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Autor:
Rene Melzer
| | 10

Ein Betriebssystem stirbt: UIQ Technology entlässt alle Mitarbeiter

Motorola und Sony Ericsson bringen in Zukunft keine Smartphones mehr mit der Bedienoberfläche UIQ heraus. Motorola stellt die Finanzierung der Firma UIQ Technology ein. Sony Ericsson wird das Unternehmen nur noch so lang unterstützen, bis es verkauft ist oder abgewickelt wird. Alle 270 Mitarbeiter haben ihre Entlassung erhalten.

Ein Betriebssystem stirbt: UIQ Technology entlässt alle Mitarbeiter

Nun ist es amtlich. Motorola und Sony Ericsson werden keine weiteren UIQ-Smartphones mehr veröffentlichen, berichtet der Experten-Blog All About Symbian. Alle 270 verbliebenen Mitarbeiter der Firma UIQ Technology, die für die Entwicklung der Bedienoberfläche für Symbian-Smartphones verantwortlich ist, hätten in der vergangenen Woche ihre Entlassungspapiere bekommen. Der Handy-Hersteller Motorola, dem die Hälfte des Unternehmens gehört, zieht sich so schnell wie möglich zurück, vermutlich wegen eigener finanzieller Schwierigkeiten. Sony Ericsson, dem die andere Hälfte des Unternehmens gehört, hat zugesagt, UIQ Technology auf monatlicher Basis weiter zu finanzieren.

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sony ericsson g900 presse

Sony Ericsson G900 - das vermutlich letzte UIQ-Smartphone

Die Firma soll Zeit bekommen, neue Optionen für die Zukunft zu finden. Möglich wäre ein Verkauf des Unternehmens als Ganzes oder in Teilen. Sony Ericsson plant auch, die Angestellten bei ihrer Suche nach einem neuen Arbeitgeber zu unterstützen oder bei der Gründung eines eigenen Unternehmens zu helfen. Schon seit der Symbian Smartphone Show, die am 21. und 22. Oktober in London stattfand, gab es Gerüchte über eine Schließung von UIQ Technology. Wie die Technik-Website gsmarena.com berichtet, soll der Sony-Ericsson-Mitarbeiter Patrick Olsen auf der Show gesagt haben: "UIQ zieht nicht das Interesse der Netzbetreiber, Hersteller oder Verbraucher an, das notwendig ist, um es vor einem Versagen zu bewahren".

Ein weiterer Grund, weshalb UIQ keine eigenständige Zukunft hat, ist die Gründung der Symbian Foundation. Im Juni 2008 kündigten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und der japanische Netzbetreiber NTT Docomo an, eine einheitliche und offene Symbian-Plattform zu entwickeln. Nokia stellt der Foundation für diesen Zweck das Betriebssystem Symbian und seine Oberfläche S60 zur Verfügung, Motorola und Sony Ericsson steuern UIQ bei. Daraus soll eine Plattform mit einem einheitlichen Framework für Benutzeroberflächen entwickelt werden, die den Mitgliedern der Foundation lizenzfrei zur Verfügung steht.

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Kommentare
  1. 11.11.08 15:01 Anonymous (Gast)

    Das genialste wäre ja wenn die für UIQ tech. nen investor finden und die machen
    das BSY selbstständig weiter :-)

    das wär mal richtig cool und dann gibts vlt
    auch iwann so ne art Low Budget smartphones für einsteiger mit der UIQ
    oberfläche. das wär mal ne geniale entwicklung.

  2. 11.11.08 09:38 erraser (Youngster)

    UIQ war das bessere S60. Nokia hätte eine Menge lernen können.
    Schade :.-(

  3. 11.11.08 09:03 Anonymous (Gast)

    Ich finde ja folgenden Satz aus dem News-Artikel klasse:
    "Die Firma soll Zeit
    bekommen, neue Optionen für die Zukunft zu finden"

    Könnte schwer werden, bei
    einer Firma mit 0 Mitarbeitern... :-)

  4. 10.11.08 22:21 Anonymous (Gast)

    hoffentlich werden dann die geräte billiger jetzt wo die nicht mehr hergestellt
    werden

  5. 10.11.08 21:50 Walkman (Member)

    Na ein Glück das es doch nur barmherzig ist.
    Wenn man das mal mit der
    schliessung des Werks in
    Bochum vergleicht.
    Ist das was SE getan hat so ne art
    Garantie darauf, arbeiter nicht im stich zu lassen typsich Japanisch von
    Sony.
    Denn da ist jeder ein wichtiger teil der Firma, etc.

  6. 10.11.08 21:41 Anonymous (Gast)

    Ich finds schon ein wenig schade dass UIQ stirbt :-(

    ich will net sagen dass
    ich kein plan von smartphones habe aber ich find für leihen und einsteiger die
    von Handy auf Smartphone wechseln war UIQ3 absolut ideal da die Oberfläche sehr
    auf die standard handys aufbaut mit der menüführung ganz im gegensatz von dem
    etwas umständlicheren und von der oberfläche her kalten optik von S60 (was S60
    user sicher eh wieder dementieren werden ;-) )
    @Anonymus: S60 stirbt am ende
    genauso da die BSY zusammengeworfen werden :-)

    aber finds in der hinsicht
    super dass beide ihre vorteile zusammenwerfen können dass endlich mal ein (vlt)
    perfektes Smartphone betriebssystem kommt ohne die kompliziertheit und den
    hardwarehunger von Windows mobile (was ich aber trotzdem sehr gut finde seit
    version 6) und mindestens den gleichen möglichkeiten.

    aber hast schon recht
    anonymus. für Nokia gibts mehr anwendungen aber SE liefert im schnitt die
    bessere qualität (schwarze schafe gibts aber auch da, siehe P990i gehäuse oder
    K750/800 joysticks)

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