Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: Markus Goebel | 15.04.2009 - 11:48 | (13)

Kabelnetzbetreiber warnen vor TV-Störungen durch mobiles Internet

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) warnt vor einer Störung des Fernsehempfangs durch mobiles Internet. Beim Kabelfernsehen könne es zu Bildausfällen kommen, wenn Handys dieselben Frequenzen zur Datenübertragung verwendeten. Das habe eine Studie des Instituts für Rundfunktechnik gezeigt.

Kabelnetzbetreiber warnen vor TV-Störungen durch mobiles Internet

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) warnt vor der Nutzung von Rundfunkfrequenzen für mobile Internet-Zugänge, die beispielsweise Vodafone gerade ausprobiert. ANGA vertritt 119 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche, darunter Kabel Deutschland, Unitymedia Group, Tele Columbus, Kabel Baden-Württemberg oder PrimaCom. Sie versorgen mehr als 18 Millionen Kabelkunden in Deutschland. Eine Untersuchung des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) und von ANGA habe gezeigt, dass analoge und digitale Fernseh­programme bei Kabelkunden beeinträchtigt werden, falls die zukünftige Generation der mobilen Datenübertragung, Long Term Evolution (LTE), die selben Frequenzbereiche benutzt.

o2 pressefoto umts-mast hspa+ basisstation antenne 380px

Mobilfunk-Internet stört angeblich das Kabelfernsehen.

"Die durchgeführten Labor- und Feldtests haben unmissverständlich ergeben, dass eine Gleichkanalbelegung von Rundfunkdiensten im Kabel und mobilem Internet im Frequenzbereich 790 – 862 MHz zu massiven Störungen des Fernsehempfangs beim Endkunden führt", sagt Carsten Engelke, technischer Leiter der ANGA. "Ursache ist weniger die Übertragung der Daten vom Sendemast zum Endkunden, sondern vielmehr die Rücksendung der Daten vom mobilen Endgerät in der Wohnung des Nutzers." Bei Sendestärken, die rund einem Hundertstel der Spitzenleistung eines GSM-Handys entsprechen, träten bereits Bildausfälle auf.

Besonders beunruhigend sei, dass bei nur geringfügig höheren Sendeleistungen diese Störungen auch durch eine 15 Zentimeter dicke Stahlbetonwand hindurch auftreten. Das Fernsehbild bei einem Kabelkunden könne daher durch die mobile Internetnutzung eines Nachbarn beeinträchtigt werden. Die Kunden und die Servicekräfte der Kabelunternehmen könnten in solchen Fällen die Probleme kaum lokalisieren. "Wir freuen uns daher in diesem Zusammenhang, dass das Pilotprojekt der Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg die Auswirkungen auf den DVB-C Fernsehempfang im Kabel untersuchen wird", sagt Carsten Engelke. Die Untersuchung zeige, dass sich die Störungen vorrangig auf die Rundfunkempfangsgeräte direkt auswirken. Durch die hohe Schirmung der Kabelnetze seien diese deutlich unempfindlicher gegenüber Störeinstrahlung als Endgeräte. Die beschriebenen Probleme würden später auch flächendeckend auftreten, denn das von der Bundesnetzagentur vorgelegte Eckpunktepapier zur Zuteilung der Frequenzen der digitalen Dividende sehe einen bundesweiten Regelbetrieb vor statt nur eine Beschränkung auf die sogenannten weißen Flecken. Die Kabelnetzbetreiber erneuern daher ihre Forderung an die Politik, "vor einer Zuteilung dieser Frequenzen für mobiles Internet, die Auswirkungen auf die drahtgebundene Rundfunkverbreitung umfassend zu prüfen und Szenarien für eine verträgliche Nutzung zu entwickeln". Daran wird schon längst gearbeitet. Die Bundesnetzagentur plant bereits, die verwendeten Frequenzen so zu tauschen, dass die Mobilfunkgeräte möglichst weit von den TV-Frequenzen entfernt senden, um Störungen zu vermeiden.

Artikel bewerten:
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 13 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 30.06.09 22:48 Anonymous (Gast)

    Also ich habe mal als Installateur für eine Kabelfernsehfirma gearbeitet (2008).
    Und ich kann nur sagen: Die haben auf Teufel komm raus installiert und alles nur
    sehr halbherzig gemacht. Am ende war immer nur die Unterschrift vom Kunden
    wichtig. Da wurde nicht lange gemessen und geprüft. Haupsache die Anlage hat in
    dem Moment funktioniert wo der Kunde die Unterschrift leisten sollte :-)
    Mittlerweile arbeite ich wieder woanders.

  2. 16.04.09 13:16 cherry2701

    ohoh... na, brechen den Kabelbossen die Kunden weg??? Kein Wunder!!!

  3. 16.04.09 08:37 Fank

    @Francesco
    Du hast schon gelesen das die Kabel abgeschirmt sind und es an den
    endgeräten liegt oder? o.O
    erst lesen dan denken dan nochmal denken und
    danndarfst du evtl schreibn

  4. 15.04.09 18:26 Anonymous (Gast)

    Natürlich, die Kabelanbieter stecken ihre überteuerten Preise lieber in
    Gewinnmaximierung statt in Kabelnetzausbau und -modernisierung und die
    Mobilfunkanbieter sind schuld. Wären die Herren mal nicht so gierig gewesen und
    ihre Netze anständig abgeschirmt, dann hätten sie jetzt keine Probleme.

  5. 15.04.09 13:41 Anonymous (Gast)

    bla...

    wie wärs mit fernsehn über umts ^^

  6. 15.04.09 13:33 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    aber das handy sendet so stark dass das jeden normalen fernseher stören
    würde...... selbst unser digital sat reciever heim lässt sich nur stören wenn
    ich schon das handy direkt drauf lege beim telen und da sind die frequenzän
    relativ nah beieinander........ und ich denk mal die frequenzen etwas abzuändern
    wird nicht das problem sein und da müssen die net so panik machen...... ich denk
    mal die wollen wirklich nur ihr kabel DSL vermarkten in den landgebieten und
    reden das schlimmer als es ist..... aber kann mir egal sein...... hab hier DSL,
    hab in DE DSL und unterwegs reicht mir edge oder UMTS xD

antworten
 
Aktuelle Geräte im Test