging der Umsatz um 1 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zurück, der Gewinn kletterte im Jahresvergleich dafür um 65 Prozent auf 263 Millionen Dollar. Ebenfalls positiv verlief das Geschäft für die Sparte Enterprise Mobility Solutions. Deren Umsatz stieg um 4 Prozent auf 2 Milliarden Dollar, der Gewinn legte sogar um 23 Prozent auf 403 Millionen Dollar zu.
Für Motorola sieht es denkbar schlecht aus. Das Portfolio ist schwach ausgebaut und Neuvorstellungen sind nicht in Sicht. Die Spekulationen über ein Motorola-Handy mit Android OS wecken zwar Interesse in der Smartphone-Community, können die Verkaufszahlen der aktuellen Modelle aber auch nicht beflügeln. Angeblich soll das Handy im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen. Dann wird sich auch herausstellen, ob Motorola noch eine Zukunft im Handygeschäft hat.
Armes moto. die sind so gut wie weg vom fenster. hatte vor vier Jahren das ?525,
und das war echt klasse. Schade drum. Aber mit razr und co. haben die voll aufs
falsche pferd gesetzt und alles verzockt
Also verzockt würde ich nicht behaupten...
Eher zu lange auf das falsche Pferd
gesetzt, anstatt auf die aktuellen Trends zu wechseln.
Mich wundert eher in
diesem Beitrag, dass SE auf Rang drei steht. Die waren doch bis vor kurzem auch
weit abgerutscht. Gönnen tue ich Ihnen es auf jeden Fall. Finde SE immer noch
einen der Besten Hersteller (siehe X1). Wobei auch hier fast ein Trend verpennt
worden wäre.