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Autor: Rene Melzer | 19.01.2009 - 16:03 | (11)

TU Graz eröffnet Labor für erweiterte Realität auf dem Handy

Die technische Universität Graz erforscht in einem neuen Labor die Möglichkeiten der erweiterten Realität (augmented reality) für das Handy. So sollen Bilder der realen Welt in Echtzeit mit Informationen aus der virtuellen Welt bereichert werden. Denkbar sind Reiseführer oder erweiterte Produktinformationen.

TU Graz eröffnet Labor für erweiterte Realität auf dem Handy

Die Möglichkeiten der erweiterten Realität (augmented reality, AR) für das Handy fasziniert auch die Forscher der technischen Universität Graz. Die Hochschule hat extra ein Labor eingerichtet, um sie zu erforschen und passende Anwendungen zu entwickeln. AR-Systeme verbinden die reale mit der virtuellen Welt, indem Informationen aus dem Computer passend zum Videobild angezeigt werden.

wikitude

Wikitude verbindet Sehenswürdigkeiten mit ihren Informationen auf Wikipedia

Wie beeindruckend die reale Welt um wirtuelle Informationen ergänzt werden kann, zeigt das Programm Wikitude AR. Es wurde vom Salzburger Startup Mobilizy für die Smartphone-Plattofrm Android entwickelt. Wikiturd AR ist ein mobiler Reiseführer. Der Nutzer hält die Kamera seines Android-Smartphones auf eine Sehenswürdigkeit und das Programm ergänzt die Kameraansicht mit Informationen von Wikipedia und Panoramio.

TU-Forscher Daniel Wagner sieht noch weitere Anwendungsfelder, etwa bei der Bedienung von Maschinen oder im Freizeit- und Marketingbereich. So könnte das AR-System rekonstruierte 3D-Modelle von historischen Gebäuden einblenden, wenn der Nutzer vor einer archäologischen Grabungsstätte steht. Oder ihm werden zusätzliche Informationen zu einem Produkt angezeigt, auf das er seine Handykamera richtet.

Bislang war der Themenbereich erweiterte Realität nur Grundlagenforschung. "Unhandliche, teure Geräte, die nur von Experten zu bedienen waren, haben AR bisher am Durchbruch gehindert. Eine 3D-Brille und ein Rucksack mit Laptop wie bislang notwendig sind für einen breiten Einsatz einfach nicht praktikabel", erläutert Laborleiter Dieter Schmalstieg vom Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der TU Graz. Das Handy als alltäglicher Begleiter habe deutliche Vorteile gegenüber früheren Versuchen, Augmented Reality für praktische Anwendungen zu etablieren.

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Kommentare
  1. 20.01.09 11:51 Anonymous (Gast)

    @life-guard:

    buhuuhhuuuu und weiter?
    der Hufschmied hat auch seinen Job
    verloren.
    Jammerlappen!

    Spitzen Forschung! :D

  2. 20.01.09 11:24 Raziel1

    Gibt es das nicht schon auf der PSP in verbindung mit dieser speziellen Kamera?

  3. 20.01.09 08:42 Anonymous (Gast)

    @life-guard:
    Diese Technik wird wohl eher nicht den guten Reiseführer ersetzen,
    weil dieser eben auch noch ein paar Anekdoten erzählen kann. Diese Technik würde
    vielmehr dem gedruckten Reiseführer ablösen, weil dieses statische Wissen eben
    auch so erfasst werden kann.

  4. 19.01.09 22:54 Anonymous (Gast)

    Ich finde ,es hat ungeheuren Potenzial,wenn man die richtige Richtung
    einschlägt.Stellt euch vor ,ihr seit in einer fremden Stadt und wollt z.B. neue
    Markenschuhe kaufen.Ihr läuft einfach an den Shops vorbei und vergleicht die
    Preise ausserhalb mit AR oder hält ausschau nach eurem Favorit.Willkommen in der
    Zukunft.

  5. 19.01.09 21:29 Anonymous (Gast)

    "tolle
    forschung -,-"

    ohne forschung würden nicht da stehen, wo wir heute
    sind. ist jetzt auch egal ob das grundlagen oder deren ausbau sind (zB eben bei
    handys der gsm standard als grundlage und die SMS als "nebenprodukt", welche
    ja ursprünglich nicht als solche kommunkationtechnik, wie sie heute verwendet
    wird, geplant war).

  6. 19.01.09 17:23 Anonymous (Gast)

    Ich stimme the-black-dragon vollkommen zu ausser mit den restlichen 5%
    :)
    Irgendwann gibt es nur noch maschinen die arbeiten und denken können und die
    entwickeln immer neueres und sind genauer. :)

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