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Autor: Rene Melzer | 10.11.2009 - 16:24 | (22)

RIM steigert Attraktivität von Blackberrys mit 3D-Spielen, Widgets und Multimedia im Browser

Research In Motion ist fest entschlossen, das Image seiner Blackberrys als effizientes, aber langweiliges Geschäftswerkzeug abzuschütteln. In Zukunft sollen 3D-Spiele, Multimedia-Inhalte im Internet und Widgets die Attraktivität der Smartphones für Privatkonsumenten steigern. Das Unternehmen hat deshalb angekündigt, dass Blackberrys bald OpenGL ES, Flash und Adobe Air zu unterstützen.

RIM steigert Attraktivität von Blackberrys mit 3D-Spielen, Widgets und Multimedia im Browser

Research In Motion (RIM) macht ernst und versucht mit aller Macht, das Image seiner Blackberrys effizientes, aber langweiliges Geschäftswerkzeug loszuwerden. Mit 3D-Spielen, einem verbesserten Browser und Widgets will der Hersteller seine Smartphones auch Privatkunden schmackhaft machen. Auf der Blackberry Entwicklerkonferenz kündigte das Unternehmen neben neuen Werkzeugen für Entwickler auch die Unterstützung von OpenGL ES an. Das ist die mobile Variante des 3D-Beschleunigers OpenGL, die auch auf das iPhone eingesetzt wird, um möglichst realistische Grafiken zu erzeugen. EA Mobile demonstrierte die Möglichkeiten mit einer ersten Version von "Need for Speed: Shift" auf dem Blackberry Storm 2.

Außerdem werden die Blackberrys in Zukunft Flash und Air unterstützen, die Multimedia-Plattformen von Adobe. Der Software-Entwickler hatte den Flash Player 10.1 für Mobiltelefone Anfang Oktober vorgestellt. Die neue, geräteübergreifende Plattform ermöglicht es, Videos im Handybrowser anzuschauen und sogar Spiele zu spielen. Das ist bisher nur auf dem HTC Hero möglich. Dort ist aber eine veraltete Version von Flash installiert, die von vielen Anwendungen nicht mehr unterstützt wird.

Doch nicht nur der Browser wird aufgewertet, auch das System soll mit Widgets dynamischer gemacht werden. Einen Zugang zur Push-Technologie, für die Blackberrys berühmt sind, hatte RIM schon vor längerer Zeit für Software-Entwickler geöffnet. Sie können so Anwendungen erstellen, die sich im Hintergrund mit aktuellen Informationen versorgen, ohne dauerhaft mit dem Internet verbunden sein zu müssen.

Quelle: Blackberry
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Kommentare
  1. 12.11.09 02:06 Anonymous (Gast)

    Naja Die reputation haben sie ja offensichtlich bereits verloren.
    Als konkurrenz unternehmen oder feindlich gesinnte regierung würde ich auf keinen fall das unnötige risiko eingehen meine Sensiblen daten einem fremden unternehmen anzuvertrauen, auch wenn er mir zusichert er könnte nicht darauf zugreifen.
    So was ist in einem eigenen abgeschirmten intranet einfach besser aufgehoben.

  2. 12.11.09 00:09 rom3o (Member)

    Die Geschichte des Hackens habe ich aus dem letzten Satz geschlossen, da auch RIM zumindest an den Mailserver hinter der Firewall nicht ohne solches rankommt.

    RIM konstatiert eben, dass sie keine Masterkeys haben. Du kannst es nun wieder kleingeistig oder naiv nennen, aber meines Erachtens muss man ihnen das auch so lange glauben, wie nicht das Gegenteil bewiesen wird. Das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie hat bestätigt, dass keine verborgenen Funktionen oder Hintertüren gefunden wurden und dass weder RIM noch Dritte an die Daten innerhalb der Architektur gelangen können. Sicher kann man auch wieder die Aussagekraft dieser Untersuchung in Frage stellen.

    Die angesprochenen Backdoors sind, wie du ja auch sagst, bei Closed-Source-Software überall zu vermuten, aber große Unternehmen können gezwungenermaßen nicht mit Open Source arbeiten und so bleibt ihnen nichts anderes, als auf vorhandene Lösungen zu "vertrauen".

    Was hätte denn RIM davon, die Daten der Kunden Dritten zur Verfügung zu stellen? Sobald das öffentlich würde, verliert RIM die Reputation und damit die Geschäftsgrundlage.
    Nachdem ihre Push-Technologie nun auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist, wäre jeder provozierte Glaubwürdigkeitsverlust wirtschaftlicher Suizid.

  3. 11.11.09 22:23 Anonymous (Gast)

    Wo habe ich im letzten komment das wort "hacken" benutzt? Davon war nie die rede,Vielleicht hast du das mit der backdoor bloß falsch verstanden, die ist bereits im OS von RIM implementiert, bleibt dem user aber verborgen und wird bei bedarf von RIM im hintergrund aktiviert. Wird überall so gemacht,siehe iphone,android, auch windows ab vista SP1 wird eine BD für den bundestrojaner installiert (wurde zusammen mit der NSA entwickelt) Ansonsten glaube ich ja daß das verschlüsselungssystem gegen jeden angriff von außen relativ sicher ist. Aber was nützt das beste verschlüsselungssystem wenn der hoster mit dem masterschlüsselbund seinen "herren" tür und tor öffnet?

  4. 11.11.09 21:31 rom3o (Member)

    Belege einfach, dass der BES unsicher ist, und schon halte ich die Klappe.
    Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, alles hat theoretische Schwachpunkte.

    Klar kannst du versuchen den Firmenserver respektive die BBs selbst zu hacken um an die Keys zu kommen. Aber das kann ja dann wohl kein Argument mehr gegen die Sicherheit der DatenÜBERMITTLUNG via BES sein.
    Solche Angriffe sind auch gegen alle anderen Systeme möglich.

    Ich würde auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die BES-Lösung 100%-ig sicher ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie eine der sichersten ist.

    (Terrorismus ist übrigens ein gutes Stichwort, schließlich unterstreicht Indien seine Forderungen nach Zugriff auf den Datenverkehr mit dem Argument, dass sich Terroristen dort per BB organisieren…)

  5. 11.11.09 19:00 Anonymous (Gast)

    Wenn du nicht so kleingeistig wärst, dann wüstest du daß tatsächlich auf diese weise korruptionsfälle aufgedeckt werden und wurden, also wirtschaftsspionage zum zwecke der prüfung von auftragsvergaben bei großprojekten, boeing vs airbus,bombadier vs siemens usw komischerweise werden öfter unternehmen aus nicht "aliierten" ländern entlarvt. Ok ich weiß nicht ob da auch BBs herangezogen wurden aber solche brisanten deals werden bestimmt nicht mit iphones geplant.
    Und daß das RIM system keine backdoor haben soll ist unwahrscheinlich,alles hat mittlerweile eine BD, sonst könnten es sich "terroristen" gemütlich machen.
    Na gut, Kein datensammeln in UK
    Und? Heißt das gleich daß nicht weiter geleitet oder angezapft werden darf? Über transfer protokolle lassen sich trotzdem quelle und ziel ausfindig machen und mit remotezugriff dein BB zum plaudern bringen .

  6. 11.11.09 17:11 rom3o (Member)

    Das ist natürlich ein toller Vergleich. Wenn Unternehmen X aus den USA gerne wissen würde, was das deutschen Unternehmen Y so an neuen Produkten plant, dann wenden sie sich einfach an einen amerikanischen Geheimdienst, der dann Kontakt zu seinen Kollegen in London aufnimmt, welche von RIM im Interesse der Anti-Terror-Bekämpfung die Entschlüsselung der eMails des deutschen Sanitärkeramikherstellers fordern, da die Kanadier die Briten ja auch so gut leiden können. Klingt absolut nachvollziehbar…

    Davon abgesehen, hat die von dir verlinkte Seite nur einen Tag später eine Gegendarstellung geliefert:

    "[…] da das entsprechende Gesetz - der so genannte "Regulation of Investigatory Power Act" (RIP Act) - nicht auf Daten anwendbar sei, die sich im Transit befänden. Der RIP Act sei ein rein britisches Gesetz und führe daher nicht zur Speicherung oder Durchsuchung von Daten, die sich lediglich 'auf der Durchreise' befinden. "

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