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Autor: Markus Goebel | 04.05.2009 - 12:29 | (1)

Deutsche Telekom legt Festnetz und Mobilfunk zusammen

Die Deutsche Telekom legt die Bereiche Festnetz und Mobilfunk in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen, weil sie auch technisch zusammenwachsen. Das Netz von T-Mobile in Großbritannien könnte bald abgeschaltet werden.

Deutsche Telekom legt Festnetz und Mobilfunk zusammen

Die Deutsche Telekom legt ihre Geschäftsbereiche für Festnetz und Mobilfunk zusammen und erwägt einen Verkauf von T-Mobile in Großbritannien. In Deutschland soll es nur noch eine Gesellschaft geben, in der die Bereiche Festnetz und Mobilfunk zusammengeführt werden. "Mobilfunk und Festnetz werden künftig aus einem Guss geplant, gebaut, geführt und vermarktet", sagte der Telekom-Vorstandschef René Obermann vor den Aktionären der Hauptversammlung 2009. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat den Vorschlägen des Vorstandes für die Neustrukturierung des Deutschlandgeschäftes bereits zugestimmt. Das Unternehmen plant noch in diesem Jahr eine außerordentliche Hauptversammlung, um die Zustimmung der Aktionäre einzuholen. Anschließend soll die neue Struktur zeitnah umgesetzt werden.

Hauptversammlung 2009 der Deutschen Telekom: Rede des Vorstandsvorsitzenden René Obermann

Rede des Vorstandsvorsitzenden René Obermann auf der Telekom-Hauptversammlung | Foto: DT

Wenn die Aktionäre und die Finanzbehörden zustimmen, soll die neue Struktur in zwei Schritten errichtet werden: Die T-Mobile International AG verschmilzt mit der Deutsche Telekom AG und die T-Mobile Deutschland GmbH wird damit direkte Tochter der Deutschen Telekom AG. Anschließend werden die beiden Einheiten T-Home und T-Mobile Deutschland GmbH in einer Gesellschaft zusammengeführt. Die drei Servicegesellschaften (Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH) sowie die Telekom Shop Gesellschaft mbH sollen 100-prozentige Töchter der aus T-Home und T-Mobile Deutschland hervorgegangenen neuen Gesellschaft werden. Ein Personalabbau ist trotz der Zusammenlegung von Festnetz und Mobilfunk nicht geplant.

"Für die Kunden hat die neue Struktur den Vorteil, dass ihre Anliegen künftig nicht mehr nach Festnetz und Mobilfunk getrennt bearbeitet werden, sondern dass sie integrierte Angebote und Service aus einer Hand bekommen", betont Obermann. Festnetz und Mobilfunk wachsen zusammen, ein Beispiel sei das iPhone, das bei verfügbarem WLAN das Festnetz für Internetverbindungen nutzt. Dafür brauche es eine effiziente Steuerung aus einer Einheit. Mit dem Geschäft von T-Mobile in Großbritannien sind die Deutsche Telekom und ihre Aktionäre überhaupt nicht zufrieden. Die beiden Großaktionäre, die Bundesregierung und die Beteiligungsgesellschaft Blackstone, seien besorgt über die unterdurchschnittliche Geschäftsentwicklung von T Mobile UK. Das berichtete die Financial Times und berief sich auf Quellen aus dem Umfeld des Aufsichtsrates. Sie würden eine rasche Entscheidung fordern, ob die Deutsche Telekom den viertgrößten Anbieter auf dem britischen Mobilfunkmarkt verkauft oder nicht. Der Telekom-Finanzvorstand Timotheus Höttges sprach auf der Hauptversammlung klare Worte: Entweder man findet einen fusionsbereiten Mobilfunkanbieter oder man muss das Netz abschalten. Ein möglicher Partner wäre der noch kleinere Anbieter 3, doch auch andere Konkurrenten wie Vodafone, o2 oder Orange wären denkbar.

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Kommentare
  1. 04.05.09 12:40 Quirky. (Handy Profi)

    Kunde hat Vorteile ja was denn,
    daß die Termine eingehalten werden oder die
    Techniker wirklich an der Haustür klingeln und nicht nur nen Zettel einwerfen
    weil se Feierabend machen wollen mit dem Text "Ich war da Sie nicht. Machen se
    nen neuen Termin".
    Da ist doch ne Kamera über der Haustür immer wieder nett
    um etwaige Kosten durch neue Termine abzuschmettern.

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