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Autor: Markus Goebel | 12.06.2009 - 15:11 | (3)

BITKOM begrüßt Entscheidung des Bundesrats über Digitale Dividende

Der Bundesrat hat einem Kabinettsbeschluss vom März 2009 zugestimmt und die Funkfrequenzen des ehemaligen Analogfernsehens für eine Neuvergabe freigegeben. Dadurch kann die Bundesnetzagentur diese Digitale Dividende bald versteigern. Schon Mitte 2010 könnten die ersten ländlichen Regionen über diese Funkfrequenzen mit Breitband-Internet versorgt werden.

BITKOM begrüßt Entscheidung des Bundesrats über Digitale Dividende
August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM

BITKOM: August-Wilhelm Scheer

Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt die Entscheidung zur so genannten Digitalen Dividende durch den Bundesrat. "Jetzt ist endlich der Weg frei für schnelle Internet-Zugänge auf dem Land", sagt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Um möglichst alle Bewohner ländlicher Regionen mit preiswerten und schnellen Breitband-Diensten zu versorgen, könnten nun zusätzliche Funkfrequenzen unterhalb von einem Gigahertz genutzt werden. "Die deutsche Telekommunikationsbranche ist bereit, hohe Millionenbeträge in die Internet-Versorgung auf dem Land zu investieren und wird damit Vorreiter in Europa sein", verspricht Scheer.

Die Unternehmen hätten schon vor Monaten zugesichert, nach der Vergabe der Frequenzen vorrangig die bisher unversorgten Gebiete mit Breitband-Internet zu erschließen. Die Bundesregierung hat in ihrer Breitband-Strategie angekündigt, dass bis spätestens Ende 2010 alle Haushalte in Deutschland mit schnellen Internet-Anschlüssen versorgt sein werden. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Nutzung frei werdender Rundfunk-Frequenzen für Breitband-Internet. Hintergrund: Nach der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks wird für die Fernseh-Übertragung nur noch ein kleiner Teil der bisherigen Frequenzen benötigt. Die frei werdenden Frequenzen werden als Digitale Dividende bezeichnet. Sie können nun im Bereich zwischen 790 und 862 Megahertz für Telekommunikationsdienste eingesetzt werden. Der Bundesrat hat mit seiner heutigen Entscheidung einem Kabinettsbeschluss vom März 2009 zugestimmt und diese Frequenzen freigegeben. Einige Länder hatten von der Bundesregierung finanzielle Zugeständnisse aus den Erlösen der Frequenz-Vergabe verlangt. Dieser Forderung ist die Bundesregierung nachgekommen.

Dank der Zustimmung des Bundesrats kann die Bundesnetzagentur bald mit dem Vergabeverfahren beginnen. Im Idealfall könnten auf diesem Weg bereits Mitte 2010 die ersten ländlichen Regionen in den Genuss von Breitband-Internet kommen. "Die Frequenzen sollten bundesweit ausgeschrieben werden", sagte Scheer. Für ein wirtschaftlich tragfähiges Modell müsse gleichzeitig eine Versorgung urbaner Regionen mit der neuen Technik möglich sein. Zudem sollten Unternehmen in Regionen kooperieren können, wo sich der Aufbau mehrerer paralleler Netze nicht lohnt – also besonders in dünn besiedelten Gegenden.

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Kommentare
  1. 12.06.09 18:26 Ren o Blade

    Hi,

    die Netzbetreiber werden ncht mehr soviel Geld zahlen! Mit den neuen
    Frequnzen lohnt es sich ja viel mehr auch die Ländlichen regionen zu
    erschließen!

    Was die Kosten fürs telefonieren angeht , sind diese immer noch
    zu hoch! Das grenz ja fast schon an Wucher! Wenn man bedenkt das die Telekom Ihr
    GSM-Netz in den 90er aufgebaut hat, sind die Kosten schon längst abgeschrieben
    und die alle Kosten mit Zins und Zinseszins wieder verdient! Wenn man dann für
    ein Gespräch ins Ausland 2€ Zahlt aber nur kosten von 5 Cent hat ist das in
    keinem verhältnis.

  2. 12.06.09 15:43 MussAufsKlo

    je höher die kosten für die frequenzen, desto höher die kosten für den kunden
    und das über jahre hinweg, die holen sich das geld ja vom kunden zurück und das
    x10

  3. 12.06.09 15:23 Shizo (Gast)

    Und in 10 Jahren werden die GSM Frequenzen wieder neu verkauft weil es dann
    wieder was neues gibt.

    Ich wünsche dem Staat nur dass sie dieses mal viel
    weniger Geld einnehmen werden als bei der versteigerung der UMTS
    Frequenzen.

    Die Geier bekommen den Hals doch nie voll. Die sollten die
    Frequenzen mal für alle Netzanbieter freigeben, dafür könnte der Staat ja ein
    bisschen mitbestimmen was die Preise angeht oder sonst was machen, aber einmal
    versteigern und die Netzanbieter dann machen lassen was sie wollen, vor allem
    mit den Preisen... ich seh es schon kommen. Das wird ein Griff ins Klo.

    Bin
    jetzt nicht der Profi was das angeht, wenn ich aber sehe dass die EU erst die
    Preise für die maximalen Kosten vorgeben muss bevor was passiert dann sehe ich
    jetzt schon schwarz, auch wenn das nur fürs roaming galt.

    have a nice day

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