Google umgeht das Apple-Verbot seiner Applikation Google Voice wie schon zuvor bei dem Freunde-Finder Latitude mit einer Web-App. Statt als Programm ruft man den Telefondienst nun über den Browser des iPhone auf. Sie bietet fast den gleichen Funktionsumfang wie das Programm, das ursprünglich für das Apple-Handy geplant war.
Google umgeht das Apple-Verbot seiner Applikation Google Voice wie schon zuvor bei dem Freunde-Finder Latitude mit einer Web-App. Statt als Programm ruft man den Telefondienst nun über den Browser des iPhone auf. Durch die zusätzlichen Funktionen des neuen Standards HTML 5, den der iPhone-Browser unterstützt, bietet die Web-Anwendung fast den gleichen Umfang wie die native Applikation. Sie kann nur nicht auf das Adressbuch des Handys zugreifen. Google bietet deshalb eine eigenständige Kontaktverwaltung über das Internet an.
Google Voice ist eine VoIP-Anwendung, mit der man unter einer einzigen Nummer im Büro, zu Hause und auf dem Mobiltelefon erreichbar ist. Darüber hinaus können SMS umsonst verschickt werden und Auslandsgespräche kosten ab 2 Cent. Die Telefon-Dienstleistung bietet Google bisher ausschließlich in den USA an.
Fast so umfangreich wie ein echtes Programm: Google Voice als Web-App für das iPhone | Foto: Google Voice Blog
Google hatte im August eine Version von Google Voice für das iPhone fertiggestellt, deren Veröffentlichung im App Store jedoch von Apple verweigert wurde. Zugleich schmiss das Unternehmen alle Programme aus dem Download-Store, die darauf aufbauen. Die Begründung des iPhone-Herstellers war nicht nachzuvollziehen und führte sogar zu einer Untersuchung der US-amerikanischen Telekom-Aufsichtsbehörde FCC.
Google hat schon vorher ein drohendes App-Store-Verbot mit einer Internet-Anwendung umschifft. Der Suchmaschinenbetreiber brachte den Freunde-Finder Latitude für das iPhone als Web-Applikation heraus, angeblich auf besonderen Wunsch von Apple. Sie ist unter http://google.com/latitude erreichbar. Die ursprünglich geplante Software-Version für das Smartphone wurde von Apple ebenfalls nicht zum Download über den App Store freigegeben.
Tja, das ist nun mal eben so wenn das eine Unternehmen fürchten muss durch gewisse Apps Umsatzbußen in kauf zu nehmen.
Aus diesem Grunde wurde das App ja auch nicht von Apple freigegeben. Wieso sollten sie auch, da geht man eben über Leichen & die Anwenderfreundlichkeit.
Kann es aber auch verstehen wenn man dadurch (dem Appleuser) lieber seine eigene Applikation nahe legen möchte.
Außerdem wer gibt denn schon dem Big Brother Google freiwillig seine Daten & Surfgewohnheiten per Mobilfunk preis. Nur damit diese hier ein Konkurrenzprodukt mit auswertbaren Daten füttern kann.
Das Googlephone steht nun mal in direkter Konkurrenz. Dann muss man diese nun wirklich auch nicht noch unterstützen.
Würde Google sicherlich anders herum genau so machen.
Besitzer darüber ärgert kann ja beim nächsten mal ein anderes Handy kaufen. Die Macht des Marktes.
@Hartzerjäger: So ein Blödsinn. Apple benimmt sich überhaupt nicht wie eine seriöse Firma. Die Begründung, die Applikation aus dem Appstore zu nehmen ist lächerlich, unbegründet, fadenscheinig und idiotisch. Wenn Google sich "durch schmarotzen" muss, dann ist das völlig legitim. Apple kackt mich mit diesem Verhalten an. Da sag ich nur: "Adapt or perish" (passe dich an oder du wirst untergehen). Diese Firma kann sich nicht anpassen. Kein Open Source, Für's Programmieren muss man zahlen etc. etc. etc.
Is richtig so, google schmarrotzt sich wiedermal durch auf kosten des Jesusphone, das geht gar nicht.
unter diesem Gesichtspunkt sieht das ganze auch etwas entschärft aus...
Denke es verhält sich ähnlich wie die Geschichte mit dem Internet Explorer von Microsoft & der Firefox.
Wenn ein Hardwareunternehmen erstmal seine Plattform für x-Beliebige Programme freigibt (was zwar sehr wohl Kundenfreundlich ist) muss sie sich nicht wundern wenn sie irgend wann mal dort von der Konkurrenz verdrängt wird.
Gut MS hat nun nicht wirklich Hardware gebaut & das mit dem IE hinkt etwas, jedoch ist es glaube ich bei Nokia so gewesen (bin mir aber nicht so sicher). Deren eigener Browser konnte irgend wann mal nicht mehr mithalten & die Open Cource Produkten haben diesen Verdrängt... Opera oder so haben hier dem Unternehmen viel gekostet.
Könnte mir vorstellen, dass Google dies umgekehrt auch nicht freigeben würde.
Ist aber wirklich komisch, dass die unbedingt (durch das erstellen einer Webbasierten Lösung) an die Daten der iPhone User & deren Gewohnheit heran wollen...
Big Brother Google is watching you...