Nach Informationen des Handelsblattes überlegt Vodafone den Kauf des deutschen Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland. Dessen Besitzer, der Finanzinvestor Providence Equity Partners ist grundsätzlich zum Verkauf bereit. Der Preis könnte das Geschäft jedoch verhindern.
Die Vodafone Group plc denkt über den Kauf des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland nach. Wie das Handelsblatt in seiner Freitagsausgabe berichtet, prüft der im britischen Newsbury ansässige Mobilfunkanbieter derzeit den Wert und eine mögliche Finanzierung des Kaufes. Die deutsche Tochtergesellschaft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. "Wir schauen uns ständig den kompletten Markt an", sagte ein Sprecher der Tageszeitung. Kabel Deutschland schweigt ebenfalls. Laut Handelsblatt soll der derzeitige Besitzer, der Finanzinvestor Providence Equity Partners, zum Verkauf bereit sein, falls der Preis stimmt. Dann müsste der britische Vodafone-Konzern mindestens 1,4 Mrd. Euro für den Kabelkonzern aus Unterföhring zahlen. Nach dem Bericht verlangt der Investor bei einem möglichen Verkauf mehr als das Zehnfache des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Verkaufserlös. Die am Mittwoch von Kabel Deutschland präsentierten Zahlen für das zweite Quartal wiesen ein EBITDA-Ergebnis von 142,9 Mio. Euro aus. Das entspricht einem Zuwachs von +29,1 Prozent. Das Unternehmen hat deutschlandweit 11,3 Millionen Kunden.
Erst im Mai hatte Vodafone Deutschland die restlichen Anteile am DSL-Anbieter Arcor für insgesamt 474 Millionen Euro gekauft. Das Tochterunternehmen konnte von April bis September 2008 540.000 neue Kunden hinzugewinnen und hat jetzt knapp 3 Millionen Kunden. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 1,161 Milliarden Euro und der EBITDA um 5 Prozent auf 213.000 Euro. "Insbesondere Geschäftskunden schätzen das integrierte Angebot von Mobilfunk und Festnetz", so Vodafone-Chef Friedrich Joussen. Mit der Übernahme von Kabel Deutschland könnte das Angebot deutlich ausgeweitet werden.
@PimpNokia: Vodafone bzw. Arcor hat schon jetzt IP-TV und die Telekom kann mit
T-Home nicht mehr bieten. Wobei Kabel-Deutschland nicht über IP-TV sondern
Breitbandkabel einspeist. Ich selber bin bei Unitymedia. Und egal wie sehr ich
meine Datenleitung belaste (Offene Ports oder Dowloadrate) funktioniert mein TV
immer ruckelfrei. Was ich damit sagen möchte ist das das hier ein anderer Markt
ist als IP-TV.
Gibt es eigentlich noch echte deutsche TK Unternehmen, mit eigener
Infrastruktur? Telekom ausgenommen?
O2 - Telefonica - Spanien
Eplus - KPN -
Niederlande
Alice - Telecom Italia - Italien
Arcor - Vodafone - England
KAbel
Deutschland - Vodafone? - England?
Hoffentlich kauft o2 dann Unitymedia oder baut IPTV mal aus. Armes Kabel
Deutschland... Erst kann man keine Alphacrypt-Module mehr nutzen und jetzt steht
Vodafone vor der Tür. Gut das ich in NRW wohne.
Mh dadurch das es dann größere Komplettpakete gibt werden die Preise sicher viel
undurchsichtiger.
So wird ein Vergleich zu anderen Anbietern zu anstrengendem
Horrortrip.
das hätte vielleicht den vorteil, dass die Kabelnetze besser ausgebaut würden.
damit kämen dann auch die "ländlicheren" gegenden von schnellem
internet.
ich selber habe lediglich dsl 800. obwohl knapp 1 km von mir entfernt
ein ganzes örtchen mit dsl 16000 versorgt wird
Das Problem an Kabel Internet ist, das man die Bandbreite deutschlandweit teilen
muss, da jeder KDG Kunde am selben Netzwerk hängt.
Wogegen bei T-Home man
ungefähr sagen kann, welche Banbreite man bekommt.