Der Programmierer Brian Meehan hat sich beim Apple-Chef persönlich beschwert, weil seine Anwendung Knocking Live Video nicht für die Veröffentlichung im App Store zugelassen wurde. Daraufhin hat Apple die Software durchgewinkt, auf persönlichen Wunsch des Chefs.
Der Vorstoß eines einzelnen Entwicklers wird wohl demnächst zu einer E-Mail-Schwemme im Postfach von Steve Jobs führen. Und wirft ein Licht auf die Willkür, mit der Programme für das iPhone von Apple zugelassen werden oder abgelehnt. Der Programmierer Brian Meehan hat sich beim Chef persönlich beschwert, weil seine Anwendung Knocking Live Video nicht für die Veröffentlichung im App Store zugelassen wurde. Daraufhin hat Apple die Software durchgewinkt, wie Ars Technica berichtet.
Knocking Live Video streamt Videoaufnahmen mit der iPhone-Kamera live auf ein anderes Gerät. Die Übertragung ist nicht nur per WLAN möglich, sondern auch über UMTS, eigentlich von Apple verboten. Darüber hinaus macht die Software auch das iPhone 3G zur Filmkamera, was bisher nur mit Anwendungen für gehackte Geräte funktionierte. Dafür nutzt das Programm undokumentierte Programmschnittstellen, sogenannter APIs.
Allein die Nutzung dieser APIs ist ein Grund für Apple, die Zulassung zu verweigern. Was auch geschah. Seit einigen Wochen setzt das Unternehmen ein automatisches Prüfungstool ein, das unter anderem auch den Einsatz undokumentierter APIs erkennt. Ist das der Fall, wird die Veröffentlichung des Programms von Apple abgelehnt.
Der Entwickler hat daraufhin eine E-Mail an Steve Jobs geschrieben, in der er sich über den Zulassungsprozess und die mangelnden Informationen dazu beklagte. Außerdem wies er darauf hin, dass andere Programme ebenfalls die von ihm verwendeten, undokumentierte APIs benutzen. Sie seien trotzdem zugelassen worden, weil es die automatische Prüfung damals noch nicht gab.
Er bekam promt eine Antwort. Sie kam zwar nicht vom Apple-Chef selbst, aber ein Mitarbeiter des Unternehmens teilte ihm am darauffolgenden Tag am Telefon mit, dass Knocking Live Video doch für den App Store zugelassen wurde. Die Anweisung dazu käme von ganz oben, fügte der Anrufer noch hinzu.
Ganz oben? Das könnte also auch Phil Schiller gewesen sein.
Man muss sich immer einfach nur an den CEO wenden dann bekommt man was man will. Demnächst werden die Mailpostfächer von diverse CEO's mit Kundenbeschwerden direkt überschwemmt. Aber schaden würds nicht dann würden auch diese Personen mal mitbekommen was an der Basis so alles abgeht.
Yuilop für Android bietet das auch. Und sollte es auch für das iPhone geben.