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Vodafone testet Rundfunk-Internet zur Versorgung ländlicher Gebiete

Vodafone testet Rundfunk-Internet zur Versorgung ländlicher Gebiete

Autor: Markus Goebel | 08.04.2009 - 13:01 | (7)

Die Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim in Baden-Württemberg können demnächst mobiles Breitband-Internet über Rundfunk-Frequenzen nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung haben Vodafone Deutschland und die Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg (LFK) getroffen. Der Breitband-Versuch soll im Mai 2009 beginnen. In dem Modellprojekt wird Vodafone zunächst für ein Jahr testen, wie ein ländliches Gebiet ohne DSL oder Kabelinternet unter Alltagsbedingungen mit mobilem Internet versorgt werden kann.

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Vodafone testet HSPA-Internet auf Rundfunkfrequenzen.

 

In einem ersten Schritt werden rund 100 Test-Haushalte in Bopfingen und der Nachbargemeinde Unterschneidheim kostenfrei mit Endgeräten ausgestattet. Mit ihnen können die Nutzer per Funk im Internet mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 1,4 Megabit pro Sekunde Uplink surfen. Die Verteilung der Endgeräte an Bürger und Firmen wird in Absprache mit den Gemeinden festgelegt. Monatliche Gebühren fallen über den Versuchszeitraum nicht an. "Schnelles Internet für alle ist keine Vision, sondern zum Greifen nahe", sagt Hartmut Kremling, Geschäftsführer Vodafone Deutschland und Technik-Vorstand Arcor. "In einem Technologieland wie Deutschland darf es keine unterversorgten Gebiete geben."

Die LFK hatte im Januar dazu aufgerufen, Modellprojekte für eine Nutzung der so genannten digitalen Dividende einzureichen. Das sind die Funkfrequenzen, die durch die Abschaltung des Analogfernsehens frei geworden sind. Sie sollen demnächst bei der größten Versteigerung von Mobilfunklizenzen in der deutschen Geschichte neu vergeben werden. Der Vodafone-Versuch wird begleitet von der baden-württembergischen Landesregierung und läuft im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur. Das Modellprojekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welches Potenzial die Funktechnik in der hügeligen Landschaft im Südwesten hat, wie sie von den Bürgern genutzt wird und ob sie Auswirkungen auf den Fernsehempfang mit DVB-T oder DVB-C hat.

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Kommentare
  1. 08.04.09 18:23 Anonymous (Gast)

    Die Mobilfunktechnik könnte so leicht das DSl ersetzen, wenn
    1. Die Preise
    runtergehen

    und
    2. Keine Services wie IM geblockt werden und außerdem keine
    Drosselung nach 5GB

  2. 08.04.09 17:36 DeathAngel (Handy Profi)

    Tja ich hab seit Jahren DSL Lite... (384KBit) und was soll ich sagen... Wenns
    UMTS hier gäbe wären meine Handys schneller als mein PC... Frustrierend ist das
    schon lange, aber machen kann man da dennoch nix...

  3. 08.04.09 14:30 Stammleser (Advanced Member)

    Wenn Du so eine Funkantennen mit 16 Mbps an DSL anschließt, dann hast Du schon
    achtmal mehr Bandbreite als bei den meisten Funkzellen in Deutschland. Die sind
    nämlich mit einer T1-Leitung angeschlossen, die nur 2 Mbps bringt.

  4. 08.04.09 14:03 the_black_dragon (mod) (Handy Master)

    nur müssen dann die datenraten höher werden oder mehrere unabhängige
    zugangspunkte auf eine antenne...... denn je grösser die funkzellen desto mehr
    leute müssen sich die bandbreite teilen......
    und btw müssen die anbieter dann
    aufhören services zu sperren wenn sie wirklich DSL damit ersetzen wollen

  5. 08.04.09 13:59 Mike Leitner (Handy Profi)

    Das würde sehr vielen sehr gut kommen. Ich behaupte das das die Zukunft in der
    Mobilefunkscene sichert.
    DSL Flatrates werden nicht mehr gebraucht. UMTS +HSDPA
    ist schon schneller als das DSL bei uns(1000).

  6. 08.04.09 13:37 Stammleser (Advanced Member)

    Das sind Fernsehfrequenzen im 700-Megahertz-Bereich. Damit kann man viel größere
    Funkzellen bauen, sodass auch ländliche Bereiche sich effizient erschließen
    lassen.

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