Coltan ist der Grundbaustein der Telekommunikation. Doch im Kongo finanziert der Handel damit die Kriegsparteien und löst damit immer wieder blutige Auseinandersetzungen um die Kontrolle der wertvollen Gebiete aus. Die transmediale-Gewinner Graham Harwood und Matsuko Yokokoji wollen mit ihrer Installation 'Tantalum Memorial' auf die Mißstände aufmerksam machen.
Nicht nur der Kampf um Diamanten, der im Film Blood Diamond von Hollywood thematisiert wurde, fordert seit Jahren in der Demokratischen Republik Kongo seine Opfer. Auch Coltan, dessen Bestandteil Tantal in Handys, MP3-Playern und Laptops steckt, löst immer wieder blutige Auseinandersetzungen aus. Mit der Installation "Tantalum Memorial" möchten die diesjährigen transmediale-Gewinner Graham Harwood und Matsuko Yokokoji auf die globalen Zusammenhänge der Coltan-Kriege aufmerksam machen.
Seit 1998 starben schätzungsweise 5 Millionen Menschen in den immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen um die Kontrolle der Abbaugebiete von Coltan. Dessen Bestandteil Tantal ist ein wichtiger Grundstoff für sehr kleine Kondensatoren, die überall in der modernen Mikroelektronik eingesetzt werden. 2007 wurden 60 Prozent der weltweiten Jahresproduktion für die Herstellung dieser Kondensatoren verwendet. Die Nachfrage ist in den vergangenen zehn Jahren regelrecht explodiert. Zeitweise stieg der Preis für den Grundstoff der Handyproduktion auf 500 US-Dollar für ein halbes Kilogramm und wurde wertvoller als Silber. Mittlerweile ist der Preis deutlich gesunken, doch der Handel mit dem schwarzen Sand, wie das Erz auch genannt wird, ist weiterhin ein lukratives Geschäft. Nicht zuletzt deshalb, weil die Minenbesitzer Sklaven und Kinder für sich schuften lassen. Coltan finanziere die Aufrüstung der Kriegsparteien, erklärten die Künstler auf der Diskussionsveranstaltung "Critical Consumer Culture" im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Häufig würde der Rohstoff auch direkt mit Waffen bezahlt. An Handys klebt Blut.
Über den Gebrauch von Handys und Computern sind wir alle nach Ansicht von Harwood in den Konflikt involviert, berichtet futurezone, die IT-Nachrichtenwebsite des Österreichischen Rundfunks (ORF). Coltan-Erz sei ein fundamentaler Baustein der "globalen Telekommunikationsexplosion" und gleichzeitig der "blinde Fleck" dieser Wachstumsgeschichte. Der Künstler fordert die Hersteller auf, bereits bei der Produktentwicklung die langfristigen Folgen der Rohstoffgewinnung mit einzubeziehen. Die großen Hersteller hätten zwar angekündigt, kein Coltan mehr aus Minen zu kaufen, die von Milizen betrieben werden. Doch der Nachweis der Herkunft sei schwierig, so Harwood weiter. Es gebe viele Mittelsmänner. Deshalb lasse sich oft nicht genau sagen, aus welchen Quellen das Coltan stammt.
haha
Gehts noch mach mich nicht blöd an mit deine Pisa-Dreck!
Du rechtfertigst
Diebstahl. Das ist genausoviel wie "dürfen".
@alufolie
Ich habe nix von dürfen gesagt, du solltest erst mal lernen Texte
richtig zu verstehen aber das Problem haben viele Pisa Opfer .
Weil der mensch schlecht ist darf er klauen, top!
@Onkel jutta
Brauchst Du nen Anwalt oder willste nur rumheulen. Der Mensch
ist zu 95% schlecht und wenn er es mal nicht ist kann er nix dafür alles klar.
;-)
Oh mein Gott he, nur weil die sich die Fresse einschlagen soll die welt degenerieren oder was? Technische Weiterentwicklung kommt nicht nur der Handyindustrie zu gute das sollte man auch nicht vergessen ge ;-)