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Autor: Markus Goebel | 26.11.2008 - 14:45 | (3)

Nimbuzz bringt VoIP auf das iPhone und über UMTS

Nimbuzz ist die dritte Software im App Store, mit der iPhone-Nutzer günstig oder kostenlos per Voice over IP (VoIP) telefonieren können. Wie Truphone und Fring kann auch Nimbuzz die Sprachverbindungen nur über WLAN aufbauen. Mit den Handys anderer Hersteller können die Nutzer von Nimbuzz sogar per GPRS telefonieren.

Nimbuzz bringt VoIP auf das iPhone und über UMTS

Apple hat eine weitere Software in seinen App Store aufgenommen, mit der das iPhone günstig oder kostenlos per Voice over IP (VoIP) über das Internet telefonieren kann. Nimbuzz ermöglicht Anrufe zu Skype, Yahoo, Google Talk, MSN und auf normale Telefone. Wie die beiden anderen VoIP-Anwendungen im App Store, Truphone und Fring, kann auch Nimbuzz solche Sprachverbindungen nur über WLAN aufbauen. Dabei scheint die Software einen besonders sparsamen Codec für die Übertragung der Sprache zu verwenden. Als in der vergangenen Woche zwei Manager von Nimbuzz zu Besuch bei Areamobile.de waren, haben wir mit der Software auf einem Nokia E71 sogar über GPRS telefoniert.

Nimbuzz auf dem iPhone

Nimbuzz auf dem iPhone

Die Sprachqualität war sehr gut und es gab kaum Verzögerungen. Das dürfte an der effizienten Voice Engine von Global IP Solutions liegen, die den Kern der Nimbuzz-Software bildet und auch im Instant Messenger von Yahoo oder AOL zum Einsatz kommt. Für das iPhone hat Apple solche Sprachverbindungen über GPRS oder UMTS aber untersagt. Alle vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber verbieten sie zusätzlich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Trotzdem hat Nimbuzz erst vor zwei Wochen eine Kooperation mit dem deutschen VoIP-Anbieter Sipgate verkündet, durch die dessen Kunden über eine Datenverbindung ihres Mobilfunkanbieters telefonieren können. Sipgate musste gerade erst eine eigene iPhone-Anwendung zurückziehen, weil T-Mobile eine einstweilige Verfügung dagegen erwirkt hatte.

Mit einem Megabyte kann man ungefähr 20 Minuten vom Handy über UMTS telefonieren, zeigen Messungen des Nimbuzz-Konkurrenten Fring, dessen Software ungefähr genauso funktioniert. Das ist besonders günstig bei Gesprächen ins Ausland. Bei Simyo kann man beispielsweise für 2,49 Euro eine Minute lang ins fernere Ausland anrufen, aber über die Datenverbindung kann dasselbe Gespräch fast zehnmal so lang dauern. Fast könnte man dabei vergessen, das Nimbuzz auch als mobiler Zugang zu Facebook, StudiVZ, MySpace, Twitter sowie weiteren Sozialnetzwerken und Instant Messengers dient. Mit diesen Funktionen unterscheidet sich die Software kaum von weiterer Handysoftware wie Zyb, Gizmo5, Octro Talk, oder eben Fring. Diese Programme bieten alle fast dieselben Funktionen.

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Kommentare
  1. 28.11.08 13:37 Anonymous (Gast)

    Ich hab Nimbuzz auf meinem N96 und das klappt verdammt gut mit der VoIP
    Telefonie. Skype über Nimbuzz hat sogar bessere Sprachqualität als über das
    normale Netz. Ich hab Talk & Surf von Debitel über T-Mobile als Tarif, da ist
    jegliche UMTS Nutzung gestattet, also auch IM, VoIP und die Nutzung als Modem an
    Laptops oder ähnliches. Ist empfehlenswert.

  2. 26.11.08 17:28 SNOK (Handy Profi)

    Warum dürfen wir nicht einfach ein mündiger Kunde sein. Natürlich wollen die
    Netzbetreiber an uns verdienen, aber VoIP hat bestimmt auch Nachteile und dann
    möchte ich entscheiden wie ich telefoniere.

  3. 26.11.08 15:17 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    Wenn das nicht bald aufhört mit diesen ewigen VoIP sperren müssen sich die
    verbraucher mal zusammentuen und eine einstweilige verfügung gegen die
    netzbetreiber erwirken. das ist so eine gewaltige schweinerei. sollen die das
    doch mal zulassen. dann wird doch 100 mal so viel telefoniert und die machen
    auch keine abzüge. die von t-mobile, vodafone etc haben doch nur angst dass
    prepaidanbieter wie simyo mit ihren relativ günstigen datentarifenbesser weg
    kommen und keiner mehr die freiminuten und flatrate pakete kauft...
    sollen sie
    endlich mal wirklich attraktive preise anbieten dass ihnen die kunden nicht
    weglaufen...

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