Die Zeiten der Horrorrechnungen bei Reisen in einem anderen EU-Land sind vorbei. Im EU-Ausland verschickte SMS-Nachrichten dürfen ab 1. Juli nur noch höchstens 11 Cent kosten, anstatt der heutigen 28 Cent.
Im EU-Ausland verschickte SMS-Nachrichten dürfen ab 1. Juli nur noch höchstens 11 Cent kosten, anstatt der heutigen 28 Cent. Die Zeiten der Horrorrechnungen für Verbraucher, die auf Reisen in einem anderen EU-Land Bilder oder einen Film auf ihr Mobiltelefon heruntergeladen haben, sind vorbei.
Das Europäische Parlament verabschiedete auf seiner heutigen Plenarsitzung in Straßburg mit großer Mehrheit neue EU-Vorschriften für SMS- und Datenroamingdienste, die von der Kommission im September 2008 vorgeschlagen worden waren. Außerdem wurden weitere Preissenkungen für in anderen EU-Ländern geführte Handygespräche beschlossen. Die Preisobergrenze für einen im Ausland getätigten Mobilfunkanruf wird bis Juli 2011 schrittweise von heute 0,46 € auf 0,35 € pro Minute fallen, der Minutenpreis für im Ausland erhaltene Anrufe von heute 0,22 € auf 0,11 €. Außerdem werden die Betreiber verpflichtet, die Gebühren für Roaminganrufe ab der 31. Sekunde sekundengenau zu berechnen. Die Datenroamingentgelte werden ebenfalls deutlich gesenkt. Der Großhandelspreis wird auf einen Euro pro Megabyte begrenzt, gegenüber derzeit 1,68 Euro. Diese Preisgrenze fällt 2010 weiter auf 80 Cent und dann 2011 auf 50 Cent.
Der heutigen Praxis, bei der die Verbraucher bis zu 24 Prozent zu viel bezahlen, wird dadurch ein Riegel vorgeschoben. Da der Rat der EU-Telekom-Minister seine Zustimmung zu den neuen Vorschriften bereits signalisiert hat, ebnet die heutige Abstimmung den Weg für das Inkrafttreten der neuen Bestimmungen noch rechtzeitig vor den Sommerferien. Die europäischen Verbraucher werden daher für die Benutzung ihrer Handys im Ausland voraussichtlich bis zu 60 Prozent weniger bezahlen. "Die heutige Abstimmung markiert das definitive Ende der Roaming-Abzocke in Europa", sagte die für Telekommunikations-fragen zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding.
Jetzt muss man schon über die Grenzen fahren um beim SMS schicken zu sparen -.-
Wie bereits erwähnt, ist aber wirklich merkwürdig, dass die Inlands-SMS teuer
sind, als SMS im EU-Ausland.
Falsche Überschrift: Abzocke EU-weit eingedämmt
Eingedämmt weil beim
Datenroaming noch immer abgezockt wird.
Nur EU-weit - obwohl das ja manche
anbieter gaaaanz kulant auch auf die USA ausweiten - weil ausserhalb noch immer
99ct/Min und 19-xx ct/SMS genommen werden alleine für das Roaming wohlgemerkt
z.B. im Urlaub in Tunesien, Türkei, Schweiz, ...
Lustigerweise findet man
die Tarife nur online und nur recht versteckt, genau wie von den Sonder- und
Service-Rufnummern. Warum wundern die sich das noch so wenige Surfen oder im
Ausland telefonieren bei dem Olligopol-Verein?
Im Österreichischen
Musikfernsehn sollte man sich mal die Werbung deren Provider anschauen mit
4ct/Min/SMS und alles mögliche dazu noch inklusive + quasi in jedem kleinen Tal
gut UMTS-Raten. Hier zu Lande ist die SMS bei vielen Anbietern teuer als das
Roaming auf eine griechische Insel und bei den Datentarifen scheut man sich
runter zu gehen weil man ja bei Daten + Tel + SMS jeweils gut weiter verdienen
will, wobei alles was im eigenen Netz bleibt ja quasi nichts kostet und so große
Anbieter bevorteilt sind.
Tja, somit haben wir bald auch die Freizügigkeit bei der Providerwahl.
Spätestens 2011 ist es wohl komplett egal aus welchem EU-Mitgliedsland der
stammt. Zumindest bei den Preisen hier in Deutschland kann man eigentlich nur
Gewinn machen.
Erstaunlich, dass innerhalb Deutschlands noch 19cent für eine SMS verlangt
werden und gegen diese "Abzocke" nichts unternommen wird.
Jetzt ist es also
aus dem Ausland günstiger als im eigenen Land. Unverständlich!
Abzocke würde ich das aber nicht nennen. Schließlich will auch jeder ein gutes
Netz haben, Von allein finaziert sich das aber nicht. Das die EU die
Netzanbieter jetzt zu diesen Preisen zwingt, heißt ja nicht, das sie bisher die
Kunden abgezockt haben.