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Autor: Markus Goebel | 03.07.2009 - 15:39 | (2)

Keine Verteuerung: EU kippt Zölle für Handys mit GPS oder TV-Empfang

Handys mit TV-Empfänger oder Satellitennavigation werden nun doch nicht teurer. Die EU-Kommission wollte sie als Multifunktionsgeräte deklarieren und Zölle bis zu 14 Prozent für den Import kassieren. Doch das wurde abgewendet. Die Europäische Union beschloss am Mittwoch, die Umsetzung der Pläne zu stoppen.

Keine Verteuerung: EU kippt Zölle für Handys mit GPS oder TV-Empfang

Die Europäische Union (EU) kippt ihre umstrittenen Pläne, bestimmte Handys durch Zölle zu verteuern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Dezember hatte die EU-Kommission einen Vorschlag an die Mitgliedsländer gesendet, Spitzen-Handys als "Multifunktionsgeräte" zu deklarieren. Für Mobiltelefone mit TV-Empfänger wären 14 Prozent Importsteuer fällig geworden und 3,7 Prozent für Navi-Handys mit GPS.

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Nokia N96: Nun doch nicht durch TV-Steuer verteuert.
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Auch Mobiltefone mit hochauflösenden Kameras sollten teurer werden. Foto-Handys wären wie Digitalkameras behandelt worden, die schon seit 2007 verzollt werden müssen, wenn man sie nach Europa importiert. Doch das wird abgewendet. Die Europäische Union beschloss am Mittwoch, die Umsetzung der Pläne zu stoppen. Beim Treffen des EU-Komitees für den Zollkodex habe die große Mehrheit der Länder dagegen gestimmt, sagte ein Sprecher aus Schweden. Das skandinavische Land hat in diesem Jahr die EU-Präsidentschaft übernommen.

Europas größte Handylieferanten, die finnische Firma Nokia und das schwedisch-japanische Unternehmen Sony Ericsson, waren gemeinsam mit den nordischen EU-Ländern gegen die Zölle vorgegangen. "Wir brauchen mehr zollfreie Produkte, statt weniger", sagte die schwedische Handelsministering Ewa Björling in einem Statement. "Deshalb ist die heutige Entscheidung und die erreichte Unterstützung ein sehr positives Signal." Nokia sei sehr erfreut, dass die EU-Kommission diesen Standpunkt bezieht und die Unsicherheit ausgeräumt wird, zitiert Reuters einen Firmensprecher. Besonders für das Handy-Fernsehen nach dem Übertragungsstandard DVB-H, das in der EU nur schwer vorankommt, wären 14 Prozent Zoll für Empfangsgeräte wie das Nokia N96 ein schwerer Schlag gewesen. Deshalb liefen Branchenverbände aus der Hightech-Industrie seit Monaten Sturm gegen diese Pläne. Die meisten Handyhersteller lassen ihre Geräte in Billiglohnländern außerhalb der EU produzieren und können sie dann zollfrei einführen.

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Kommentare
  1. 03.07.09 18:05 Der Hessische Landbote (Gast)

    Hast du nicht aufgepasst?

    Sinn und zweck ist nicht, das du geschont wirst,
    sondern dass die Flucht der Produktion aus Deutschland auch ja für die
    Kroßkopferten rentabel wird. Ansonsten hätten sie auch gleich hier bleiben und
    deutsche steuerzahlende Arbeiter in Lohn und Brot behalten können, um diesen die
    Würde zu lassen das eigene Leben und nebenbei auch mal ein Handy finanzieren zu
    können.

  2. 03.07.09 15:43 Anonymous (Gast)

    Ein Wunder!!!

    Sie haben die Möglichkeit den menschen das geld aus der tasche
    zu nehmen, machen es aber nicht.

    Scheint wohl an der Schweinegrippe zu
    liegen...

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