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Handy im Ausland: Preise gestiegen

Autor: Frank Kabodt | 23.01.2010 - 12:52 |
Handy im Ausland: Preise gestiegen

Die Preise für Telefonate mit dem Handy im Ausland sind außerhalb der Europäischen Union stark gestiegen. Das Unternehmen Tariff Consultancy Ltd. (TLC) untersuchte die Preisentwicklung für Telefonieren mit dem Handy im Ausland und stellte fest, dass Handy-Roaming in Ländern außerhalb der EU deutlich teurer geworden ist. Ein Grund für diese Entwicklung ist die 2007 in Kraft getretene EU-Verordnung, welche die Preise für Gespräche und Kurznachrichten mit dem Handy im Ausland reguliert. Seit Einführung der Verordnung haben sich die Preise für Kommunikation mit dem Handy im Ausland innerhalb der EU halbiert. Die verlorenen Einnahmen versuchen die Netzbetreiber allerdings durch steigende Kosten für Telefonate, SMS und Datenversand außerhalb der Europäischen Union reinzuholen.

Wie TLC weiter mitteilt, haben einige Anbieter ihre Länderzonen verkleinert, sodass Regionen, die vor der EU-Verordnung in die Ländergruppe 1 fielen, jetzt in deutlich teurere Ländergruppen einsortiert sind. Das betrifft vor allem die Schweiz und Norwegen, aber auch mobile Kommunikation in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum wurde teurer. TLC rechnet vor, dass ein Telefonat per Roaming aus der EU-Zone in die nächstgelegene Ländergruppe durchschnittlich um 200 Prozent teurer wurde, eine SMS im Durchschnitt um 160 Prozent und die mobile Datenübertragung um 270 Prozent. Darüber hinaus arbeiten inzwischen viele Netzbeteiber mit eigenen Roaming-Paketen, mit denen sie die EU-Regelung umgehen können.

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