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Autor: Frank Kabodt | 31.10.2008 - 11:41 | (6)

DVB-H gescheitert: Mobile 3.0 gibt Sendelizenzen zurück

Das HandyTV-Konsortium Mobile 3.0 muss heute die bereits erhaltenen Sendelizenzen für den DVB-H-Standard an die Landesmedienanstalten zurückgeben. Für Mobile 3.0 ist der Schuldige für das Scheitern von DVB-H gefunden: Weil DVB-T kostenlos zu empfangen ist, werde die Entwicklung von Geschäftsmodellen für DVB-H verhindert.

DVB-H gescheitert: Mobile 3.0 gibt Sendelizenzen zurück

Das Betreiberkonsortium Mobile 3.0 zieht die Konsequenzen aus seinem Scheitern. In dieser Woche gibt es die bereits erhaltenen Sendelizenzen für DVB-H zurück. Die Landesmedienanstalten hatten die Rückgabe gefordert, nachdem Mobile 3.0 Anfang Oktober mitteilte, keinen MobileTV-Dienst via DVB-H kommerziell auf den Markt zu bringen.

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Mobile 3.0 gibt Lizenzen zurück

Der Präsident von Mobile 3.0 und ehemalige CEO von o2 Deutschland, Rudolf Gröger, hat für das Scheitern seines Konsortiums inzwischen die Schuldfrage geklärt. Hauptgrund sei der Konkurrenzstandard DVB-T, der ebenfalls mit kompatiblen Mobiltelefonen empfangen werden kann und im Gegensatz zu DVB-H kostenlos ist. Dem Magazin Horizont zufolge fordert Gröger sogar, dass die "kostenfreie Übertragung von Handy-TV über den Konkurrenz-Standard DVB-T aufhört", schreibt das Magazin. Sonst werde die Entwicklung eines Geschäftsmodells für DVB-H verhindert.

Der Vorsitzende der Landesmedienanstalt Baden-Würtemberg, Karsten Meyer, sieht noch Hoffnung für mobiles Fernsehen über DVB-H. Nachdem der Rundfunkstaatsvertrag zum 1. September überarbeitet wurde, sei in Zukunft eine bundesweite Ausschreibung der Lizenzen möglich. Bisher musste ein Betreiber die Landesmedienanstalten einzeln angehen. Wann die neue Ausschreibung stattfindet, steht noch nicht fest.

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Kommentare
  1. 01.11.08 08:10 Anonymous (Gast)

    Mal ehrlich, für den Mist, der momentan im deutschen Fernsehen läuft, wer möchte
    da noch was extra zahlen? Vorallem wenn es einen kostenlosen Konkurrenz-Standard
    gibt.
    DVB-H war IMHO von da an eine Todgeburt als DVB-T-Handys angekündigt
    wurden.

    Die Pleite zeigt nur wie wenig Marktforschung Mobile 3.0 im vorraus
    betrieben haben, ich glaube kaum das wirklich viele bereit wären für Fernsehen
    unterwegs auch noch zu zahlen.

  2. 31.10.08 16:04 Anonymous (Gast)

    Mensch, blos nicht den Schuldigen in der eigenen Preispolitik suchen, was
    Rudi?
    Hätten sie DVB-H mal per Werbung finanziert gäb's jetzt kein Geschrei...

  3. 31.10.08 13:53 Anonymous (Gast)

    DVB-T muss ja runtergerechent werden, DVB-H nicht...wäre schon cooler, aber
    naja...hoffen wir auf ein Umdenken. Kostenfrei Sender wie ARD und co und gern
    Pay-TV wegen Buli und co (ist schon praktisch sowas...und UMTS nicht das ware
    ;))

    cya

  4. 31.10.08 12:58 Anonymous (Gast)

    Na ja,
    DVB-H ist DVB-T schon überlegen gewesen, da es weniger Energie benötigt
    um den TV Datenstrom zu verarbeiten und zwar um einiges weniger. Die Laufzeiten
    bei DVB-T Handys etwa 1-2 Stunden sind ja nicht so der Knaller. Für mich als WC
    Unterhaltung natürlich vollkommen ausreichend. Nur wie schon die Tage
    festgestellt wir wollen fast alle alles Billig, da kann natürlich kein Pay per
    View Concept bestehen und hat nicht den Hauch einer Chance.

  5. 31.10.08 12:30 Yeahman5

    Ich finde es absolut köstlich, dass Rudolf Gröger für eine Abschaffung von DVB-T
    auf dem Handy ist. Damit beweist er doch nur, dass DVB-H von Anfang an ein
    verkorkstes Konzept war: Dass es kaum jemanden gibt, der für normales Fernsehen
    neben Rundfunkgebühren noch draufzahlen möchte, hat sich doch jeder außer Mobile
    3.0 gedacht. DVB-H muss eben irgendwie anders finanziert werden, aber nicht
    durch den Kunden.

  6. 31.10.08 11:50 Anonymous (Gast)

    Gescheitert ist das ganze nicht an der Existenz eines weiteren Standards,
    sondern an der langsamen Einführung und den Kosten. DVB-T kann jeder frei
    empfangen, da ist doch klar, dass Handy-Hersteller diesen Standard
    implementieren, besonders da es ja keine größeren Probleme dabei zu geben
    scheint. Warum dann also auf den nicht verbreiteten, kostenpflichtigen Standard
    setzen?

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