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Autor: Markus Goebel | 02.06.2009 - 16:05 | (16)

Eingeknickt: T-Mobile erlaubt VoIP-Telefonate im Mobilfunknetz

T-Mobile vollzieht eine Kehrtwende. Vor zwei Monaten hatte der größte deutsche Netzbetreiber die Nutzung von VoIP-Software wie Skype kategorisch ausgeschlossen und eine Blockade von Internet-Telefonaten in seinen Netzen angedroht. Jetzt werden sie erlaubt, wenn die Kunden einen neue Tarifoption buchen, die mindestens 9,95 Euro pro Monat kostet.

Eingeknickt: T-Mobile erlaubt VoIP-Telefonate im Mobilfunknetz

T-Mobile ist eingeknickt. Die Kunden des größten deutschen Mobilfunkanbieters können ab Sommer 2009 auch über das Internet telefonieren, gab T-Mobile heute in einer Pressemitteilung bekannt. Telefongespräche über Voice-over-IP (VoIP) im Mobilfunknetz werden erlaubt und müssen extra bezahlt werden. Vor zwei Monaten hatte T-Mobile die Nutzung von VoIP-Software wie Skype noch kategorisch ausgeschlossen und eine Blockade solcher Internet-Telefonate im Handynetz und an den WLAN-Hotspots von T-Mobile angedroht.

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Das ist technisch aber nahezu unmöglich, weil Skype seine Telefonate verschlüsselt und ständig die Ports für die Übertragung wechselt. Auch VoIP-Telefonate nach dem SIP-Standard können verschlüsselt über ein virtuelles Privatnetz (VPN) übertragen werden, sodass ihre Datenpakete im Mobilfunknetz nicht entdeckt werden. T-Mobile verfährt jetzt nach der Devise "if you can't kill them, bill them": Wenn VoIP sich nicht abschalten lässt, dann wird es eben erlaubt und die Nutzung in Rechnung gestellt. Die Kunden von T-Mobile können zu allen Tarifen aus den Bereichen Combi und Complete eine extra Option buchen, mit der sich VoIP-Dienste verschiedener Anbieter regulär benutzen lassen. Der Preis für die Option ist je nach Vertrag gestaffelt und beginnt bei 9,95 Euro im Monat. Für die Daten, die bei VoIP-Telefonaten übertragen werden, müssen die Kunden aber extra zahlen. Sie sind nicht in dem Preis enthalten. Die neue VoIP-Tarifoption ist vergleichbar mit der GEZ-Gebühr fürs Fernsehen: Die Nutzung ist auch ohne Bezahlung möglich, aber nicht erlaubt. "Wir bauen damit eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Kundenwünschen nach möglichst günstigen und innovativen Angeboten", sagt Georg Pölzl, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland.

Für den Dauerbetrieb ("always on") von VoIP-Anwendungen seien zusätzliche Investitionen in das Netz notwendig, die mit den Einnahmen aus der neuen Tarifoption bezahlt werden. "Es wäre den Kunden, die kein VoIP nutzen möchten, nicht zumutbar, wenn diese Mehrkosten auf alle Kunden verteilt werden", sagt Pölzl. Deshalb ermöglicht T-Mobile durch die Optionstarife die Nutzung von Internet-Telefonie, während sie für alle anderen Kunden verboten bleibt. "Always on" sind aber auch alle Smartphones, die ihre E-Mails über IMAP Idle oder Microsoft Exchange sofort zugestellt bekommen. Doch dafür wird nicht extra kassiert. Für T-Mobile geht es um den Schutz seiner zukünftigen Einnahmen, die das Unternehmen fest einplant hat. In den vergangenen Jahren haben alle Netzbetreiber viele Milliarden Euro in ihre Netze investiert. Grundlage dieser Investitionen war eine Tarifkalkulation aus den erwarteten Einnahmen für Sprachtelefonie und mobilem Datenverkehr. "Wenn diese Grundlage nicht mehr gegeben ist, ist die Zukunftssicherheit der Netze in Gefahr", begründete Pölzl den Schritt seines Unternehmens. Das kann passieren, wenn das lukrative Geschäft mit den Sprachminuten wegbricht, weil immer mehr Kunden über Skype und andere VoIP-Anbieter telefonieren.

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Kommentare
  1. 15.06.09 17:09 5800UserBln (Gast)

    Wucher :D

    Aber wer es sich leisten kann bitte....

    ich nutze weiterhin 1.
    nicht D1 und 2. VoIP nur übers W-LAN :p

  2. 05.06.09 08:01 Anonymous (Gast)

    öhm du bist dir schon klar das Zesursula noch nicht gewonnen hat ?
    Wenn die
    anfangen Ips zu sperren dann fangen sie an das Internet zu Zensieren, denn dank
    Ports kann man über eine Ip mehr als ein Service anbieten, sprich man kann auch
    ne Webseite drauf parken und wenn man die nicht mehr erreichen kann/darf dann
    schliessen sie als nächstes die Ips der anderen Mobilfunkanbieter ?

  3. 03.06.09 11:20 Anonymous (Gast)

    klar kann man die nutzung nicht überwachen.. aber man könnte skype einfach
    ausschließen.. denn wie jeder weiß muss man sich erst mit dem client am server
    anmelden damit man den dienst nutzen kann.. hier braucht man doch nur die ip
    adresse im netz von t-mobile sperren und schon ist es nicht mehr nutzbar..
    verschlüsselte daten und port hopping hin oder her..

  4. 03.06.09 09:58 Der C (Gast)

    Das Abtippen vom T-Mobile-Statements wie "ermöglicht T-Mobile durch die
    Optionstarife die Nutzung von Internet-Telefonie" sollte entweder überdacht
    oder jeweils als Zitat gekennzeichnet werden.

    T-Mobile ermöglicht die - nun
    auch offiziell - erlaubte Nutzung von Skype, die sie eh nicht verhindern kann,
    aber in jedem Falle technisch ermöglicht.

    Ich glaube die Abschreckung wird
    ähnlich in die Hose gehen wie bei anderen Abzock-Vereinen. Die Kosten-Sensitiven
    nutzen Skype - vor allem im Ausland - und werden auch nicht 9,90 dafür Extra
    zahlen pro Monat die ganze Laufzeit lang. Also nur ein Statement um schlechtes
    Gewissen den bösen Internet-Nutzern einzubläuen, weil der arme Verein ja auch
    nichts an seinen überteuerten Datentarifen verdient. Die 99% Verdienst bei SMS
    und Internen Calls will man behalten - is klar. Bei eingehenden Verkehr verdient
    man auch noch prächtig, so das man immer gut Verdiente und nebenbei jede noch so
    kleine UMTS-Stufe mitgehen konnte.

  5. 03.06.09 07:53 Anonymous (Gast)

    der geilste "if you cant kill them bill them" xD

  6. 02.06.09 23:22 Anonymous (Gast)

    wieso soll ich das extra zahlen. wenn nicht von dennen gecheckt werden
    kann?

    30€ für ne flaterate ist teuer genug

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