Die LTE-Netze sollen dem mobilen Internet zum Durchbruch verhelfen. Jetzt haben sich sechs Unternehmen für die LTE-Lizenzen in Deutschland beworben. Im zweiten Quartal 2010 findet die Versteigerung statt. Der Ausbau der Mobilfunknetze könnte also bald beginnen.
LTE-Netze sollen die mobile Datenübertragung im deutschen Mobilfunk revolutionieren. Sechs Unternehmen haben sich im Rennen um die begehrten Lizenzen für die vierte Mobilfunkgeneration (4G) bei der Bundesnetzagentur beworben, am Donnerstag endete die Abgabefrist. Die Bundesnetzagentur sagte nicht, um welche Unternehmen es sich für den Bewerbern für die LTE-Netze handelt. Da es in Deutschland aber nur vier Netzbetreiber gibt, handelt es sich bei den zwei weiteren Bewerbern vermutlich um ausländische Unternehmen, die bisher noch nicht in Deutschland aktiv tätig sind. Andererseits kann es sich auch um Provider handeln, die zwar schon in Deutschland Mobilfunkdienste anbieten, diese bisher aber nur über fremde Netze anbieten, wie zum Beispiel Mobilcom-Debitel.
Die Frequenzen für die LTE-Netze liegen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz. Nachdem die Anträge jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft werden, wird mit dem Beginn der Versteigerung im zweiten Quartal 2010 gerechnet. Bei dem Frequenzbereich um 800 MHz handelt es sich um Frequenzen aus der digitalen Dividende, die im Rahmen der Digitalisierung der Rundfunkprogramme frei wurden. Bei den anderen Frequenzblöcken soll es sich um Frequenzen handeln, die bereits bei der Versteigerung von UMTS-Lizenzen im Sommer 2000 unter den Hammer kamen. Weil die Unternehmen, die sie damals ersteigert hatten, allerdings kein laufendes UMTS-Mobilfunknetz aufbauen konnten, mussten die Lizenzen an die Bundesnetzagentur zurückgegeben werden. Künftig sollen mit den Frequenzen LTE-Netze betrieben werden. Durch die Versteigerung im Sommer 2000 nahm der Bundesfinanzminister rund 50 Milliarden Euro ein.
50 Milliarden die auf die Konsumenten umgewälzt werden..jetzt ist auch klar wieso Datentarife so teuer sind ;-)