Nokias Betriebssystem Symbian ist in den USA kaum bekannt. Auch die Touchscreen-Handys des finnischen Herstellers kennt kaum ein Entwickler. Die meisten programmieren nur fürs iPhone. Deswegen konnten sich gestern Software-Entwickler, die zur Präsentation des neuen Apple-Handys nach San Francisco kamen, ein kostenloses Nokia 5800 XpressMusic abholen.
Auch Nokia wollte gestern den Hype um das iPhone ausnutzen. Dabei wendete der Handyhersteller eine Guerilla-Taktik an, die schon Google vor zwei Wochen eingesetzt hatte: geschenkte Handys für Software-Entwickler. Genau gegenüber dem Moscone Center in San Francisco, wo Apple das neue iPhone 3G S präsentierte, konnten sich iPhone-Programmierer ein kostenloses Nokia 5800 XpressMusic abholen.
Auch Hamburger, Knabbersachen und Getränke gab es gratis in Jillian’s Billiard Club? in der 4. Straße. Direkt nach der iPhone-Vorstellung konnten die Teilnehmer rüberkommen und sich beim Pool Billard oder mit der Videospiel-Konsole Wii entspannen. Eingeladen hatte die Symbian Foundation, die Nokia im vergangenen Sommer gründete, nachdem sie das Betriebssystem Symbian aufgekauft hatten. Die Aufgabe der Organisation ist es, "eine lizenzgebührenfreie offene Plattform bereitzustellen und die Innovation zu beschleunigen".
Damit ist sie in den USA bisher wenig vorangekommen, Symbian ist dort bei Smartphone-Entwicklern kaum bekannt. Die Vereinigten Staaten sind fest in den Händen von iPhone und Blackberry, Nokia bekommt keinen Stich. Das konnte man im April gut sehen, als der Handy-Werbevermarkter AdMob zu einem Treffen im Silicon Valley einlud. Der aus England angereiste Reporter der Mobile Industry Review war entsetzt, dass keiner der 150 Entwickler seine Software für Symbian portieren will. Für das iPhone hatte jeder ein Programm veröffentlicht und mit den Einnahmen aus dem App Store waren sie zufrieden. Im Ovi Store von Nokia wollte niemand seine Software vermarkten, obwohl er schon im kommenden Jahr auf 400 Millionen Handys eingesetzt werden soll. Vom iPhone sind gerade mal 17 Millionen im Umlauf, gab Mobile Industry Review zu bedenken, doch die Anwesenden beeindruckte das wenig. Das erste Touchscreen-Smartphone mit Symbian, Nokia 5800 XpressMusic, ist nur außerhalb der USA populär. Ein Mobilfunk-Analyst bezeichnete es neulich sogar als "iPhone des armen Mannes", das sich in Jakarta oder Moskau besser verkauft, als in New York oder London. Anscheinend musste die Symbian Foundation es deswegen gestern verschenken.
@dragon-tmd:
du sagst es :)
beim Nokia ovi Store programme anzubieten wär für
softwareentwickler vieeeeeeelll profitabler als beim apple iPhone store oder wie
das ding heißt ;P
Es ist lustig wie die Zeit sich zum schlecht für Nokia/Symbian geändert
hat.
Vor ein paar Jahren als ich noch kein Nokia hatte habe ich mich immer
geärgert das es alle tollen mobilen Programme nur für Symbian gab.
Nun ist es
genau so, nur dass ich jetzt ein Symbian Phone habe und die meißten guten
Programme für IPhone sind.
Mittlerweile produziert Samsung die besseren Nokias :D Ein 5800XM geschenkt?
Warum nicht? Wer Programme auf sein Platform ziehen will, sollte diese inklusive
Hardware auch umsonst zur Verfügung stellen.
Bei Apple muss man sogar noch
Geld dafür zahlen, Programme entwickeln zu dürfen. DAS ist doch mal eine
verdrehte Logik.
Ist schon verblüffent das wirklich nur wenige dieses Symbia kennen, finde aber
diese ganze Aktion auch recht armseelig und wirklich verzweifelt, weil sind wir
mal ehrlich was hat Nokia schon großartig an Software zu bieten? Mich persönlich
spricht die Marke in keinster weise an obwohl ich selbst im Moment noch ein
stolzer Besitzer eines N73 bin.
Sprich: Nokia is langweilig -.-
Durch ein paar verschenkte Telefone ist noch kein Handyhersteller pleite
gegangen, ihr Hetzer. ;)
Und nochwas;-) Dieses Plakat sieht nicht sehr seriös aus. Kein Nokia LOGO. Was
soll die Ente da?