Die Mobilfunkanbieter in Belgien müssen demnächst bis zu 100 Millionen Euro investieren, weil die Regierung den Grenzwert für die Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten gesenkt hat. Ungefähr tausend Sendestationen müssen umgebaut werden. Der Auslöser für die Verschärfung des Grenzwerts war eine kleine Untersuchung der Universität in Löwen, die an Ratten ausgeführt wurde.
Belgien hat den Grenzwert für die Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten radikal gesenkt. Das berichten verschiedene Zeitungen aus Österreich, wo auch gerade heftig über eine Beschränkung diskutiert wird. In Belgien sinkt der erlaubte Wert auf eine elektrischen Feldstärke von 3 Volt pro Meter, um die Bevölkerung vor eventuellen Auswirkungen des Mobilfunks zu schützen. Die Strahlenwerte in Österreich belaufen sich auf 41 Volt pro Meter, was etwa dem Vierzehnfachen des neuen belgischen Werts entspricht.
In Deutschland sind die Grenzwerte ähnlich. Die GSM-Basisstationen der D-Netze, die im Funkfrequenzbereich um 900 Megahertz senden, dürfen eine Feldstärke von bis zu 41 Volt pro Meter erreichen. Für die E-Netze bei 1.800 Megahertz gelten 58 Volt pro Meter als Obergrenze. Ihre Überwachung ist in Deutschland eine Aufgabe der Bundesnetzagentur. Die belgischen Mobilfunkanbieter müssen jetzt ihre Netze umrüsten. Das kann bis zu 100 Millionen Euro kosten, denn ungefähr tausend Sendestationen brauchen neue Komponenten. Der Auslöser für die Verschärfung der Grenzwerte war eine Untersuchung der belgischen Universität Löwen, die an Ratten ausgeführt wurde. Die Tiere wurden bis zu 18 Monate bestrahlt. Dabei wiesen die Ratten, die über längere Zeit einer durchschnittlichen bis starken Dosis ausgesetzt waren, eine doppelt so hohe Sterblichkeitsrate auf. Bei einigen Versuchstiere entwickelten sich auch Tumore. Der Betreuer der Studie, André Van der Vorst, berichtet auch, dass die Handystrahlung die Merkfähigkeit und das Immunsystem schwächte.
Die betroffenen Mobilfunkunternehmen haben bereits ihre Gegenkampagne gestartet und weisen darauf hin, dass die Schädlichkeit für Menschen nicht eindeutig bewiesen ist. Auch die belgische Studie wird kritisiert. Es handle sich nur um eine Doktorarbeit, die schon ein Jahr alt ist und trotzdem bisher nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Daher konnten sie die Fachkollegen noch nicht begutachten. Außerdem seien gerade mal 31 Tiere getestet worden. Es gab schon viele Untersuchungen zu dem Thema, doch die Ergebnisse sind nicht eindeutig. Im vergangenen Jahr musste eine Studie aus Wien sogar zurück gezogen werden, weil ihre Ergebnisse manipuliert waren. Dennoch haben bereits Italien, Liechtenstein und Luxemburg ihre Grenzwerte gesenkt. In Frankreich schloss ein Bürgermeister sogar die Schule in seinem Ort als "Vorsichtsmaßnahme", weil ein Mobilfunkmast in der Nähe stand.
In der Region Brüssel lauten die Grenzwerte frequenzabhängig zwschen 1,94 V/m und 4,34 V/m. Das Handynetz funktioniert dort ohne Probleme. Also scheint es technisch machbar zu sein und man kann auch woanders niedrigere Grenzwerte einführen.
Fazit: Diskussion völlig überflüssig!
schwarzer drache ich glaube wohl kaum dass das herunterfahren der sendeleistung
mehrere millionen Euro kostet...;)
@Seltsam...
weniger strahlungsleistung heisst auch weniger reichweite...... was
willste denn dann mit nem handy wenn du auf 10m an nen funkmast ran musst um
empfang zu haben????
nimm doch mal w-lan...... die router für zuhause senden
mit 0,1W leistung und da ist schon bei 50m feierabend.......
hier mal ein paar
technische daten von funkanlagen die wir alle kennen:
Ein CB-Funkgerät hat
etwa 10 - 100 Watt Sendeleistung
Ein DECT-Telefon 4Watt (normales schnurlos
telefon zuhause)
Ein herkömmlicher Handymast (GSM) etwa 1 Watt
UMTS-Masten 0,4
Watt
also erstmal allemann ihre schnurlos telefone aus machen..... allein nen
röhrenfernseher haut das 100-fache an EM-strahlung nach vorne raus und ne
mikrowelle erstrecht.......... da regen sich die leute über handymasten auf?????
Soll das heissen, es liesse sich technisch durch Umrüstung der Komponenten eine
vielfach geringere Strahlung erreichen als bisher?!
Dann ist es doch "nur"
eine Frage des Geldes diese Möglichkeit zu ergreifen/erzwingen, damit
"mögliche" Gesundheitsschäden noch weiter vermieden werden können.
Hiess es
nich immer bisher von den Mobilfunkanbietern, es wäre technisch nicht möglich.
Jetzt ist klar: möglich wäre es, kostet sie nur viel Geld. Und solange keine
stichhaltigen Beweise vorliegen, dass der bisherige Grenzwert Krankheiten
verursacht, wird so weiter gemacht.
Aber so wenig Strahlung wie nur irgend
möglich sollte doch heutzutage eigentlich angestrebt werden!!
@DerC
naja es gibt ja auch nen gewaltigen unterschied zwischen
radiosendeanlagen (Bsp: 89.0 RTL sendet mit 60.000W (das is mehr leistung als
mein aktuelles auto bringt) und das ist pure EM-Strahlung......... dafür haste
aber auch reichweiten von 300km und mehr (der deckt fast ganz mitteldeutschland
ab)
nen handymast mit seinen 2 oder vlt 3 km reichweite ist da ja nen witz
dagegen was sendeleistung angeht.......
und wie gesagt würden die die
sendeleistung verringern würden nur die handys stärker strahlen und somit würde
man den "brennpunkt" von den türmen direkt an die köpfe der handynutzer
verlagern.......
Hey ein CB-Funkgerät hat auch nur 4 Watt Sendeleistung (falls es ein zugelassenes Gerät ist)