Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: Rene Melzer | 12.03.2009 - 11:06 | (20)

Blitzakku mit Ladezeiten von unter einer Minute

Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology haben die Lithium-Ionen-Technik modifiziert und einen Akku für Handys, Laptops oder Elektro-Autos entwickelt, der deutlich geringere Ladezeiten hat. Auch die Kapazität konnte gesteigert werden.

Blitzakku mit Ladezeiten von unter einer Minute

Amerikanische Wissenschaftler haben einen Super-Akku entwickelt, der deutlich höhere Kapazitäten verspricht, als heute gebräuchliche Lithium-Ionen-Batterien. Außerdem lässt er sich in Sekunden aufladen. Die Forscher vom Massachusetts Institute of Technology nutzen dazu bereits bekannte Technologien auf eine neue Weise. Deshalb könnte die Serienfertigung solcher Blitzakkus bereits in zwei bis drei Jahren beginnen.

Litihium-Eisen-Phosphat Blitzakku Speicher

Akku-Speichermaterial Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePO4)

Die aktuellen Batterien können zwar viel Energie speichern, sie aber nur langsam aufnehmen und wieder abgeben. Schuld ist die geringe Dichte an Durchlässen, durch die die Ionen in das Trägermaterial dringen können. Das Wissenschaftlerteam um die Materialforscher Byoungwoo und Gerbrand Ceder vom MIT haben das Material, in diesem Fall Lithium-Eisen-Phosphat, durch einen chemischen Prozess mit einer speziellen, glasartigen Oberfläche versehen. Durch dessen Struktur wandern die Lithium-Ionen deutlich schneller in die Trägerkristalle.

Diesen Beschleunigungseffekt haben die Forscher in einem Modellsystem demonstriert und die Ergebnisse im Fachblatt Nature veröffentlicht. Die verwendete Batterie konnten die Wissenschaftler in maximal 20 Sekunden vollständige auf- und entladen. Ohne die neue Technik hätte der Vorgang mindestens sechs Minuten benötigt. Durch das neue Material sei nicht länger das Speichermaterial der limitierende Faktor, sondern die Elektrode, über die der Akku seine Energie an den Verbraucher abgibt, schreiben die Wissenschaftler. Außerdem scheint das neue Material keinen Memory-Effekt zu haben. Selbst nach 50 Ladevorgängen konnten die Wissenschaftler keine Verringerung der Kapazität feststellen.

Artikel bewerten:
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 20 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 12.03.09 16:02 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    also um das mal auf e-autos auszudehnen.......
    ne e-auto batterie sollte um die
    100kWh an kapazität liefern....... bei sehr grossen sogar 150kWh (bleiben mal
    bei 100)
    dh um das auto in einer stunde zu laden müsstest du 100.000W
    einspeisen........ mal angenommen man würde schon den haushalts kraftstrom
    nehmen von 380V hiesse das immernoch 260Ampere Stromstärke..... da müsstest du
    ne leitung anschliessen mit nem meter durchmesser um das zu verkraften........
    das würde man wenn überhaupt nur mit hochspannung schavvon von mindestens 6000V
    damit man auf vlt noch annehmbare 16Ampere strom kommt die eine normale
    haushaltsleitung noch vertragen kann vom querschnitt her zumindest......
    aber
    wer hat denn mal eben ne 6000V hochspannungssteckdose zu hause und selbst
    tankstellen müssten damit erstmal versorgt werden...... am besten
    überlandleitungan anzapfen...... und selbst mit den extremen werten würde es
    immernoch ne stunde dauern die man an der tanke stehen müsste........
    klar
    haben die akkus ihre vorteile aber selbst die jetzigen auto akkus schaffen schon
    sehr viel leistung beim laden wenn sie immerhin über nacht am haushaltsstrom
    geladen werden können......
    ich denke elektroautos mit akku setzen sich nicht
    durch da die leistung ohne energieträger nicht übertragen werden kann..... da
    wird wohl nichts um ne brennstoffzelle drumherum kommen die mit wasserstoff
    betankt wird und dann vlt im stillstand nen akku für spitzenleistung als puffer
    nutzt........

    um mal zu den handys zurück zu kommen....... mehr als
    langlebigere und kapazitiv bessere akkus zu bauen wird aus der technik wohl
    nicht raus zu holen sein....... vlt wird es industrielle einsatzgebiete geben wo
    armdicke leitungen verwendet werden können oder als notstrombatterien denen sehr
    viel leistung abverlangt wird aber mehr wohl nicht........

  2. 12.03.09 15:19 gastus (Gast)

    vielleicht ist das nicht unbedingt für handys der bringer.


    aber für das
    E-Auto Lager ist das sicherlich extrem interessant

  3. 12.03.09 14:42 Orangutan-Claus (Member)

    @ Frank

    Mein Akku ist heute schon voll wenn ich zwischendurch mal auf's Klo
    gehe :-)

  4. 12.03.09 13:51 Anonymous (Gast)

    [url]http://www.sueddeutsche.de/454384/596/2795508/Turbo-Lader.html[/url]

  5. 12.03.09 13:17 Anonymous (Gast)

    das laden des akkus stört mich nicht, aber eher das sehr zu schnell leer gehen
    und ich unterwegs keine steckdose hab

  6. 12.03.09 12:41 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    ok man könnte noch die wahl haben..... wenn man es zumindest hinbekommt dass die
    akkus in normale handys passen mit gleicher bauform und trotzdem so schnell
    geladen werden können kann man ja den kompromiss eingehen dass man eben mit
    kabel so weit lädt wie es die elektronik zu lässt und bracuh man eben mal nen
    schnellen ladespitze braucht dass man eben mal den akku für 5 minuten in nen
    schnellader packt der selber nen pufferakku hat..... somit würde sich das grosse
    netzteil erübrigen...... und die kabelwege und somit der leitungswiederstand
    ginge gegen nichtig....

antworten
 
Mehr Informationen
Aktuelle Geräte im Test