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Autor: Markus Goebel | 03.04.2009 - 12:50 | 8

Wiedergeburt durch Navis? Openmoko als Handyhersteller am Ende

Die Handymarke Openmoko ist am Ende. Nach dem Neo Freerunner, das Areamobile ausführlich getestet hat, wird es kein weiteres Mobiltelefon geben. Das sagte der Geschäftsführer Sean Moss-Pultz in seinem Vortrag auf der Software-Messe Openexpo in Bern, über welchen die Berner Zeitung berichtet. Openmoko stellt die Entwicklung des Freerunner-Nachfolgers GTA03 ein und trennt sich von der Hälfte der Mitarbeiter

Die Handymarke Openmoko ist am Ende. Nach dem Neo Freerunner, das Areamobile ausführlich getestet hat, wird es kein weiteres Mobiltelefon geben. Das sagte der Geschäftsführer Sean Moss-Pultz in seinem Vortrag auf der Software-Messe Openexpo in Bern, über welchen die Berner Zeitung berichtet. Openmoko stellt die Entwicklung des Freerunner-Nachfolgers GTA03 ein und trennt sich von der Hälfte der Mitarbeiter. In den vergangenen Monaten hatte das Unternehmen bereits einige wichtige Entwickler verloren, berichtet Harald Welte in seinem Blog. Der Berliner war früher als "Senior Software Archtitect System Level" einer der wichtigsten Programmierer bei Openmoko und hat bis heute Einblick in die Firma.

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neo1973 front weiß schwarz

Erstes Openmoko: Open-Source-Smartphone Neo1973

Mehr Details wollte er kaum verraten, doch es sei kein Telekommunikationsgerät. Im Gegensatz zu den Smartphones ziele die Firma bereits mit der ersten Version auf den Massenmarkt. Auch bei dem neuen Produkt werde mit quelloffener Software gearbeitet, versichert Sean Moss-Pultz. Vielleicht wird es ja ein neues Navigationsgerät für Autos. Vor einem Jahr schloss Openmoko eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Navigationsdienstleister Dash. Seitdem läuft seine Software auf dem Internet-Navigationssystem Dash Express.

Das dürfte daran gelegen haben, dass ihre Handys extrem schwer zu bedienen waren. "Ohne Linux-Vorkenntnisse lässt sich aus dem Gerät nicht das mindeste herausholen", lautet einer der wichtigstens Sätze im Test von Areamobile. Im Auslieferungszustand lässt sich nicht einmal eine WLAN-Verbindung ohne komplizierte Eingaben auf der Kommandozeile aufbauen. Openmoko konzentriere sich jetzt auf "Plan B", sagte Sean Moss-Pultz in Bern. Aus geschäftlichen Gründen habe man sich vorerst für das zweite Gerät entschieden, das sie in der Pipeline haben.

Vor zwei Jahren war Openmoko angetreten, um den Mobilfunkmarkt mit Linux-Geräten aufzumischen, die komplett frei sind. Auf den Smartphones Neo 1973 und Neo Freerunner kann man beliebig Software installieren wie auf einem PC, einen eigenen Kernel kompilieren oder neue Treiber programmieren. Damals rechneten sie noch mit der Auslieferung von 100.000 Stück pro Monat, doch dazu kam es nicht. Bereits im Januar zog der Handyhersteller eine ernüchternde Bilanz. "Wir sind eine sehr kleine Firma", sagte Geschäftsführer Sean Moss-Pultz in einem Interview auf der offiziellen Mailingliste der offenen Handyplattform. "Die Verkäufe (bisher ungefähr 10.000 Stück) reichen gerade mal zum Überleben."

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Kommentare
  1. 04.04.09 13:23 kollau

    Vielleicht kommt ja ein neues Greenphone, was diesmal für den Massenmarkt
    konzipiert ist. Ich würd's mir holen :)

  2. 03.04.09 18:10 HSUPDMATCPIPUMTS (Gast)

    hab auf den ersten Blick "Wiedergeburt durch Nazis" gelesen.

  3. 03.04.09 15:35 geBILDeter

    @tbd
    Auf [url]http://wiki.openmoko.org/[/url] hat man ne recht üppige Auswahl an Distris,
    unteranderem auch Android und Debian, womit das komplette Software Angebot des
    Debian Repository installierbar ist.
    Dank der offenlegung der Hardware und des
    Kernelcode könnte ja rein theoretisch alles programmiert werden also auch
    Windows Mobile,S60,OSX etc

    Es ist auch nur das offizielle Projekt
    eingestanpft aber deswegen muß man es nicht gleich komplett abschreiben,
    schießlich gibt es noch andere Projekte die ihre Entwicklungen rausbringen.

  4. 03.04.09 14:42 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    vorallem fände ich das in einer hinsicht super wenn das geklappt
    hätte.......
    die entwickler liefern die hardware und das grund
    betriebssystem....... und dann hätten sich tausende von hobby programmierern ran
    machen können und zig verschiedene OS typen bringen können mit unterschiedlichen
    UIs und funktionen...... und die besten davon könnte man dann nach kundenwunsch
    für den "normaluser" vorinstallieren je nachdem was der nutzer möchte........

  5. 03.04.09 14:37 Nokia 5800 XM Freund (Gast)

    Ich finde es schade. Grundsätzlic kann uns nutzern jede Idee doch nur von nutzen
    sein. Außerdem war es eine innovative Geschäftsidee, die für echte Kenner (zu
    den ich mich auf keinen Fall zähle - nur um das klar zu stellen!) sicher einiges
    an Potential hatte. Für Linux Fachleute gibt es sicher nichts
    besseres.
    Massenmarkttauglich ist das ganze aber sicher nicht, DAS war von
    vornherein abzusehen, denke ich. Wenn schon WinMob oder Symbian S60 zum Teil
    vorgeworfen wird, verzwickte Menüstrukturen zu haben, brauchen wir da nicht mehr
    drüber reden.

    Trotzdem schade, ein interessantes Projekt weniger!

  6. 03.04.09 13:33 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    naja linux is aber net gleich linux.....
    den kernel haben viele gemeinsam aber
    das OS kann vollkommen anders sein ;-)

    kannst ja spasseshalber mal suse und
    ubuntu vergleichen...... da liegen welten dazwischen.....

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