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Autor: Andreas Seeger | 02.02.2009 - 12:08 | (28)

Nokia will seine Mitarbeiter stärker überwachen

Wie die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat berichtet, hat Nokia mit der Verlagerung seiner Firmenzentrale gedroht. Das Unternehmen möchte seine Mitarbeiter stärker überwachen, die dafür erforderliche Gesetzesänderung scheint es nun mit aller Macht erzwingen zu wollen.

Nokia will seine Mitarbeiter stärker überwachen

Nokia will den E-Mail-Verkehr seiner Mitarbeiter stärker überwachen. Das Unternehmen drohte jetzt sogar mit der Verlagerung seiner Firmenzentrale aus Finnland, wenn die dafür notwendige Gesetzesänderung nicht zügig vom Parlament verabschiedet wird. Das berichtete die auflagenstärkste finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat in ihrer Sonntagsausgabe. Nokia habe "sehr heftigen Druck" ausgeübt, sagte ein am Entwurf des neuen Gesetzes Beteiligter, der lieber anonym bleiben wollte.

nokia zentrale

Die Firmenzentrale von Nokia in Espoo bei Helsinki | Foto: Nokia

Nokia-Sprecherin Arja Suominen dementierte den Bericht umgehend. Nokia habe niemals mit der Abwanderung aus Finnland oder ähnlichem gedroht, erklärte sie. Ihr Unternehmen lege nur großen Wert auf den Schutz von Betriebsgeheimnissen und habe diese Meinung auch öffentlich vertreten. Sogar der finnische Ministerpräsident Matti Vahanen sah sich inzwischen zu einem Dementi gezwungen. "Ich habe nichts von einem Ultimatum oder Ähnlichem gehört", sagte er dem finnischen Fernsehsender YLE.

Das neue Gesetz, das von den finnischen Medien als "Lex Nokia" bezeichnet wird, ermöglicht die komplette Überwachung von Mitarbeiter-E-Mails durch den Arbeitgeber. Bisher können nur Absender, Adressat, Betreff und Sendezeit eingesehen werden, nicht aber der Inhalt einer E-Mail. Nokia betreibt die von vielen Verfassungsexperten und Datenschützern kritisierte Gesetzesinitiative seit 2005. Damals waren geheime Firmenunterlagen per E-Mail in den Besitz des chinesischen Konkurrenten Huawei gelangt. Nokia konnte den Vorfall nur unzureichend aufklären, weil es nur eingeschränkten Zugriff auf die E-Mails seiner Mitarbeiter hatte.

N97 presse

Das kommende Top-Modell Nokia N97 mit Touchscreen und Volltastatur
Datenblatt | Bilder

Der Vorfall zeigt Helsingin Sanomat zufolge, wie groß es der Einfluss von Nokia auf den finnischen Staat sei. Wenn Nokia abwandern würde, dann verlöre Finnland 16.000 Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Die Regierung Vahanen hat die Gesetzesinitiative übrigens bereits im Parlament eingereicht.

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Kommentare
  1. 03.02.09 17:44 skywalker911 (Gast)

    dummschwetzer

  2. 02.02.09 21:11 Ohne-Restriktionen- lebt (Gast)

    Nokia? Wer ist Nokia? Den ideenlosen Schrott braucht doch kein Mensch.

  3. 02.02.09 18:44 skywalker911 (Gast)

    ne ich denke es würde schon reichen nach schlüsselwörtern zu filtern oder
    filtern zu lassen! aber bei der heutigen informationstechnologie und den sich
    daraus bietenden möglichkeiten unterstütze auch ich nokia voll und ganz so zu
    handeln! alle, die ihr dagegen seid und rumheult, von wegen was das für ne
    sauerei wäre...egal um welches thema es geht, man muss auch immer die andere
    seite sehen!! wie würdet also ihr euch verhalten, wenn ihr chef oder vorstand
    eines unternehmens wärt (egal ob man jetzt die nr 1 in der branche ist oder
    nicht), geniale arbeit leistet, richtungsweisende erfindungen tätigt und einer
    oder mehrere eurer mitarbeiter nicht besseres zu tun hätten, als das grad mal
    einem konkurrenten zu stecken??? tut also bitte nicht so scheinheilig, denn ihr
    wärt STOCKSAUER - und das ist noch untertrieben!!! und abgesehen davon sollten
    sich private angelegenheiten auf der arbeit sowieso in grenzen halten, das ist
    in jedem großen unternehmen das allernormalste auf der welt!!

  4. 02.02.09 17:33 Orangutan-Claus (Member)

    Wenn die den gesamten eMailverkehr Ihrer Angestellten überwachen wollten hätten
    die ne Menge zu tun oder?

  5. 02.02.09 16:21 Anonymous (Gast)

    schreibe anundzu anonym, werde mic haber gern anmelden,falls es eingeführt
    werden sollte. ich habe kein problem damit. und viele andere auch nicht. und
    kommentare schreiben kann man auch wie in einem forum regeln, auch wenn es kein
    forum ist...

    zu nokia: find das richtig so. alle weinen wegen dem bka-gesetz
    (und co) und merken nciht, dass es in die andere richtugn aber immer
    fortschritlicher wird. wenn aber in D die ersten bomben hochgehen werden, dann
    ich auf das weitere rumgeheule gespannt. internet rechtsfrei...kapiert mal
    endlich, dass nichts rechtsfrei ist und auch nicht sein sollte.

  6. 02.02.09 15:46 Anonymous (Gast)

    Das ist aber kein Forum oder ist mir bislang was entgangen...? Außerdem sollen
    sie doch schreiben was sie wollen, einfach ignorieren...

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