Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 

Irreführende Werbung bei Facebook führt in Abofalle fürs Handy

Autor: Markus Goebel | 25.03.2009 - 17:29 | (14)
Irreführende Werbung bei Facebook führt in Abofalle fürs Handy

Bei Facebook werden im Moment besonders hinterhältige Werbeanzeigen geschaltet. Sie lassen sich kaum als Reklame erkennen, sondern wirken wie persönliche Nachrichten von einem Freund. Doch wer darauf klickt, kann schnell mit seinem Handy in eine Abofalle geraten. Davon berichtet der Chemnitzer Rechtsanwalt Michael Neuber in seinem Blog. Die Firma Premiummobile verwendet Namen und Profilfotos von Nutzern des Sozialnetzwerks, um daraus personalisierte Anzeigen zu bauen. Sie sind nicht als Werbung zu erkennen, sondern sehen wie eines der harmlosen Spielchen aus, die bei Facebook angeboten werden.

Werbung auf Facebook führt zur Abo-Falle bei Premiummobile
Mit der Eingabe der Handynummer geht man sofort ein Abo ein
 

Der Facebook-Nutzer bekommt den Eindruck, dass ein Freund an einer IQ Challenge teilgenommen hat. Bei diesem Wissenswettbewerb gewann er angeblich über hundert Punkte und fordert jetzt seine Kontakte heraus. Das ist besonders gemein, weil es bei Facebook wirklich kostenlose Spiele gibt, die IQ Challenge als Bestandteil in ihrem Namen tragen. Ein Klick auf den täuschend echt aussehenden Button "Accept Challenge" (Herausforderung annehmen) führt aber aus Facebook heraus. Man landet auf einer Website mit einer eigenartigen URL, auf der sofort das Quiz beginnt. Darunter steht in winzigen Buchstaben "Es handelt sich um einen Service, welcher abonniert wird".

Wer die zehn Fragen beantwortet und am Ende seine Handynummer eingibt, um das Ergebnis per SMS zu bekommen, der geht damit ein Abo ein. Der Nutzer bekommt dann jede Woche eine SMS mit dem Link zu einer mobilen Website von der er wöchentlich zehn Klingeltöne, Spiele, Videos oder Wallpapers herunterladen kann. "Die Kosten betragen EUR 4,99 pro Woche (+Transport)", steht im Kleingedruckten. Eine Kündigung ist gar nicht so einfach, denn die Firma sitzt in London. Im Internet tauschen Geschädigte deshalb bereits Tricks aus, wie sie das Abo wieder loswerden können. Auf den Trick von Premiummobile fallen nicht nur Einfältige herein. "Dass es sich gut versteckt um Werbung handelt habe ich erst gemerkt, als ich zurück zu facebook gegangen bin - es ist ein Werbebanner im facebook-style", schreibt Rechtsanwalt Michael Neuber auf seiner Website. "Werbung in dieser Form dürfte mehr als irreführend und damit unzulässig sein." Die Abofalle sei sehr geschickt gebaut, zumal nirgends bei Facebook angegeben ist, dass es überhaupt eine Werbung ist.

Mehr Informationen
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 14 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 12.06.09 15:03 Anonymous (Gast)

    *** positives Feedback ***
    Danke an alle User, welche zu diesem Thema gebloggt
    haben! Bin auch mit dieser Aktion in die Falle getappt, in gewisser Weise selbst
    schuld, das ist richtig. Habe dann mühsam step für step den eigentlichen
    Anbieter herausgefunden und schlußendlich diesen Angeschrieben. Ich war total
    überrascht über das Feedback - habe sofort einen Anruf erhalten - dann wie
    versprochen Post - habe ein Fax gesendet + Bankverbindung und heute tatsächlich
    (ohne Anerkennung einer Rechspflicht) die versprochene Erstattung überwiesen
    bekommen - unglaublich aber wahr! Die Mühe hat sich gelohnt und ich danke
    herzlich!

  2. 29.03.09 19:52 CityGal (Gast)

    kenne jemanden dem genau das mit dem IQ-Test bei facebook passiert ist (und nein
    - ich bin es nicht :-) ). Im internet gibts verschiedene Lösungsmöglichkeiten.
    wenn man sich mit Ericsson in Verbindung setzt können sie dort sehen, welches
    Abo man hat, und geben einem die Namen und Hotlines der Firmen, wo man das Ganze
    dann kündigen kann. Oder auch ne eMail Adresse. Wenn man sich dort meldet,
    kündigen die einen sofort und man bekommt eine Bestätigungs-SMS.
    Das Ganze war
    dann am nächsten Tag gekündigt, die ersten 4,99 haben sie aber behalten.
    Die
    Telefonrechnung wird letztendlich zeigen, ob's wirklich geklappt hat.

    Immer
    misstrauisch sein!!!!!!

  3. 28.03.09 19:34 SuMU (Gast)

    Euch bringen falsche daten bei sowas eh nicht da das Unternehmen euch gany
    einfach ueber aure IP ausfindig machen kann!Da koennt ihr noch so viele fake
    mail acc ect besitzen!

  4. 26.03.09 18:32 Anonymous (Gast)

    Würd meine handynummer auch nirgends angeben(außer beim iTunes account), ich hab
    das mit den Mailadressen so gemacht, das ich immer eine(@web.de) angebe, die an
    meine Hauptemailadresse(@gmail.com) weitergeleitet wird, so kann ich die
    Umleitung einfach beenden, falls ich zugespammt werde...

  5. 26.03.09 13:13 Fakeschreiber (Gast)

    wenn überhaupt geb ich mal meine mailaddresse!
    Natürlich mit fakedaten! Wird
    diese zugespamt -> neue emailaddresse!

    so macht man das heute!

  6. 26.03.09 13:00 the_black_dragon (Expert Handy Profi)

    @Orangutan-Claus
    Netlog.com und schueler.cc machen das auch nicht....

antworten
Aktuelle Handys im Test
Sony Ericsson Vivaz Test HD-Handy für Videofans
Samsung i8520 Beam Praxistest Android auf dem Technik-Gipfel
X10 Mini, X10 Mini Pro und Vivaz Pro Die neuen Smartphones von Sony Ericsson im Praxistest
HTC Legend Praxistest HTC killt das iPhone
First Else Praxistest Erste Eindrücke vom Highend-Handy mit Einhand-Linux
HTC Desire Praxistest Erste Eindrücke vom neuen Android-König