Die Bundesregierung hat einen Beschluss zur Versorgung ländlicher Regionen mit mobilem Breitband verabschiedet. Die Frequenzbereichs- zuweisungsplanverordnung soll die Verwendung neuer Frequenzen für die Erschließung dünn besiedelter Gebiete mit Internet per Funk regeln.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesminister haben am Mittwoch den ersten Schritt zur Freigabe der digitalen Dividende für mobile Breitbanddienste getan. Das Bundeskabinett verabschiedete die Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit. Sie regelt die Zuordnung von Frequenzen, die durch die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen frei wurden, für neue Dienste. Die Frequenzen zwischen 790 und 862 Megahertz waren dem Militär und dem Rundfunk zugewiesen und eignen sich besonders gut, um dünn besiedelte Regionen wirtschaftlich tragfähig mit Breitband-Internet zu versorgen.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht mit der Verordnung den Weg frei für die Versorgung ländlicher Gebiete mit mobilem Breitband: "Damit setzen wir bereits den ersten Teil der Breitbandstrategie um. Die Digitale Dividende kann in Deutschland schnell effektiv genutzt werden. Der Rundfunk hat mehr Spielraum für terrestrisches Fernsehen und wir können bald breitbandige, mobile Internetzugänge nutzen." Da für den Rundfunk die Länder zuständig sind, muss der Bundesrat der Verordnung noch zustimmen. Die Länderkammer wird sich im Mai mit dem Problem beschäftigen. Die Vergabe der Frequenzen soll noch 2009 erfolgen, 2010 können sie voraussichtlich genutzt werden.
Der Unternehmensverband BITKOM appelliert an die Länder, den Beschluss umzusetzen und den freigewordenen Frequenzbereich nicht länger allein für Rundfunkdienste zu reservieren: "Für die Versorgung der ländlichen Regionen mit preiswerten und schnellen Internetzugängen brauchen wir zusätzliche Funkfrequenzen unterhalb von einem Gigahertz", so BITKOM-Präsident Augut-Wilhelm Scheer. Die TK-Unternehmen haben mehrfach zugesichert, vorrangig die noch unversorgten Gebiete zu erschließen, wenn die erforderlichen Frequenzen zur Verfügung gestellt werden.
Wie bei den meisten Dingen gibt es auch hier Verlierer. In diesem Fall sind das
wohl die bisherigen Nutzer dieser Frequenzen. Die ist seit langer Zeit
überwiegend die Event- und Entertainmentbranche. Heutzutage findet quasi keine
Veranstaltung (Fernsehsendungen/Theateraufführungen/Open Airs/Musicals usw) ohne
drahtlose Mikrofontechnik statt.
Leider ist die Lobby dieser Branche nicht mit
der von Telekomriesen vergleichbar. Und die Bundesregierung verteilt wohl lieber
das Wahlgeschenk Breitband für alle als kabelose Veranstaltungen und
Events.
Wer mehr wissen will:
[url]http://www.apwpt.org/index2.php[/url]
LTE braucht keine kleinen Funkzellen. Die Funkzellen überlappen sich und die
Endgeräte sind immer gleichzeitig in mehreren Zellen eingebucht. Die Zellen
kommunizieren miteinander und schieben sich die Einbuchungen hin und her, um
Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Das nennt man Netzwerkmanagement. Auf diese
Weise lässt sich Deutschland preisgünstig komplett abdecken. T-Mobile spart viel
Geld, weil sie durch die höhere Reichweite viele Antennenstandorte einsparen
können. Das teuerste ist immer noch die Miete für die Hausdächer, auf denen die
Antennen stehen. Deshalb kann LTE auch dem Sausack helfen.
@Anonymous (Gast) 05.03.2009 um 11:46
da hast du nicht ganz recht.....
die
grundfrequenz ist bei allen die gleiche aber man kann noch unterschiedliche
kanäle also minimal abweichende frequenzen nutzen genau wie beim w-lan.....
da
kannst du auch bis zu 11 netze direkt zusammen haben ohne besondere ausfälle zu
bekommen....
hab bei mir zuhause selber schon 3 w-lan netze laufen gehabtmit
nem abstand unter 4 metern zwischen den 3 routern und alles lief
stabil....
wenn die interferenzen so schlimm wären dürfte in ner grossstatt
kein handynetz funktionieren wo die funktürme alle paar hundert meter stehen auf
den dächern und die zellen haben teilweise bis zu 3km reichweite....... oder
genau mittig zwischen den zellen müsste der empfang gegen 0 gehen nachdem was du
sagst.....
es geht hier im mom nur um die frequenzen selber und die technik und
endgeräte müssen noch kommen..... da ist noch viel spielraum
@ black dragon
Das funktioniert so leicht alles nicht!
Erstens müssen die
Signale auch ins Netz weitergeleitet werden! Das Funktioniert bei den großen
Datenmengen nur über SDH-Rifu oder Glasfaser!
Zweitens erzeugt der Sender mit
seiner 30 km Reichweite ab dem nächsten Sender (wenn dieser dann in 15km
Entfernung steht) nur noch Störsignale, da alle Sender auf der gleichen Frequenz
senden!
Um so kleiner die Funkzellen um so mehr Kapazität für den einzelnen
Kunden! Wenn an jeder Laterne an der Straße eine Antenne angebracht währe
könnten diese mit viel weniger Sendeleistung senden und man hätte Unmengen an
Kapazität! Große Reichweite wenig Kapazität für den einzelnen und viel
Sendeleistung um unser Klima ein bisschen tropischer zu gestalten!
@Anonymous (Gast) 05.03.2009 um 09:50
doch das mit den kleinen funkzellen IST
möglkich..... man kann mit nem trick nämlich die reichweite einschränken indem
man zb entweder die signalstärke nimmt oder über nen spezielles ping signal
(muss natürlich das endgerät auch unterstützen aber da wird es eh spezielle
endgeräte geben müssen) die entfernung zum turm messen kann wie bei ner
lasermessung nur eben nicht ganz so präzise (vlt auf 50 oder 100m genau)
alle
die weiter weg als zb 2 oder 3 km sind (kann man ja variieren um keine lücken zu
erzeugen bei ungleichmässiger abdeckung der türme) werden dann einfach nicht
rein gelassen und müssen nen turm nehmen der näher ist.......
hat halt den
vorteil dass man das signal immernoch so stark halten kann um problemlos durch
wände zu kommen auch im festgelegten grenzbereich der zellen.....
Tja, bei mir gibt's auch kein DSL, kein UMTS ... einfach gar nix. Das kommt
dabei herraus wenn man Firmen wie die Telekom privatisiert ... da bleiben dann
die ländlichen Gegenden die sich nicht rechnen automatisch auf der Strecke ...