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Autor: Markus Goebel | 19.06.2009 - 14:27 | (16)

Nur für Experten: ADAC warnt vor Handys als Navigationsgeräten

Der ADAC hat Handys und Navigationsgeräte in einem Test verglichen und stellt den Mobiltelefonen ein schlechtes Zeugnis aus. Die getestete Navigationssoftware für Handys und Smartphones stelle keine ernsthafte Alternative zu den echten Navis dar. Besonders für Laien seien die Barrieren zu hoch, weil die Installation kompliziert ist und die Bildschirme zu klein.

Nur für Experten: ADAC warnt vor Handys als Navigationsgeräten

Der ADAC hat untersucht, ob Smartphones oder Handys auch Navigationsgeräte im Auto ersetzen können. Beurteilt wurden Installation und Betrieb, Handhabung, Routenberechnung, Navigation, Verkehrsmeldung sowie die Ablenkung. Das Ergebnis bezeichnet der Automobilclub als enttäuschend: Mobiltelefone würden für das Navigieren im Auto bestenfalls einen Kompromiss darstellen, sie böten weit weniger Leistung und Komfort als Navigationsgeräte.

Vergleich Navigation: Sony NV-U93T vs. N95

Sony NV-U93T vs. Nokia N95 im Navi-Vergleich von Areamobile

Zu demselben Ergebnis kam auch der Vergleich von Areamobile vor knapp zwei Jahren. Allerdings sind die neuesten Handys mit großen Touchscreens genauso gut wie Navigationsgeräte zum Nachkaufen, das zeigen die letzten Tests von Areamobile. Unsere eigenen Untersuchungen können die Aussagen des ADAC also nicht komplett bestätigen.

Für den Automobilclub beginnen die Probleme schon bei der Auswahl der Software: Nicht jedes angebotene Programm passt zu jedem Endgerät. Auch nach erfolgter Installation kann man nicht immer davon ausgehen, dass die Software stabil läuft. Kaufen, Herunterladen und Freischalten der Software über das Internet sei ohnehin nur erfahrenen Handynutzern zu empfehlen, sagt der ADAC. Lediglich die Software von McGuider, Garmin und NavGear, mit Einschränkungen auch die von TomTom, ließ sich ohne Mühe installieren. Der Test zeigte außerdem, dass die angebotene Navigationssoftware sich ganz erheblich unterscheidet. Drei Programme schnitten mit dem Urteil "gut" ab, vier bekamen nur ein "befriedigend". Die besten Lösungen kamen von TomTom, McGuider und NavGear. Doch die Kosten für die Handy-Navigation enden nicht mit dem Kauf der Software, warnt der ADAC: Wenn ein Datentransport für Verkehrsnachrichten über das Funknetz stattfindet, dann entstehen Gebühren. Wer keine Daten-Flatrate hat, muss bei jeder Übertragung extra zahlen. Der ADAC rät dringend von einer Bedienung der Navi-Handys während der Fahrt ab. Die Ablenkung sei nach den Erfahrungen der Tester deutlich größer als bei Navigationsgeräten. Dies sei unter anderem auf den kleineren Bildschirm mit entsprechend kleineren Darstellungen zurückzuführen. "Die von uns getestete Navigationssoftware für Handys und Smartphones stellt keine ernsthafte Alternative zu den echten Navis dar", lautet das Fazit. "Besonders für den Laien sind die Einstiegsbarrieren wie etwa bei der Installation zu hoch." Wer keine Zeit oder keine Lust zur intensiven, technischen Beschäftigung mit den Programmen hat, solle eher zu den herkömmlichen Routenführern greifen.

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Kommentare
  1. 27.06.09 01:13 Anonymous (Gast)

    Nimmt wirklich jemand einen ADAC Test ernst, kann mich nur ding dong...die Hexe
    is Tod anschliessen.
    Mann sollte sich mal die vernichtenden ADAC Testergebnisse
    aus den 90' ern in Erinnerung rufen, wo die 3. Bremslauchte zerissen
    wurde...Heute ist diese Standard. Trotz ADAC. Habe selbst ein iphone mit Navi...
    geht super und ist allemal besser als unkonzentriert herumzukurven

  2. 20.06.09 13:13 Anonymous (Gast)

    Jaja, die Experten vom ADAC. Ich fahre im Jahr 60000 km - und das mit Nokia Maps
    2.0. Sicherlich ist es nicht die Krone der Navi-Schöpfung, aber zum Ziel hat es
    mich immer ohne Umwege geführt. Die Ansagen sind laut genug, die Routen präzise,
    ein Staumelder ist verfügbar, die Kontakte aus dem Adressbuch sind verwendbar.
    Was brauch ich noch? Was soll ein weiteres Zusatzgerät bringen?

  3. 20.06.09 03:03 Anonymous (Gast)

    Also meine Freundin hat sich ein XDA Guide geholt...

    1. Anschlaten und in
    Betrieb nehmen
    2. Naviknopf drücken
    3. Karte automatisch über das Inet (PC
    oder Mobile) aktivieren lassen
    4. Spaß haben

    Einfacher gehts mit nem Navi
    auch nicht.

    Abgesehen davon wird das Zubehör mitgeliefert. Sobald das Handy
    in die Halterung gesteckt wird, gibt es vier Schnellzugriffspunkte u.a.
    Navi.

    Und ich muss sagen technisches Grundwissen quasi gleich Null, doch das
    bekommt jeder hin!

  4. 19.06.09 19:47 Anonymous (Gast)

    Ich benutze auf meinem Handy eine Navigationssoftware (Igo, TomTom) und muss
    sagen die Navigation läuft wunderbar.

  5. 19.06.09 19:32 Anonymous (Gast)

    Die meisten Navis sind doch ohnehin eigentlich "verkapselte" Linux oder
    WinCE-PDAs.

    Warum sollte die gleiche Software ungekapselt schlechter sein?

  6. 19.06.09 16:43 Handytester (Gast)

    Handy-Navis schlecht?!
    Was sollte die Show vom ADAC?! Es gibt richtig gute
    Navilösungen fürs Handy, die einem herkömmlichen mobilien Navigationssystem im
    unteren Preisbereich in nichts nachstehen!
    Bevor die so einen Blödsinn
    veröffentlichen, sollten die Verantwortlichen mal Nutzer sollchen Systeme
    befragen. Dann würden die auch mal zu einem vernünftigen Ergebnis kommen.
    Aber
    vielleicht will man das ja auch garnicht, denn immerhin wird die Handynavigation
    zu einem starken Konkurent zu den normalen mobilen Navis. Und die Dinger wollen
    die Hersteller ja auch noch los werden. Also getreu dem Motto, "erstmal alles
    schlecht reden, was Konkurenz bedeuten könnte".

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