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Autor: Andreas Seeger | 26.01.2009 - 16:18 | (23)

Blackberry-Chef Balsillie erklärt fehlerhafte Handys zur Normalität

Für den Blackberry-Chef Jim Balsillie sind Handys mit fehlerhafter Software zu einer Normalität geworden, die jeder Kunde akzeptieren muss. Die Herstellung von immer komplexeren Geräte in großen Stückzahlen führe zwangsläufig zu Fehlern. Das beste Beispiel dafür kommt aus seinem Hause: das Top-Handy Storm hatte so viele Bugs, dass RIM einen schweren Image-Schaden davontrug.

Blackberry-Chef Balsillie erklärt fehlerhafte Handys zur Normalität

Bei immer mehr Handys ist die Software so fehlerhaft, dass sich die Käufer wie Beta-Tester fühlen. Für den Blackberry-Chef Jim Balsillie ist das anscheinend ganz normal. Als das Wall Street Journal auf Probleme mit dem neuen Top-Handy Blackberry Storm hinwies, bezeichnete er unreife Handy-Firmware als "neue Realität". Die Herstellung von hochkomplexen Smartphones in großer Stückzahl führe zwangsläufig zu defekter Software, meint der Chef des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM), die erst nachträglich mit Updates verbessert werden muss.

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Das Blackberry Storm wurde mit Fehlern ausgeliefert, weil RIM unbedingt den Auslieferungstermin am 21. November einhalten wollte. Nachdem der ursprünglich für Oktober geplante Marktstart bereits verschoben werden musste, wollte der Hersteller keine weitere Verzögerung in Kauf nehmen, erklärte Balsillie weiter. Doch damit hat RIM einen schweren Image-Schaden in Kauf genommen. Wegen seiner Software-Fehler wurde das Storm von zahlreichen Blogs und Nachrichten-Portalen niedergemacht. Der Gipfel der Häme war ein Artikel in der renommierten New York Times, in dem der Autor das Handy in Blackberry 'Dud' umtaufte. Übersetzt bedeutet das: Blindgänger, Rohrkrepierer oder Versager. Mittlerweile ist ein Firmware-Update erschienen, das die schlimmsten Fehler ausbügelt.

Trotz einer gigantischen weltweiten Marketing-Kampagne, die über 100 Millionen Dollar gekostet haben soll, hat sich das Storm nicht zu dem erhofften iPhone-Killer entwickelt. Balsillie sieht das naturgemäß anders. Mit einem Blick auf die Verkaufszahlen spricht er von einem "überwältigenden Erfolg". Analysten gehen davon aus, dass das Storm im ersten Verkaufsmonat weltweit nur 500.000 Mal über die Ladentheke ging. Zum Vergleich: in den ersten drei Monaten hat allein der Netzbetreiber AT&T 2,4 Millionen iPhone 3G verkauft.

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Kommentare
  1. 27.01.09 18:24 Anonymous (Gast)

    Wie dumm muss der sein, der macht ja den Namen seiner eigenen Firma
    schlecht!
    Von so einem Hersteller würde ich nie mehr ein Gerät kaufen, gibt ja
    noch genug andere Hersteller die sich mehr Mühe geben.
    Hoffe diese Marke wird
    es bald nicht mehr geben, gibt schon genug Made-in-China Mist...

  2. 27.01.09 13:23 Freeze-o-mat

    Da hast du wohl recht... Ist schon eine absolute Frechheit sich so was raus zu
    nehmen... Hätte ich mir von RIM erlich gesagt nicht gedacht...

  3. 27.01.09 13:06 Anonymous (Gast)

    Das macht schon einen Unterschied ob ein Unternehmen fehler stillschweigend
    behebt oder frei rausplaudert nach dem Motto "uns doch egal"...

    Klar werden
    die Fehler beim Storm mit Sicherheit auch irgendwann behoben (davon gehe ich
    zumindest aus..), aber die Moral die der Chef verbreitet ist das Letzte.


    Siehe "Nachdenker (Gast) 26.01.2009 um 18:04"

  4. 27.01.09 12:22 Anonymous (Gast)

    @ egon der d...

    "ist
    halt so, findet euch damit ab" wurde nich
    Wortwörtlich gesag aber darauf lief es im Endefekt raus...

  5. 27.01.09 12:06 Anonymous (Gast)

    egon der dümmliche (Gast) 27.01.2009 um 10:14

    Hat Microsoft gesagt "ist
    halt so, findet euch damit ab"?

  6. 27.01.09 10:29 Anonymous (Gast)

    @ Egon

    Der Kommentar war ehr, da hat der Kunde wohl irgend was falsch
    gemacht... Was aber def. nicht der Fall war... ist auch bei mehreren Geräten
    passiert, also so viel dazu...

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